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Thema: Odeon, eine Ära endet

  1. #31
    Schießhauer Avatar von Toni Pepperoni
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    Update 07.02.2017



    Das Odeon bröckelt

    Das Goslarer Gebäudemanagement hat den Gehweg zwischen Odeon-Theater und Tappenstraße abgesperrt; Fußgänger werden gebeten, die andere Straßenseite zu nutzen, Autos dürfen dort nicht mehr parken. Grund sind Fassadenteile, die sich selbstständig machen; die winterliche Witterung hat das Abplatzen von Putzstellen und Mauerwerk begünstigt. Dachdecker sind dabei, die schadhaften Stellen notdürftig zu reparieren; wird der Zustand schlimmer, helfen irgendwann nur noch Netze oder Platten vor dem ehemaligen Theater, mit dessen Verwertung das Gebäudemanagement beauftragt wurde.

    Quelle: GZ-Live


    Gruß Toni

  2. Danke von:

    Andreas (07.02.2017),Bergmönch (08.02.2017),Hanno (08.02.2017),Maria (08.02.2017),märklinist (08.02.2017),Onkel Hotte (08.02.2017),Speedy (08.02.2017),thronerbe (07.02.2017)

  3. #32
    Schießhauer Avatar von Speedy
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    Dann wird es ja nicht mehr all zu lange dauern, bist der Abrißbagger seine Arbeit aufnimmt.
    Die Kosten dafür muß die Stadt übernehmen, damit anschließend ein Investor das Grundstück neu bebauen kann.
    Gruß
    Uwe

  4. #33
    Hauer Avatar von Onkel Hotte
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    Was sind eigentlich die Aufgaben des GGM- Goslarer Gebäudemanagement ? Sind die auch dafür zuständig das sowas wie hier nicht passiert oder werden die erst aktiv wenns zuspät ist und sie dann nach erfolgtem Abriss die Grundstücke verscherbeln können? Grade solche Gebäude brauchen doch regelmäsige Kontrollen, die hier ja wohl über Jahrzehnte nicht erfolgten. Wer ist dafür verantwortlich und wer steht für diese Versäumnisse gerade?

  5. Danke von:

    Andreas (08.02.2017),thronerbe (08.02.2017)

  6. #34
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Die Aussage, der Putz bröckelt ist geradezu untertrieben, das Gebäude geht in den Verfall über, zu retten ist da wohl nicht mehr all zu viel. Statt Flickschusterei zu betreiben sollte man sich das Gebäude genauer anschauen, welche Fassadenteile noch irgendwie zu retten sind, diese entnehmen und einlagern und den Rest abreißen, früher oder später kommt man sowieso nicht drum rum. Die Odeon Ruine ist ein Schandfleck in Bahnhofs- unnd Zentrumsnähe und genau dort kommen ja auch die meisten Touristen vorbei und die werden sich sicherlich ein anderes Bild von Goslar machen. Leider muss man sagen, solche dem Verfall preisgegebene Gebäude laden ja gerne auch Vandalen ein und auch Pyromanen, ich denke, der Tag wird kommen, das irgendwann ein Großaufgebot der FFW Goslar das brennende Odeon löschen muss. Für das Grundstück müsste man eigentlich einen Investor finden.

    In diesem Sinn
    der märklinist

  7. Danke von:

    Andreas (08.02.2017),Onkel Hotte (08.02.2017)

  8. #35
    Schießhauer Avatar von Harzer06
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    Von bröckelndem Putz auf Baufälligkeit zu schließen, halte ich für gewagt. Das heutige Odeon wurde um 1900 erbaut, da ist es völlig normal, daß nach über hundert Jahren der Putz ausgebessert oder auch komplett erneuert werden muß. Ernster könnten da statische Probleme sein, die sich jedoch meiner Beurteilung entziehen.

    G´Auf
    Harzer06

  9. Danke von:

    Andreas (08.02.2017)

