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Thema: Geplante Rückgewinnung von Rohstoffen am Bollrich

  1. #21
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    "Als Stadt hätte ich...."

    Die Stadt Goslar hat im Jahr 1820 ihre letzten Gruben und Rechte am Rammelsberg verkauft. -Gezwungenermaßen, weil sich's die Stadt schon damals nicht mehr leisten konnte, trotz der "Gewinne" die durch die Kosten aufgefressen wurden. Aber dies würde zu weit führen, hier die althergebrachten Eigentums- und Besitzverhältnisse der Stadt und der Landesherren dazulegen, das würde bedeuten, über 1000-jährige Bergbaugeschichte Goslars aufzubröseln.
    Die Preußag als Betreiberin, war nach Schließung des Bergwerkes über alle Maßen froh, dass es Interessenten für die Preußag-Gebäude sowie -Altlasten gab. Seien es die über- und untertägigen Gebäude, seien es die Bergeteiche mit den darin - der Preußag wohlwissentlich bekannten Werten. Die Preußag als Betreiber wusste sehr wohl um die Werte - ebenso um den Preis am Weltmarkt der damals aufzubereitenden Erze, die aber nicht bis ins Allerfeinste verwertet werden konnten auf Grund des Standes der Technik der Mitte der 30er Jahre, sowie die Investitionen für eine mögliche weitere Aufrüstung Aufbereitungsanlage für diese Form der Wertminerale - die damals noch gar keine Verwertung kannten!
    Die Preise am Weltmarkt sind nicht fix, Professorexabyte, weder ein Goldpreis, noch ein Germanium-, Indium- oder sonstwas Preis.
    Die Form der Aufbereitung für die in den Bergeteichen lagernden Wertminerale muss erst einmal erkundet werden. Es gibt in der Rammelsberg-Umgebung keine Aufbereitung mehr. Selbst wenn auch nur noch eine Mahl- oder Flotationseinheit in der Armerzaufbereitung stünde... so hieße dies für die anfallenden Produkte nicht, dass diese Maschinen in der Lage wären, das gesuchte Endprodukt aus den Bergen ausbringen zu können, wie es nützlichen Ertrag am Markt bringen würde. So easy mal einen Bösenwert hinschreiben beziffert keinen Gewinn, den ein Unternehmer oder Betreiber mit dem Wertgut erzielen kann. Davor kommen erst einmal riesige Investitionen für Forschung bis Ausführung. Arbeitsplätze schaffen... für eine gewisse Zeit ein gewisses Kontingent. Nichts, was hunderte von Arbeitsplätzen für zig Jahre gebären würde. Zumal: wo sind die Spezialisten, die die anfallenden Arbeiten ausführen könnten? Wir leben in der Neuzeit, nicht im Mittelalter. Gut ausgebildete Fachkräfte gibt es für die für ein solches Projekt anstehenden Aufgaben nicht wie Sand am Meer... Und ohne spezielles Know how läuft da gar nix. Wo dann die Aufbereitung der Produkte erfolgen kann, mit welchem Equipment aufbereitet werden kann... Woher die fachliche Man-Power (kann auch Woman-Power sein, heute sind Frauen durchaus in dieser einst rein männlichen Domäne nicht mehr unüblich) kommt... die warten nicht unbedingt um die Ecke in Clausthal-Zellerfeld...
    Man darf gespannt sein, was das Projekt hervorbringt. Ich jedenfalls bin da sehr gespannt.
    Und wenn Zink, Kupfer... Gold, Silber möglicherweise einen profitablen Ertrag aus Bergeteichen erwirtschaften lassen, dann schauen wir doch mal auf Grund, Hilfe Gottes, vielleicht tut da sich was... und ebenso wie in Goslar nicht durch die öffentliche Hand, die Stadt oder Samtgemeinde.

    Glück auf, Goslärsche
    Geändert von Goslärsche (30.11.2015 um 14:47 Uhr)

  2. Danke von:

    Andreas (05.01.2017),Speedy (18.11.2015),Strippenzieher (19.11.2015)

  3. #22
    Schießhauer Avatar von Bergmönch
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    An Manpower mangelt es in der Region sicherlich nicht (REWIMET). Auch laufen diverse Forschungsarbeiten. Ob sich die Rückgewinnung letztendlich rechnen wird, bleibt abzuwarten. Was da drinn ist, ist das Eine; ob es auf sinnvolle Art und Weise auch herausgeholt werden kann, das Andere.

    Beste Grüße

    Bergmönch
    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Lichtenberg)

  4. Danke von:

    Maria (19.11.2015),Speedy (18.11.2015)

  5. #23
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    ... genau so ist das!
    Dazu sind zunächst die Probenahmen erforderlich, um eine Übersicht über den Aufwand und die Qualität zu erlangen... Fördergelder, um das Projekt zum laufen zu bringen...
    Ich sehe täglich an unendlich lange währenden Ausschreibungen, wie schwierig es ist, ausgebildete Fachkräfte im Bergbau zu bekommen, die genau den gesuchten Fachbereich bekleiden können! REWIMET bildet meines Wissens die wissenschaftliche Grundlage, Erz-Aufbereitung braucht letztlich nur eine Handvoll, aber sicher erfahrene Erz-Aufbereiter?
    Alles noch Zukunftsmusik. Ein Schritt nach dem anderen!

    Glück auf, Goslärsche
    Geändert von Goslärsche (18.11.2015 um 18:03 Uhr)

  6. Danke von:

    Maria (19.11.2015),Speedy (18.11.2015)

  7. #24
    Gedingeschlepper Avatar von Fundgrübner
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    Moin.
    Hat jemand genauere Angaben über Anzahl und Größe der Absetzbecken? Ich halte die Wertstoffangaben für nicht nachvollziehbar.
    Glück auf!

