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Thema: War die Erstbebauung der Breslauer Straße ein Befehl der Britischen Alliierten?

  1. #11
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    He Andy,

    bevor Du den Bergkalender kaufst, soll ich Dir den Artikel über den Flughafen schnell scannen?

    Dem Artikel nach war die Stadt Initiator der Bebauung, es gab lediglich die Anweisung, dass das Flugfeld bis Ende 1949 soweit bebaut sein musste, dass es nicht mehr als solches zu gebrauchen ist.
    Glück Auf!
    Andreas

  2. Danke von:

    AndyGS (10.07.2013),zeitzeuge (10.07.2013)

  3. #12
    Gedingeschlepper Avatar von AndyGS
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    Dank Andreas, der mir genannten Artikel aus dem Goslarer Bergkalender 1996 einscannte und mir zugesandt hat, habe ich jetzt Klarheit über die Frage, gab es ein militärischen Befehl seitens der Briten, oder nicht.

    Die Antwort ist eigendlich ein Jain. Es wurde in von den Briten erwünscht, das Flugfeld und die Start- und Landebahn bis ende 1949 zu bebauen. Diese passt gut mit den Zielen der Stadt Goslar zusammen, eine neues Wohngebiet zu erschließen, durch dass die akute Wohnraumsiruation, durch die tausenden Flüchtlinge, die die Jahre zuvor aus den Ostgebieten vertrieben wurden, gelöst wurde. Somit war es ein Gutes für die Stadt Goslar. Sicherlich habe die Briten ein Ziel damit verfolgt, was engehalten werden sollte. Dieses war das Ziel, dass Areal so zu bebauen, das es darauf unmöglich ist, wieder den Flugverkehr aufzunehmen. Da Diese für Goslar die Wohnraumsarmut deutlich verbesserte in den Jahren, war die Bebauung des einstigen Flugfeldes für die Stadt ein großer Gewinn und wurde keinesfalls als ein muss, oder Befehl empfunden, obwohl es so war.
    Geändert von AndyGS (11.07.2013 um 07:02 Uhr)

  4. Danke von:

    Andreas (10.07.2013),Bergmönch (19.09.2020),zeitzeuge (10.07.2013)

  5. #13
    Hauer Avatar von Peter2809
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    Zitat Zitat von AndyGS Beitrag anzeigen
    Wie in einen Bericht von gestern von bergland, steht allerding, das die Besetzung der Stadt Goslar durch die Britische Armee bis 1949 war, also deutlich vor der Bebauung der Breslauer Straße. Was dem nun widerspricht, das es je ein militärischen Befehl gab, wie oben erwähnt.

    Schwierig die Recherchen, aber ich gebe nicht auf, eine eindeutige Antwort aud diese Frage zu bekommen.
    Hallo,

    am Fliegerhorst befanden sich die MANCHESTER BARRACKS der Briten - wurden 1956 geschlossen.

    Zur Frage der Besatzungszeit könnte man auch die Überlegung anstellen, worin sich die Besatzung durch die Britischen Soldaten und Britische Truppen in Deutschland unterscheiden; vielleicht durch die Gründung der BRD 1949? Zur Zeit der Wende / Vereinigung Deutschlands gab es die Verträge 4 + 2 ???, schon vorher gab es den sogenannten Deutschlandvertrag, gültig ab 1955.

    Britische Truppen waren noch bis in die jüngste Zeit, z. B. im Raum Paderborn, in Deutschland anwesend. Die ab 2020 jetzt noch in Deutschland tätigen "Briten" werden als British Army Germany bezeichnet.

    Der Radiosender BFBS wurden auch von mir gerne gehört, ein kleines Transistorradio reichte aus um sich damals in den 60er Jahren u.a. die TOP 20 der Musik anzuhören.

