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Thema: Junior Werke

  1. #1
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Frage Junior Werke

    Hallo,

    über die Junior-Werke findet man auch fast gar nichts mehr.
    Lediglich ein Bild des Casinos habe ich im Netz gefunden.
    Dieses Bild stammt nicht aus diesem Forum -- external content
    Link zum Originalbild -- Link to original Image
    Klick für Original-Bild -- Click to view fullsize image


    http://www.verner-panton.com/de/spaces/archive/247/

    Über die Geschichte des Werkes findet man gar nichts.

    Nach dem Junior-Werk zog in den 1980er jahren Möbel Unger in die Verwaltung, hinten neben dem ehemaligen Casion war Goslars erster Baumarkt, der Logo-Baumarkt.
    Nach Unger zog Trinks in die Verwaltung ein.

    Hat jemand mehr Infos über Junior?
    Glück Auf!
    Andreas

  2. #2
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Mühsam aber sicher kommt doch so einiges zu Tage.

    Das Unternehmen wurde später wohl noch umbenannt in JFF.
    Was aus Alco wurde, weiß ich noch nicht aber das Junior Trelement lebt weiter.

    http://www.junior-trelement.de/
    Glück Auf!
    Andreas

  3. #3
    Schießhauer Avatar von Anke
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    1970 hat ALCO/ Junior mit dem Trelement den
    iF Product Design Award bekommen
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken junior.jpg  

  4. #4
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Der Junior-Systembau lebt auch weiter, zumindest der Website nach zu urteilen.
    Das Firmengelände in Jerstedt spricht jedoch eine andere Sprache.

    Junior-Systembau

    Glück Auf!
    Andreas

  5. #5
    Schießhauer Avatar von bergland
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    zitiere mal aus den Geyer Buch : Golsar im Krieg und Danach 1939-1965

    Th.k.Peter Schenning stellte 1948 aus dem Nichts mit einfallsreichtum und Mut das "Junior Werk" auf die Beine . In einer Baracke " Im Schleeke " begann alles , zunächst war es Holzspielzeug , kurze Zeit später Holzfenster.
    Bei den ersten Wohnungsneubauten 1948 mit 30 Häusern lieferten die Junior Werke die Fenster und auch die Schule in Sudmerberg wurden 1949 mit Fenstern der Junior Werke bestückt.

  6. #6
    Schießhauer Avatar von bergland
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    aus der GZ vom 17.11.2010

    Goslars Ehrenbürger Peter Schenning gestorben
    Im Alter von 87 Jahren ist am Dienstag Goslars Ehrenbürger Peter Schenning gestorben. Dass moderne Kunst in Goslar den bekannten hohen Stellenwert genießt, ist in erster Linie dem Verstorbenen und seinem Durchsetzungsvermögen zu verdanken. Für Schenning, der 1948 aus dem Nichts die Junior-Werke aufbaute stand das Wohl seiner Heimatstadt stets im Mittelpunkt. Sie dankte es ihm mit der höchsten Auszeichnung, die sie zu vergeben hat, der Ehrenbürgerwürde.

  7. #7
    Schießhauer Avatar von Anke
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    Zitat Zitat von bergland Beitrag anzeigen
    aus der GZ vom 17.11.2010

    Goslars Ehrenbürger Peter Schenning gestorben
    Im Alter von 87 Jahren ist am Dienstag Goslars Ehrenbürger Peter Schenning gestorben.
    Och neee Das muß ich gleich meiner Mutter erzählen. Sie war die
    Sekretärin von Herrm Schenning

  8. #8
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    28.04.1969

    ARCHITEKTUR / HANNOVER-MESSE
    Heim auf der Halle

    ....
    Gegen Hitzschlag und Ermüdung sollen vom nächsten Jahr an auch die Aussteller (dieses Jahr: 5276) gefeit sein, und sogar für Höhenwanderung wird gesorgt werden: auf dem Dach der "Halle 17 neu".

    Wie in den letzten Jahren werden sich auch diesmal noch die strapazierten Aussteller, um sich zu erholen zu Löwenbräu und Haxe in die "Münchner Halle" drängen oder über verstopfte Straßen in ihr Stadtquartier quälen. In Zukunft brauchen sie statt dessen nur im Lift aufs Dach zu fahren ins eigene Heim.

    Die Idee, das Flachdach der neuen Halle 17, die derzeit für 45 Millionen Mark auf einer Grundfläche von 80 000 Quadratmetern errichtet wird, nicht -- wie zunächst geplant -- mit parkenden Autos, sondern mit rund tausend Bungalows zu befrachten, kam dem Dipl.-Ing. Ernst Pätzold, 58, Vorstandsmitglied der "Deutschen Messe- und Ausstellungs-AG" zu Hannover, in einer "stillen Stunde zu Hause".

    Die Verwirklichung schien zunächst schwierig: Die marktgängigen Fertighelme waren entweder zu teuer, zu schwer oder nicht feuersicher. Zudem erweckten erste Modellzeichnungen den Eindruck eines Barackendorfes. Betrachter fanden: "Scheußlich, eine Zigarrenkiste neben der anderen."

