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Thema: Nun reicht es wirklich!!! - Kann eine Stadt kinderfeindlicher sein?

  1. #1
    Schießhauer Avatar von Birgit
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    Blaulicht Nun reicht es wirklich!!! - Kann eine Stadt kinderfeindlicher sein?

    Vor einiger Zeit fiel mir auf, dass man die Spielgeräte, auf dem Spielplatz "In den Krönen" (OT Georgenberg), abgebaut hatte. Nun gut, das kommt ja mal vor. In der Hoffnung auf eine neue Bestückung, ließ ich etwas Zeit verstreichen und schaute heute erneut, "In den Krönen", vorbei. Es ist nichts geschehen! Was ich aber hören musste, hat mich geschockt! Auf diesem Platz werden Häuser gebaut. Jawoll! Herzlichen Glückwunsch! Rasch fuhr ich noch einmal in den Hubertusweg, denn auch dort gab es einmal einen Spielplatz, den man abgeräumt hatte. Dort, man kann es ahnen, will es aber nicht glauben, wird bereits ein Haus gebaut.
    Was denkt sich diese Stadtverwaltung eigentlich dabei. Gerade hier auf dem Georgenberg gibt es noch reichlich Kinder, die gern einen Spielplatz besuchen würden, mit den Eltern und vielleicht auch mal allein. Das haben wir früher ja auch getan. In der Stadt verlegt man einen Spielplatz, der ganzjährig zugänglich war, in den Münzgarten, der in den kalten Monaten geschlossen ist. Auf dem Georgenberg nimmt man den Kindern gleich zwei Spielplätze. In Jürgenohl, den Größeren, die Skaterbahn und den Bolzplatz. Ach ich vergaß: Früher gab es im Köppelsbleek auch einen Spielplatz und später einen Bolzplatz! Ja -früher halt!
    Mal ganz ehrlich, unser Bürgermeister hat selbst drei kleine Kinder - aber die wohnen natürlich nicht in diesem Bereich.

    Ach sorry liebe Stadtverwaltung, ich vergaß etwas Nettes zu erwähnen. Der Spielplatz an der Okerstraße, ja der erhält neue Spielgeräte! Glückwunsch!
    Nun wird es aber schon wieder unangenehm .... denn leider, ist dieser Spielplatz, für sich allein bewegende Kinder, die auf dem Georgenberg wohnen, nur durch ein Stück Köppelsbleek zur erreichen, bzw. über den Siechenhof, an der Hauptverkehrsstraße entlang, die man über eine der gefährlichsten Kreuzungen Goslars, auch noch zu überqueren hat, um zum Spielplatz zu kommen!
    Geändert von Birgit (07.05.2013 um 11:10 Uhr)
    Liebe Grüße
    Birgit

  2. Danke von:

    flocke47 (07.05.2013),Maria (07.05.2013),märklinist (15.05.2013),Speedy (07.05.2013),uwe unten (09.05.2013)

  3. #2
    Schießhauer Avatar von Speedy
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    Hallo Birgit,

    du hast ja vollkommen Recht.

    Im Gegensatz zu früher, als wir noch auf den Spielplätzen gespielt haben, ist die Zahl der Kinder allerdings auch drastisch zurückgegangen.

    Viele Familien haben auf dem eigenen Grundstück auch ein eigenes Klettergerüst, Rutsche und Schaukel. Diese Kinder wirst du auf den öffentlichen Spielplätzen kaum antreffen. Das nutzt aber nicht den Kindern die in Mietwohnungen wohnen.

    Wie stark die Spielplätze noch genutzt wurden kann ich nicht sagen.
    Aber in der Region fast alle Spielplätze abzubauen geht wirklich nicht.
    Da bleibt dann nur noch der Spielplatz am Katasteramt übrig, oder der am breiten Tor

    Meiner Meinung nach ist es eine schwierige Sache zu entscheiden, welche Spielplätze noch nötig sind und bleiben sollen und welche aufgegeben werden sollen.
    Gruß
    Uwe

  4. Danke von:

    Birgit (07.05.2013),märklinist (15.05.2013),uwe unten (09.05.2013)

