Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 16

Thema: Goslarer Dom + Domvorhalle

  1. #1
    Schießhauer Errungenschaften:
    Veteran10000 Experience Points
    Avatar von Verwaltung
    Registriert seit
    01.03.2010
    Ort
    Hier im Forum
    Beiträge
    294
    Danke
    0
    69 Danke für 23 Beiträge erhalten

    Foto Goslarer Dom + Domvorhalle

    Aus Wikipedia

    Bei der Goslarer Dom genannten Kirche handelt es sich um die ehemalige Stiftskirche St. Simon und Judas. Sie wurde zwischen 1040 und 1050 errichtet, war Bestandteil des Bezirkes der Kaiserpfalz Goslar und wurde 1819–1822 abgebrochen. Heute ist noch die nördliche Domvorhalle erhalten. Es handelte sich um eine Kirche der Benediktiner-Chorherren. Die Bezeichnung „Dom“ wurde erst in der Neuzeit gebräuchlich und ist missverständlich, da die Stiftskirche nie Amtskirche eines Bischofs war.

    Baugeschichte
    Der Dom wurde nach einem einheitlichen Entwurf in Form einer dreischiffigen, zunächst flachgedeckten Basilika mit Stützenwechsel errichtet. Die Mauern waren mit Kalkbruchsteinen ausgeführt. Er besaß ein Westwerk mit zwei achteckigen niedrigen Türmen und Haupteingang sowie drei Ostapsiden. Die Krypta befand sich unter dem Chor. Über der Vierung von Langhaus und Querhaus befand sich ein weiterer Turm. Die Bauform des Domes war Vorbild für viele folgende große Kirchenbauten des Mittelalters.

    Die Kirche wurde am 2. Juli 1051 durch Erzbischof Hermann von Köln geweiht. Zu diesem Zeitpunkt war sie der größte romanische Kirchenbau rechts des Rheins.

    Im 12. Jahrhundert wurde die Flachdeckung durch eine Einwölbung ersetzt. Um 1200 wurde die noch erhaltene Domvorhalle angebaut und der Haupteingang hierher verlegt. In der Zeit der Gotik wurde neben dem nördlichen Anbau eines vierten Kirchenschiffs der Chor verändert.

    Zur Ausstattung des Domes gehörten unter anderem der bronzene Krodoaltar (heute neben weiteren bedeutenden Ausstattungsstücken im Goslarer Museum) und der Goslarer Kaiserstuhl aus dem 11. Jahrhundert (heute im Pfalzgebäude, Nachbildung in der Domvorhalle).

    Geweiht wurde die Kirche den Geburtsheiligen St. Simon und Judas des Kaisers Heinrich III., der sich häufig in Goslar aufhielt. Er war der Bauherr des Domes. Wenige Jahre später gründete er in Goslar auch das heute nicht mehr bestehende Petersstift.

    1819 kam der damals baufällige Dom wegen fehlender Mittel für seine Instandsetzung zur Versteigerung und ging an einen Handwerker, der ihn als Steinbruch nutzte und im Wesentlichen bis 1822 abtrug. Erhalten geblieben ist nur noch die Vorhalle des Domes.

    Lokale Einordnung
    Der Dom war Bestandteil des Pfalzbezirkes der Kaiser- und Königspfalz Goslar. Er steht damit in enger Verbindung mit anderen Bauwerken des Areals wie der Aula regia (Kaiserhaus), der Liebfrauenkapelle (nicht mehr vorhanden), der Kapelle St. Ulrich und den Kuriengebäuden, die alle auf engem Raum standen. Unmittelbar an den Dom angrenzend standen der Kreuzgang mit Refektorium, Granarium und Kapitel.

    Bedeutende historische Ereignisse
    1056 trafen sich Papst Viktor II. und Kaiser Heinrich III. in Goslar und besuchten die Kirche.
    1063 kam es anlässlich eines Fürstentages in Goslar in Gegenwart des jungen Kaisers Heinrich IV. zum Goslarer Blutpfingsten (auch Goslarer Rangstreit), einer bewaffneten Auseinandersetzung in der Kirche zwischen den Gefolgsleuten des Bischofs von Hildesheim und des Abtes von Fulda mit Todesopfern.
    1154 übernahm Rainald von Dassel die Propstei.

    Blick von Norden auf die Domvorhalle.
    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	dom.jpg 
Hits:	164 
Größe:	82,6 KB 
ID:	181

  2. #2
    Administrator Obersteiger Errungenschaften:
    SocialYour first GroupRecommendation Second ClassVeteranOverdrive
    Avatar von Andreas
    Registriert seit
    14.12.2009
    Ort
    Goslar
    Alter
    48
    Beiträge
    2.246
    Danke
    1.901
    2.693 Danke für 826 Beiträge erhalten

    Standard

    Das ist das, worüber man sich noch in Generationen ärgern wird.
    Der Abriss des Doms.