  8. #25
    Gedingeschlepper Avatar von Fundgrübner
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    Standard Alles nicht schlüssig

    Zitat Zitat von Goslärsche Beitrag anzeigen
    Dazu sind zunächst die Probenahmen erforderlich, um eine Übersicht über den Aufwand und die Qualität zu erlangen... Fördergelder, um das Projekt zum laufen zu bringen...
    Ich sehe täglich an unendlich lange währenden Ausschreibungen, wie schwierig es ist, ausgebildete Fachkräfte im Bergbau zu bekommen, die genau den gesuchten Fachbereich bekleiden können! REWIMET bildet meines Wissens die wissenschaftliche Grundlage, Erz-Aufbereitung braucht letztlich nur eine Handvoll, aber sicher erfahrene Erz-Aufbereiter?
    Alles noch Zukunftsmusik. Ein Schritt nach dem anderen!
    Als Erz-Aufbereiter braucht man hier erfahrene Verfahrenstechniker (*meld*)
    Ich frage mich nur, wie man die "Vorräte" im Vorfeld in Tonnen angeben konnte, wenn man erst jetzt beginnt, ordentliche Proben zu ziehen (und anschließend die geeigneten Verfahren zur Aufbereitung zu konzipieren). Was wurde im Vorfeld gemacht? Vermutlich - Dollarzeichen in den Augen - bierseelig etwas "schöngerechnet". Kommt mir vor wie der alte Hype an der "Großfürstin Alexandra" ...

    Glück auf!

  9. Danke von:

    Maria (19.11.2015),Speedy (19.11.2015),thronerbe (19.11.2015)

  10. #26
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    Die Berge-Tonnage wie auch deren mineralischer Inhalt in den Absetzbecken ist über die Menge an gefördertem Roherz versus Rohstoff über die 50 Jahre flotative Aufbereitung bestimmbar.
    Im Bergbau ist nichts dem Zufall überlassen, was abgebaut und ausgebracht wurde; die Aktenlage gibt die Zahlen der Tonnagen her, welche die Rückschlüsse von Masse:Klasse zulassen. Die Volumina der Gelmke-Becken sind der Zunahme der Berge während der Betriebszeit mehrfach angepasst worden durch Damm-Erhöhungen. Die Zahlen in Bezug gesetzt ergeben die relativ genau berechenbaren Werte.

    Die aktuellen Probennahmen sind nicht die allerersten...

    Der Hype der Großfürstin Alexandra dürfte in keiner Weise vergleichbar sein mit den hier vorliegenden Fakten. Dennoch... verrechnet wurde sich schon bei so manchem Projekt.

    Glück auf, Goslärsche

  11. Danke von:

    Andreas (18.11.2015),Bergmönch (19.11.2015),Maria (19.11.2015),Speedy (19.11.2015),Strippenzieher (19.11.2015),thronerbe (19.11.2015)

  12. #27
    Gedingeschlepper Avatar von Fundgrübner
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    Zitat Zitat von Goslärsche Beitrag anzeigen
    Die Zahlen in Bezug gesetzt ergeben die relativ genau berechenbaren Werte.
    Sorry, bei dieser "Berechnung" kräuseln sich bei mir die Fußnägel hoch. Das klappt nur, wenn aus jedem Hunt, der oben die Hängebank verlassen hat, und aus jeder Rückstandscharge eine repräsentative Probe gezogen worden ist. Das ist nicht möglich.
    Geringe Abweichungen und statistische Mittelwerte (beides fehlerbehaftet) potentieren sich enorm. Anhand einer solchen Massenbilanz Angaben zum Wertstoffgehalt in den Becken zu machen, halte ich für unseriös. Früher nannte man soetwas MIlchmädchenrechnung.
    Bleiben wir realistisch: Das sind extrem grobe Schätzungen (und übertriebene Hoffnungen), aber keine ordentlichen Planungszahlen, die man einem Investor vorlegen kann und mit denen man eine Wirtschaftlichkeitsberechnungen vornehmen darf.

    Hype!

    GA

  13. Danke von:

    Speedy (19.11.2015),thronerbe (19.11.2015)

  14. #28
    Gezäheschlepper Avatar von gestern noch
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    Das würde Goslar für event. Zuwanderer deutlich attraktiver machen. Habe leider die Erfahrung gemacht, dass Goslar kein beliebter Zuwanderungsort ist, selbst bei lukrativen Angeboten aus der heimischen Wirtschaft. Hier sollte man mal ansetzen und versuchen herauszufinden, warum dies so ist. Mir ist man die Antworten schuldig geblieben.

    Bis dahin
    gestern noch

  15. #29
    Gezäheschlepper Avatar von Muggeloma
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    Für Interessierte

    http://www.tu-clausthal.de/presse/na...ails/1940.html

    Einen schönen Tag und
    Viele Grüße
    Muggeloma

  16. Danke von:

    Andreas (25.11.2015),Maria (25.11.2015),Speedy (24.11.2015),Strippenzieher (25.11.2015),thronerbe (24.11.2015)

  17. #30
    Super-Moderator Fahrsteiger Avatar von Harzbiker
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    Andreas und ich haben uns gestern mal die aktuellen Geschehnisse vor Ort angeschaut. Als wir dort aufschlugen, verzogen sich gerade die letzten Medienvertreter mit ihren Kameras und die bekannte Ruhe trat wieder ein. Hier mal ein Blick von der Schutzhütte Ammenthal.
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    Geändert von Harzbiker (28.11.2015 um 09:07 Uhr)
    Gruß Thorsten

  18. Danke von:

    Andreas (30.11.2015)

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