  5. #3
    Schießhauer Avatar von Birgit
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    Ja Uwe, hier bei uns in der Straße und in den Nebenstraßen sieht das mit der Anzahl der Kinder ganz (Gott sei Dank) anders aus. In unsere Straße ziehen immer mehr Familien mit Kindern, kleinen Kindern, das hatte ich vor längerer Zeit, bereits schon einmal, in einem anderen Beitrag, den ich nun allerdings erst suchen müsste, erwähnt. Im Gegensatz zu der Zeit, als meine Tochter "spielplatzklein" war, wohnen hier heute, sehr viele Kinder. Damals waren es etwa 3 Kinder - heute sind es 20, nur in den ersten Häusern unserer Straße. Nehmen wir einen Teil der Feldstraße, sowie die über und unter unser Straße liegenden Straßen dazu, bekomme ich schon 3-4 Schulkassen voll. Ich spreche hier nur von den ersten Häusern dieser Straßen und eine paar Häusern der Feldstraße. Nehmen wir den direkten Nahbereich zu den Spielplätzen dazu, erhöht sich die Anzahl der Kinder weiter, s. Jürgenweg, Kohlenwiese, Probst-Gerhard-Str., Von-Burgdorf-Str., Fillerbrunnen! Auch dort gibt es reichlich Kinder im Spielplatzalter! Natürlich kann man die Zahl der Kinder wieder herunterschrauben, wenn man diese Wohngegend, kinderfeindlich gestaltet, nämlich ohne Spielmöglichkeiten. Die meisten dieser Kinder, die ich erwähnte, haben übrigens kein "Spielplatz ähnliche Anlage", im Garten. Denn viele von ihnen wohnen in Mehrfamilienhäusern. Der Super-Minispielplatz der GWG, für Mieterkinder der Häuser in den Straßen Hochgericht-Wilhelm-Busch-Str., tja der, kann auch nicht mehr genutzt werden. Er wurde gemeinsam mit einem riesen Anteil, des Lunaparks verkauft.
    Liebe Grüße
    Birgit

  6. #4
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Es ist wirklich zum Haare raufen, was die Stadtverwaltung Goslar sich da raus nimmt. Auf der einen Seite wird ein großer Wohnungsleerstand in Goslar beklagt, Häuser zum Teil ganze Häuserzeilen auf einer Straße werden abgerissen, und dann baut man neu?
    Ich habe den Eindruck, mit Verlaub, das einige Obere in der Stadt nicht mehr alle Latten am Zaun haben. Wer soll denn in die wahrscheinlich nicht günstigen Wohnungen einziehen? Goslar leidet unter Arbeitslosigkeit, Überalterung und Bevölkerungsschwund durch Abwanderung und Versterben.
    Und den wenigen Kindern nimmt man nun noch Spielplätze weg, die nicht in unmittelbarer Nähe an Hauptverkehrsstraßen liegen.
    Goslar ist und war schon immer sehr konservativ und gerade vor einigen Tagen konnte ich nachlesen, das die Goslarer Bürger in unserer geschichtlich sehr unrühmlichen Zeit die Nazis in Goslar 62 Prozent der Stimmen bekamen. Dies sei nur am Rande bemerkt.
    Auch meine Eltern waren sehr konservativ, zum Glück ist dies nicht meine Welt und eckte da schon so manches mal früher mit ihnen an.
    Und so ist Goslar heute noch geprägt von konservativen Einflüssen, neues und unbekanntes am besten garnicht zu lassen. Die Kinder schön im "Zaun" halten, bloß nicht auf Grünflächen Fußball spielen.

    Das Gegenteil müsste eigentlich der Fall sein, zwar braucht Goslar nicht eine Vielzahl von Spielplätzen, dafür aber für Kinder bis 14 Jahren ansprechende und moderne Anlagen, die sicher zu erreichen sind und schon garnicht da, wo der Nachwuchs direkt die Autoabgase schnubbert.

    Gerade vor ein paar Wochen wurde bei uns in Braunschweig im größten Stadtteil die Weststadt ein neuer Spielplatz und Bolzplatz seiner Bestimmung übergeben. Da sieht man, das es auch anders gehen kann.
    Leider gibt es ja auch die Thematik das viel mutwillig von meist Jugendlichen die vor lauter Kraft nicht wissen wo hin damit, Anlagen beschädigt oder zerstört werden. Und eine Wiederinstandsetzung kostet unnötiges Steuergeld, was an anderen Ecken dann fehlt.
    Auch ich habe noch Verwandtschaft sogar mit Kindern, die noch in Goslar wohnen. Aber ich befürchte, das diese in Goslar wohl kaum einen Ausbildungsplatz, geschweige denn im Anschluss einen Arbeitsplatz finden.
    Somit ist vorprogrammiert, das wieder Bürger abwandern, die selber mal Nachwuchs bekommen könnten.
    Man sollte doch alles so attraktiv wie nur möglich gestalten, damit die Bürger (vorallem jüngere Familien) ihrer Heimat treu bleiben.