    1819 Verkauf des baufälligen Doms "auf Abbruch" an einen Goslarer Maurermeister (Baumaterial), Abriss 1820-1822
    Glück Auf!
    Andreas

  3. #3
    Schießhauer Errungenschaften:
    Veteran5000 ErfahrungspunkteOverdriveCreated Album pictures
    Avatar von bergland
    Registriert seit
    02.11.2010
    Ort
    ....
    Beiträge
    398
    Danke
    43
    464 Danke für 171 Beiträge erhalten

    Standard

    http://home.tu-clausthal.de/~exhh/dom/

    http://www2.pe.tu-clausthal.de/agbal...dom-goslar.htm


    nette seiten die sich mit dem goslarer dom beschäftigen .

    @andreas : sowas kann auch nur ärgern , genauso wie der abbruch der alten befestigungsanlagen und stadttore ... kein respekt vor den bauleistungen vergangener generationen ... leider ... vll hat ja einer von uns mal soviel geld über ... sag nur dresden frauenkirche

    reste von gegenständen , wie zB die scheiben des doms kann man im goslarer stadtmuseum besichtigen , diese sind dort in einen separaten raum ausgestellt.

  4. #4
    Schießhauer Errungenschaften:
    Veteran5000 ErfahrungspunkteOverdriveCreated Album pictures
    Avatar von bergland
    Registriert seit
    02.11.2010
    Ort
    ....
    Beiträge
    398
    Danke
    43
    464 Danke für 171 Beiträge erhalten

  5. #5
    Schießhauer Errungenschaften:
    VeteranCreated Album picturesTagger Second Class50000 ErfahrungspunkteSozial
    Auszeichnungen:
    Posting Award
    Avatar von Bergmönch
    Registriert seit
    18.02.2012
    Ort
    Goslar
    Alter
    56
    Beiträge
    619
    Danke
    1.175
    1.469 Danke für 398 Beiträge erhalten

    Standard

    Zitat Zitat von Susanne-K. Beitrag anzeigen
    Irgendwann, vor längerer Zeit, hatte ich schon einmal in irgendeinem Beitrag auf dieses Video der TU Clausthal hingewiesen.
    Ich denke, die wenigsten sind darauf aufmerksam geworden.
    Da ich mir das Video gerade (wieder einmal) angesehen habe, möchte ich hier auch die Empfehlung aussprechen, sich einfach die 5 Minuten Zeit zu nehmen und virtuell durch den Dom zu Goslar zu flanieren.

    Wenn er in der Realität tatsächlich so aussah, dann haben wir etwas ungeheuer Wertvolles verloren...
    Es sollte uns zu denken geben und uns mit dem jetzt noch vorhandenen architektonischen Erbe unserer Stadt sorgsam umgehen lassen.
    http://video.tu-clausthal.de/film/106.html



    Zitat: "Die folgende Fotomontage stammt von Frank. Den Beitrag dazu finde ich leider nicht mehr."

    Guckst Du hier: http://www.goslarer-geschichten.de/s...ighlight=simon

    Beste Grüße

    Bergmönch
    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Lichtenberg)

  6. #6
    Hauer Errungenschaften:
    Created Album pictures5000 ErfahrungspunkteVeteran
    Avatar von boborit
    Registriert seit
    18.11.2012
    Ort
    Goslar
    Beiträge
    178
    Danke
    329
    536 Danke für 142 Beiträge erhalten

    Standard

    Fand ich heute in einem Schaufenster.
    Die Dom-Vorhalle im Marz 1903!

    Michael
    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	domvorhalle.jpg 
Hits:	167 
Größe:	922,2 KB 
ID:	14423

  7. Danke von:

    Andreas (09.08.2015),Bergmönch (10.08.2015),Eule (16.08.2015),Hanno (10.08.2015),Maria (06.10.2015),thronerbe (05.10.2015)

  8. #7
    Wasserknecht Errungenschaften:
    7 Tage registriert100 Erfahrungspunkte
    Avatar von Otto
    Registriert seit
    10.09.2015
    Beiträge
    8
    Danke
    0
    30 Danke für 8 Beiträge erhalten

    Standard Details der Domvorhalle

    .... mal wieder etwas aus dem Architekturmuseum Berlin
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1-1.JPG 
Hits:	126 
Größe:	222,9 KB 
ID:	14677   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1-2.JPG 
Hits:	70 
Größe:	56,8 KB 
ID:	14678   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1-9.jpg 
Hits:	72 
Größe:	543,8 KB 
ID:	14685   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1-6.JPG 
Hits:	73 
Größe:	164,5 KB 
ID:	14682  

