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Thema: Evangelisches Gethsemanekloster. Kloster Riechenberg

  1. #1
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Foto Evangelisches Gethsemanekloster. Kloster Riechenberg

    Aus Wikipedia:


    Geschichte
    Das Kloster mit dem Patrozinium der Gottesmutter Maria wurde 1117 gestiftet. Als Gründer werden Petrus, Subdiakon an St. Simon und Judas, sowie dessen Familie aus dem Goslarer Patriziat genannt, denen die Ländereien gehörten. Statt nach der Benediktsregel, wie ursprünglich vorgesehen, wurde das Kloster bald als Augustiner-Chorherren-Stift geführt. Unter dem bedeutenden Propst Gerhard (um 1126–1150) hatte Riechenberg überregionale Bedeutung. Gerhard war zugleich Propst von St. Georg Goslar und St. Peter und Paul Heiningen. Er reformierte Steterburg und gründete die Pfarrkirche in Hahndorf. Er stand in enger Beziehung zu Kaiser Lothar III. und später zu Heinrich dem Löwen, was dem Kloster Bedeutungs- und Gebietszuwachs verschaffte. Kurz vor seinem Tod 1150 war die bis heute erhaltene Krypta fertiggestellt, 1173 die gesamte Stiftskirche.

    Die folgenden Jahrhunderte waren geprägt von weiterem Besitzzuwachs durch Stiftungen, aber auch von Konkurrenz und Streitigkeiten mit dem benachbarten Goslarer Georgsstift und von Misswirtschaft. 1278 beschädigte ein Brand die Gebäude. 1429 wurde Riechenberg der Windesheimer Reformkongregation angeschlossen, was eine neue wirtschaftliche und kulturelle Blüte bewirkte.

    Als Folge der Hildesheimer Stiftsfehde wurde Riechenberg 1527 wie das Umland braunschweigisch. Herzog Heinrich II. baute die Klosteranlage zur Festung gegen die Reichsstadt Goslar aus und richtete in ihr eine Münzstätte ein.[1] Nach Heinrichs II. Tod wurde Riechenberg 1569 lutherisch. Durch die Wiederherstellung des Hochstifts Hildesheim in den alten Grenzen kam Riechenberg 1643 wieder unter fürstbischöfliche Herrschaft, wurde rekatholisiert und erneut mit Windesheimer Chorherren besiedelt. In den folgenden Jahrzehnten erfolgte die Wiederherstellung der Gebäude und die Barockisierung der Innenausstattung.

    Das Ende des Stifts verbindet sich mit dem Namen des Propstes Wilhelm de la Tour, dessen Amtszeit 1762 begann. Er war zugleich Propst des Goslarer Domstifts. Durch überdimensionierte Bauprojekte und verschwenderisches Hofleben ruinierte er die Finanzen Riechenbergs und überwarf sich gleichzeitig mit dem Konvent der Chorherren. 1774 entkam er den fürstbischöflichen Soldaten, die ihn verhaften sollten, und floh nach Hamburg. Das Kloster ließ er zahlungsunfähig zurück. Es wurde 1794 aufgelöst. Nur vier Chorherren blieben als Pfarrer und Lehrer in Riechenberg. Mit der Säkularisation von 1803 ging das Klostergut in preußischen, nach dem Wiener Kongress 1815 in hannoverschen Besitz über und wurde Teil des Hannoverschen Klosterfonds. Die barocke Kirchenausstattung wurde in die Goslarer Jakobikirche gebracht, die 1803 der katholischen Gemeinde übergeben worden war. 1816 brannte das Propsteigebäude nieder. 1818 wurde die romanische Stiftskirche zur Gewinnung von Baumaterial abgerissen.

    In den 1980er Jahren begann die Klosterkammer, Riechenberg für eine evangelische Bruderschaft und als Ort für Rüstzeiten herzurichten. Die noch vorhandenen Konventsgebäude wurden bewohnbar gemacht, die Reste der Stiftskirche konserviert, die Krypta bestandsschonend restauriert.