    In diesem Sinne
    Grüße aus BS
    märklinist

  7. Danke von:

    Birgit (08.05.2013)

  8. #5
    Schießhauer Avatar von bergland
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    bergland hat es an anderer stelle damals schonmal gepostet ... die meisten spielplätze liegen günstig ... um dort häuser zu bauen ... der spielplatz in den kröhnen war immer besucht ...
    tja spielen die kids halt bald mitten auf der kreuzung vorm breiten tor ... bergland würde mal gerne wissen was auf den ehemaligen kinderspielplätzen der qm bauland kostet und vorallem wer dort baut ! und wohin die einnahmen aus dem verkauf der flächen fließen ... oder ist das alles land was der klosterkammer hildesheim gehört ?

    gabs kein neues bundesgesetz wonach jeden kind ein kindergartenplatz zusteht ? vll sollten alle betroffenen familien ihre kids einfach bei den kindergärten anmelden , wenn die sagen " wir können keine mehr aufnehmen " die stadt ranbekommen oder vll die kinder ins rathaus bringen und dann zu ihnen sagen " so jetzt spielt hier mal schön und macht ordentlich krach ... und OB junk soll drei kinder haben ? tja mit seinen bürgermeistergehalt dürfte er es sich ja leisten können diese in einen kindergarten unterzubringen ... und auch wenn sie dann im alter sind wo sie gern mal losziehen mit einen taxi nachhause fahren zu lassen , weil ihr vater ja für die nachtabschaltung der straßenbeleuchtung war ... in goslar gehen die lichter aus ... seit letzter woche ist es auf den georgenberg nachts jedenfalls duster ...


    was die mutwillige zerstörung der kinderspielplätze betrifft ... dann muss man nachts halt ne videoüberwachung laufen lassen , und das die spielplätze zum treff von leuten geworden sind die ihr bierchen nicht zu hause trinken wollen oder können und deren hunde zum teil die sandkästen als klos missbrauchen , sorry da kann sich die stadt auch nicht rausreden , es liegt an ihr dort notfalls jeden tag kontrollen durch mitarbeiter durchführen zu lassen und den betroffenen notfalls platzverweise auszusprechen und wenn es nicht reicht als strafgelder aufs auge drücken muss und wenn die bretffenden personen halt kein einkommen haben um die strafen zu bezahlen dann läßt man sie die strafe halt abarbeiten ... aber das ja wieder zu hart ...
    Geändert von bergland (07.05.2013 um 20:05 Uhr)

  9. Danke von:

    Birgit (08.05.2013),Blauburger (07.05.2013),märklinist (08.05.2013)

  10. #6
    Schießhauer Avatar von Harzer06
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    Zitat Zitat von märklinist Beitrag anzeigen
    Es ist wirklich zum Haare raufen, was die Stadtverwaltung Goslar sich da raus nimmt. Auf der einen Seite wird ein großer Wohnungsleerstand in Goslar beklagt, Häuser zum Teil ganze Häuserzeilen auf einer Straße werden abgerissen, und dann baut man neu?
    <...>
    märklinist
    Das betrifft in Goslar zwei ganz verschiedene Bebauungsarten.
    Die Leerstände sind meist in der Altstadt und den "Wohnstättenblocks", während die in die Landschaft gesiedelten Einfamilienhäuschen seltener betroffen sind. Da kommt es allerdings auch zu Zwangsversteigerungen, wenn ein findiger Berater jungen Familien den Finanzierungsbedarf etwas zu beschönigend ausgerechnet hat.

    Das hat für mich irgendwie einen Beigeschmack: Siedeln auf dem freien Land außerhalb der Städte und außerhalb fußläufiger Besorgungsmöglichkeiten. Wenn das Alter den Leuten dann die Gesundheit und/oder den Führerschein nimmt, müssen sie das Häuschen (in dieser Region mit Verlust) verkaufen, um das Seniorenheim zu bezahlen. Es findet sich bestimmt ein "hilfreicher" Käufer/Vermittler, der dabei seinen Schnitt macht. Klingt nach einem einträglichen Geschäftsmodell.

    G´Auf
    Harzer06

  11. Danke von:

    Birgit (08.05.2013),Goslärsche (13.05.2013)

  12. #7
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    Nun ja, 80 Geburten 2012 - die rechtfertigen weder die Erhaltung/Instandhaltung vorhandener Spielplätze noch die Notwendigkeit der Anzahl der Schulen in der Stadt...
    Auch der Spielplatz Bleicheweg ist abgebaut vor kurzem...
    Kinder in einer Alten-Stadt... haben keine Lobby mehr. Altertum für keine Kinder Platz...
    In dieser Bluff-World, in der wir heutzutage leben, ist alles nicht mehr wie es war, und Gesagtes passt nicht mehr zu Umgestztem.
    Merkwürdige Zeiten. Arme Kinder. Arme Alte. Armes Goslar. Im doppelten Sinne.

    Glück Auf!
    Goslärsche

  13. Danke von:

    märklinist (15.05.2013),prinz wiesener (06.09.2015)

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