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1-3.JPG 
Hits:	88 
Größe:	131,7 KB 
ID:	14679   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1-7.JPG 
Hits:	91 
Größe:	224,5 KB 
ID:	14683   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1-4.JPG 
Hits:	60 
Größe:	60,8 KB 
ID:	14680   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1-8.JPG 
Hits:	78 
Größe:	252,0 KB 
ID:	14684  

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1-5.JPG 
Hits:	68 
Größe:	137,8 KB 
ID:	14681  
    Geändert von Otto (05.10.2015 um 08:48 Uhr)

  9. Danke von:

    boborit (09.11.2015),Maria (06.10.2015),Speedy (05.10.2015)

  10. #8
    Hauer Errungenschaften:
    Created Album pictures5000 ErfahrungspunkteVeteran
    Avatar von boborit
    Registriert seit
    18.11.2012
    Ort
    Goslar
    Beiträge
    178
    Danke
    329
    536 Danke für 142 Beiträge erhalten

    Standard

    Hallo, rein aus Interesse an unseren historischen Gebäuden/Ruinen habe ich mir einige kleine aber sehr schöne originale Holzstiche von 1881 gegönnt.
    Dargestellt ist hier der um 1050 errichtete Dom zu Goslar der ja leider, bis auf die Vorhalle, 1820 - 1822 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.
    In welche Gebäude sind seine Bestandteile eigentlich verbaut wurden (also, wenn überhaupt)?

    Michael
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	dom stich1.jpg 
Hits:	874 
Größe:	1,26 MB 
ID:	16179  

  11. Danke von:

    Andreas (13.01.2017),kleine (15.03.2017),thronerbe (13.01.2017)

  12. #9
    Administrator Obersteiger Errungenschaften:
    SocialYour first GroupRecommendation Second ClassVeteranOverdrive
    Avatar von Andreas
    Registriert seit
    14.12.2009
    Ort
    Goslar
    Alter
    48
    Beiträge
    2.246
    Danke
    1.901
    2.693 Danke für 826 Beiträge erhalten

    Standard

    Goslar gehörte damals seit 1814 der englischen Provinz Hannover. Die Restaurierung des Doms sollte 20000 Taler kosten die Goslar von Hannover haben wollte.
    Hannover lehnte das aber ab und schlug vor, dass man die "entbehrliche" Frankenberger Kirche abreißen könne und so nicht nur Baumaterial zum ausbessern hätte
    sondern auch gleich das nötige Mobiliar ...
    Glück Auf!
    Andreas

  13. Danke von:

    boborit (13.01.2017),Maria (13.01.2017),Speedy (13.01.2017)

  14. #10
    Hauer Errungenschaften:
    VeteranCreated Album pictures5000 ErfahrungspunkteSozialTagger Second Class
    Avatar von kleine
    Registriert seit
    01.06.2010
    Ort
    jetzt Aachen
    Beiträge
    223
    Danke
    91
    104 Danke für 51 Beiträge erhalten

    Standard Dom und Pfalz - Goslar und Aachen

    Zitat Zitat von Andreas Beitrag anzeigen
    Das ist das, worüber man sich noch in Generationen ärgern wird.
    Der Abriss des Doms.


    1819 Verkauf des baufälligen Doms "auf Abbruch" an einen Goslarer Maurermeister (Baumaterial), Abriss 1820-1822
    Ja.
    In Goslar steht der Dom nicht mehr und in Aachen die Kaiserpfalz.
    Ja, wir hatten auch eine Kaiserpfalz.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aachener_K%C3%B6nigspfalz

    Aber dafür habt ihr in Goslar dort jetzt einen tollen Parkplatz.
    In Aachen, wo der Dom stand, ist jetzt so´n altes Rathaus von 1330
    Mit dem Bau wurde 1330 begonnen, wobei das Gebäude auf den Grundmauern eines verfallenen Palastbaus aus der Karolingerzeit, der Aula regia der Kaiserpfalz, errichtet wurde.
    Quelle:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rathaus_Aachen
    Heimat ist immer noch Sehnsucht nach der Kindheit.
    Heinrich Böll

  15. Danke von:

    boborit (15.03.2017),Hanno (19.03.2017),Sperber (09.11.2017),Strippenzieher (16.03.2017)

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  


Dieses Forum ist komplett werbefrei und wird ausschließlich privat finanziert.

Um auch in Zukunft ohne Werbebanner und nervige Pop-Ups auszukommen,

würden wir uns über eine kleine Spende sehr freuen.