    Gebäude
    Die romanische Krypta von Riechenberg zählt zu den schönsten ihrer Art in Norddeutschland. Sie ist eine dreischiffige Hallenkrypta mit reicher figürlicher Steinmetzarbeit an Säulen und Kämpfern.

    Von der ehemaligen Stiftskirche sind Teile der West- und Nordwand, des nördlichen Querhausarms und des Chores erhalten. Die Sakristei ist als Kapelle ausgebaut.
    Glück Auf!
    Andreas

  2. Danke von:

    Andre Immenroth (20.02.2015),Bergmönch (20.02.2015),Hanno (20.02.2015),Luzi (18.02.2015),Maria (18.02.2015),Systemcoach (18.02.2015),zeitzeuge (21.02.2015)

  3. #2
    Schießhauer Avatar von Bergmönch
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    Hier einige Impressionen:



















    Öffnungszeiten

    Mai bis Oktober: nur mit Führung ab Rosenpforte (südliche Klostermauer)
    Dienstag um 15.00 Uhr


    Beste Grüße

    Bergmönch
    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Lichtenberg)

  4. Danke von:

    Andre Immenroth (20.02.2015),Andreas (20.02.2015),Anke (21.02.2015),Eule (20.02.2015),Hanno (20.02.2015),heinrichbarbarossa (21.02.2015),Luzi (21.02.2015),Maria (21.02.2015),Nils (21.02.2015),Riade (31.03.2019),Sperber (08.02.2016),Strippenzieher (21.02.2015),zeitzeuge (21.02.2015),zeitzeugin (22.02.2015)

  5. #3
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Wirklich sehr schöne Aufnahmen

    Mal eine Frage, in welche Kategorie ordnen wir das Thema denn ein, Vorschläge?
    Glück Auf!
    Andreas

  6. Danke von:

    zeitzeuge (21.02.2015),zeitzeugin (22.02.2015)

  7. #4
    Schießhauer Avatar von Maria
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    Vielleicht Klöster um Goslar herum oder so ähnlich.
    Gruß Maria

  8. Danke von:

    zeitzeuge (21.02.2015),zeitzeugin (22.02.2015)

  9. #5
    Hauer Avatar von zeitzeugin
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    Gute Idee, da gibt es doch einige Klöster, wenn auch überwiegend ehemalige: Grauhof, Wöltingerode, und Drübeck ist auch nicht so weit weg.

    Das Gethsemane-Kloster ist ja das jüngste in dieser Reihe überhaupt - und eigentlich nicht so richtig ein Kloster...
    Viele Grüße
    Erika

  10. Danke von:

    Maria (22.02.2015),zeitzeuge (22.02.2015)

  11. #6
    Hauer Avatar von zeitzeuge
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    Gute Idee Klöster um Goslar zum Thema zu machen.
    Hier könnte man sich geschichtlich austoben.

    Zu Riechenberg habe ich persönliche Erinnerungen. Dort bin ich die ersten Jahre meines Lebens aufgewachsen.
    Die ersten Erinnerungen habe ich so ab drei Jahre. Das ist die Zeit von 1948 an. 1950 zog ich nach Jürgen Ohl.
    Mein Opa sowie die Eltern vom Stiefvater lebten ebenfalls in Riechenberg.

    Viele Grüße
    Harald

    Das würde aber in eine andere Sparte gehören. Zum Beispiel : Kindheit und Jugend um Goslar herum.

  12. #7
    Hauer Avatar von zeitzeugin
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    Genau genommen gehören die ehemalige St. Georgkirche auf dem Georgenberg und St. Peter auf dem Petersberg auch dazu.
    Im Mittelalter gab es eine Menge Klöster und klösterliche Vereinigungen in Goslar. In der Stadt und um die Stadt herum.
    Viele Grüße
    Erika

  13. #8
    Schießhauer Avatar von Maria
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    Hinzu kommt noch Bergedorf und das Heilige Grab.
    Maria

  14. #9
    Gedingeschlepper Avatar von Andre Immenroth
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    Und das Brüdernkloster, Frankenberg Kloster und das Nonnenkloster Neuwerk, vielleicht sollte sogar jedes ein eigenes Thema bekommen?

  15. Danke von:

    Bergmönch (15.03.2015)

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