    Eine praktikable Lösung offerierte schließlich das "Junior-Werk" in Goslar, das bereits die Fenster für den "Langen Eugen" in Bonn und die Fassade am Dreh-Restaurant des Hamburger Fernsehturms geliefert hatte. Die Junior-Leute schlugen vor, die Dachappartements sechseckig nach dem sogenannten Trelement-Bausystem zu errichten.

    Das Goslarer Fertigbau-System entstand, wie Trelement-Verkaufsleiter Hans-Ulrich Kleist formulierte, "aus der Idee, die Vorteile der völlig individuellen Gestaltung mit denen der Fertigteilbauweise zu verbinden". Kernstück des Trelement-Systems ist

    * eine Aluminium-Tragkonstruktion aus wenigen standardisierten Bauteilen, die ebenso wie Wände, Fußböden, Decken, Türen und Fenster vorgefertigt werden, sowie

    * ein Grundrißraster aus lauter gleichseitigen Dreiecken, die als "Baukasteneinheiten" wie Waben miteinander kombiniert werden können.

    So ergeben beispielsweise sechs solcher Dreiecke (Seitenlänge: 2,30 Meter), um einen gemeinsamen Mittelpunkt gruppiert, einen Sechseckraum von 13,8 Quadratmetern Größe -- Kernzelle auch bei den Messedach-Bungalows. Architekten, so auch der hannoversche Diplomingenieur Ernst-Friedrich Brockmann, der die neue Messehalle plante, loben die Sechseck-Idee: "So ein dem Kreis angenäherter Raum hat immer etwas Harmonisches, Fließendes, Menschliches -- im Gegensatz zur kubischen Form."

    Zudem sollen sich, da es keine 90-Grad-Zimmerecken gibt, in den fast runden Sechsecken mit ihren 120-Grad-Winkeln "entscheidende Vorteile für die Raumnutzung ergehen" (Kleist) -- ganz abgesehen von einem psychologischen Nutzeffekt: Die gegegenüberliegenden Wände eines Sechsecks stehen weniger nah beisammen als die Wände eines rechteckigen Zimmers gleicher Fläche, die Räume wirken dadurch größer, als sie eigentlich sind.

    Die "gänzlich neue Vielgestaltigkeit" dieser Bauweise, so erläuterte Kleist, sei mittlerweile mehrfach erprobt. Im neuen Sechseck-Stil wurden bereits in Goslar ein Kindergarten, in Celle ein Wohnhaus, in Salzgitter ein Vortragssaal und in Frankfurt das Büro einer Werbeagentur errichtet. Tankstellen, Schwimmhallen und sogar eine sechseckige Trauerhalle sind in der Planung.

    Die hannoverschen Dach-Sechsecke sollen mit Vorraum, Sanitärraum und Wohn-Schlaf-Appartement 23 Quadratmeter groß sein und je nach Ausstattung zwischen 11 000 und 15 000 Mark kosten. Der Baugrund auf dem Dach kostet zusätzlich 4000 Mark für fünf Jahre. Bislang größter Abnehmer ist die Siemens AG, sie bestellte gleich zehn Bungalows.
    ...

    DER SPIEGEL 18/1969
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    Glück Auf!
    Andreas

  9. #9
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Hallo Gemeinde,

    hier ein Scan aus einem Goslar-Buch von 1965:
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken junior.jpg  
    Glück Auf!
    Andreas

  10. Danke von:

    Susanne-K. (19.09.2013)

  11. #10
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    Zitat Zitat von bergland Beitrag anzeigen
    zitiere mal aus den Geyer Buch : Golsar im Krieg und Danach 1939-1965

    Th.k.Peter Schenning stellte 1948 aus dem Nichts mit einfallsreichtum und Mut das "Junior Werk" auf die Beine . In einer Baracke " Im Schleeke " begann alles , zunächst war es Holzspielzeug , kurze Zeit später Holzfenster.
    Bei den ersten Wohnungsneubauten 1948 mit 30 Häusern lieferten die Junior Werke die Fenster und auch die Schule in Sudmerberg wurden 1949 mit Fenstern der Junior Werke bestückt.
    1981: Schenning trennte sich vom internationalen Teil seines Unternehmens
    1984: Zusammenbruch des Unternehmens. 400 Mitarbeiter wurden arbeitslos. Das Inventar wurde versteigert.

    "1948 gründete Schenning das Junior-Werk und führte es an die Spitze unter den deutschen Fenster- und Aluminiumbaubetrieben. Schon vor dem Verkauf seiner Firma galt Schennings Interesse der modernen Kunst: die Junior-Galerien boten vielen Menschen – auch jenen, die nicht zu den regelmäßigen Besuchern von Museen und Ausstellungen gehörten – einen ersten Zugang zur Moderne. Mit der Gründung des „Vereins zur Förderung moderner Kunst e.V.“ und der Initiative zur Schaffung des Kaiserrings, Kunstpreis der Stadt Goslar, machte sich Th. K. P. Schenning einen Namen im Bereich der modernen Kunst.
    Mit der ebenfalls von Schenning initiierten Gründung des Mönchehaus Museums (197 erhielt die moderne Kunst ihren festen Platz in Goslar"

    http://www.beobachter-online.de/gosl...ing-d3287.html
    Geändert von Susanne-K. (19.09.2013 um 19:15 Uhr)

  12. Danke von:

    Andreas (20.09.2013)

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