    LG / Peter
    Geändert von Peter2809 (16.09.2020 um 19:17 Uhr) Grund: Berichtigungen und Ergänzungen

  6. #14
    Moderator Avatar von Bergmönch
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    Sehr aufschlussreich ist hierzu das Buch "Fliegerhorst - Ein Wegweiser durch die bauliche Geschichte des neuen Goslarer Stadtteils" von D. Giesecke und G. Piegsa. Demnach wurde die Bebauung des Flugfeldes, wegen fehlenden Wohnraumes, von der Stadt Goslar betrieben. Als Ende Juni 1945 die Engländer das Kommando übernahmen, fanden zunächst noch vereinzelte Kurierflüge statt. Der Antrag der Kloster-Oberförsterei auf landwirtschaftliche Nutzung des Flugfeldes wurde im Herbst '45 von der britischen Militärregierung abgelehnt. Im März 1946 fiel die Grundsatzentscheidung der Militärregierung, dass alle ehemaligen Fliegerhorste, die gegenwärtig weder zu militärischen noch zu zivilen Zwecken dienen, unbrauchbar gemacht werden sollen. Da die Gebäude seit Juni 1945 durch ein deutsches Lazarett mit 1400 Personen belegt waren, entgingen sie dem vom Alliierten Kontrollrat verfügten Abriss bis spätestens April 1948. Die goslarer Bevölkerung war durch Evakuierte und Flüchtlinge um 50% angewachsen. Um der Wohnungsnot zu begegnen, fanden deshalb bereits im Dezember 1947 Besprechungen der Stadt mit der Militärregierung über die Demontage des Flugfeldes durch Bebauung statt. Am 29.01.1948 fiel die Entscheidung, das Flugfeld bis Ende 1949 soweit zu bebauen, dass ein Starten und Landen unmöglich wurde.

    Beste Grüße

    Bergmöch
    Geändert von Bergmönch (19.09.2020 um 07:41 Uhr)
    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Lichtenberg)

  7. Danke von:

    Luzi (20.09.2020),nobby (18.09.2020)

  8. #15
    Moderator Avatar von Bergmönch
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    Zitat Zitat von Peter2809 Beitrag anzeigen

    Der Radiosender BFBS wurden auch von mir gerne gehört, ein kleines Transistorradio reichte aus um sich damals in den 60er Jahren u.a. die TOP 20 der Musik anzuhören.

    Also, das kleine Transistorradio hilft heute nix mehr, aber das kleine Handy. Es gibt ein BFBS App

    Alternativ kannst Du auch hier klicken:

    https://radio.bfbs.com/radioplayer/s...2-7358108d95cf


    Beste Grüße

    Bergmönch
    Geändert von Bergmönch (18.09.2020 um 17:47 Uhr)
    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Lichtenberg)

  9. #16
    Moderator Avatar von Bergmönch
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    Weitere Hinweise finden sich in dem Buch "Stunde Null bis Pall Mall" von Hannelore Giesecke. Demnach wurde 1948 entschieden, dass bis Mitte 1949 ein neues Stadtviertel mit zunächst 3 Straßen entstehen soll. Baubeginn war dann aber erst im März 1949. Es entstanden kleine Siedlungshäuser ohne fließendes Wasser. Es gab einen Brunnen, der auf dem Platz stand und ein Plumpsklo für 8 Familien. Der Erstbezug erfolgte am 17.12.1949. Im September 1950 wurden Wasserleitungen gelegt.

    Das Buch ist überdies sehr lesenswert, wie alle Bücher von Frau Giesecke.

    Beste Grüße

    Bergmönch
    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Lichtenberg)

  10. Danke von:

    Luzi (20.09.2020),nobby (20.09.2020)

  11. #17
    Schießhauer Avatar von Harzer06
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    Dabei müßte es sich um den späteren Trebnitzer Platz gehandelt haben?

    G´Auf
    Harzer06

  12. #18
    Hauer Avatar von Luzi
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    Nabend Bergmönch,

    welche drei Straßen waren das?
    Trebnitzer Platz ( wir nannten das: das kleine Jürgenohl ), Königsberger und Breslauer?


    Gruß, Luzi

  13. #19
    Moderator Avatar von Bergmönch
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    Ja, die Vorsiedlung von 22 kleinen Häusern befand sich am späteren Trebnitzer Platz. Sie wurde dann durch mehrgeschossige Gebäude ersetzt. (Quelle: F. Geyer, "Goslar im Krieg und den Jahren danach").

    Beste Grüße

    Bergmönch
    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Lichtenberg)

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