  10. #36
    Hauer Avatar von thronerbe
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    Ich bezweifele, dass eine Stadt wie Goslar, es sich auf lange Sicht leisten kann, auf ihr Gesicht und ihr Gedächtnis zu verzichten. Es gibt nun einmal Dinge, die können nicht ausschließlich nach betriebswirtschaftlichen Aspekten beurteilt werden. Das betrifft keinesfalls nur das Odeon. Allerdings verzichtet Goslar mit diesem Gebäude nicht nur auf ein Stück gelungene Architektur an exponierter Stelle, sondern auf ein Haus, dass eng mit dem kulturellen Erbe und den Erinnerungen vieler Bürger verbunden ist. Sicher gibt viele Dinge, die wichtiger sind als der Erhalt dieses Hauses.
    ABER es gibt eben auch viele Dinge die dies nicht sind. Würde der Rat eine Bürgerbeteiligung am Haushalt vorsehen, bin ich überzeugt, dass der grösste Teil der Einwohner so manchen Posten im Haushalt der Stadt zugunsten des Odeons streichen würde. Der Verfall des Odeons ist kein plötzliches Ereignis - es war und ist immer noch, ein Prozess.
    Das Verhalten der Stadt ist mir unverständlich. Zum Erhalt des Odeons lohnt es sich sicherlich, so manche Aktion zu starten. Manchmal ist es ganz hilfreich die Medien an diesem, für mich, Skandal zu beteiligen. Selbst offene Briefe, Leserbriefkampagnen, Informationen über das Netz könnten die Angelegenheit wenigstens in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken.
    Falls jemand eine Idee hat, ich bin bereit eine Domain zu kaufen und die Pflege und redaktionelle Verantwortung zu Übernehmen.

    In diesem Sinne freue ich mich über jeden Vorschlag.


    thronerbe
    Ein Vogel, der in einem Käfig geboren wurde, hält Fliegen für eine Krankheit!

  11. Danke von:

    Andreas (08.02.2017)

  12. #37
    Hauer Avatar von A.C.
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    @Thronerbe: Ist das Kind (Odeon) nicht schon längst in den Brunnen gefallen? Ich meine mich dunkel an diverse Aktionen in den vergangenen Jahren zu erinnern (Demos, Unterschriftenaktionen, etc.). Oder täusche ich mich da? Wurde eine notwendige Sanierung, seitens der Verwaltung, nicht immer wieder mit Unrentabilität abgeschmettert? Ich rechne auf diesbezügliche Anfragen bei der Verwaltung mit Verdunklungstaktiken und Halbwahrheiten.
    Es drängt sich mir der Eindruck auf, dass das Odeon mit Absicht an die Wand gefahren wird, weil Investoren und Interessenten in den Startlöchern sitzen, deren Angebote für die Stadt einfach verlockender sind als in ein marodes Bauwerk zu investieren. Einzig...mir fehlt, wie vielen anderen, der Beweis.
    Geändert von A.C. (08.02.2017 um 14:54 Uhr)


    Ciao Achim

  13. Danke von:

    Andreas (08.02.2017)

  14. #38
    Hauer Avatar von thronerbe
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    Zitat Zitat von A.C. Beitrag anzeigen
    @Thronerbe: Ist das Kind (Odeon) nicht schon längst in den Brunnen gefallen? Ich meine mich dunkel an diverse Aktionen in den vergangenen Jahren zu erinnern (Demos, Unterschriftenaktionen, etc.). Oder täusche ich mich da? Wurde eine notwendige Sanierung, seitens der Verwaltung, nicht immer wieder mit Unrentabilität abgeschmettert? Ich rechne auf diesbezügliche Anfragen bei der Verwaltung mit Verdunklungstaktiken und Halbwahrheiten.
    @A.C.
    Wenn etwas einmal nicht fuktioniert hat, kann man daraus lernen, es beim nächsten Mal anders zu machen. Vielleicht klappt es dann auch nicht, keine Ahnung. Allerdings braucht man für solche Aktionen das Rückrat sich nicht einschüchtern zu lassen. Natürlich wird die Stadt Argumtente für ihre Sicht der Dinge vorbringen. Es liegt am Adressaten, wie er famit umgeht. Ich würde mal nicht davon ausgehen, dass solche Aktionen, ernsthaft in Angriff genommen, ein Spaziergang sind.
    Aber hilft es denn, hier im Forum zu weinen? Dann scheitere ich lieber, aber habe alles in meiner Macht stehende unternommen.
    Scheitern - wieder scheitern - besser scheitern ist eine schöne Metapher. Dass Unterschriftenlisten nix bringen habe ich auch schon an anderer Stelle hier im Forum geschrieben. Aber jammern und beleidigt sein bringt eben auch nicht mehr.
    Ein kleiner Bericht auf NDR 3 regional kann schon einen Stein ins Rollen bringen. Wenn man den Redakteuren mit einer guten Darstellung des Sachverhaltes kommt, sind die Leute immer offen.
    DAS IST ARBEIT. Aber eine Arbeit, von der ich glaube, dass sie es wert ist. Alles andere ist heisse Luft.
    Man muss nur den ersten Schritt machen.

    Grüße

    thronerbe
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  15. Danke von:

    Andreas (08.02.2017)

  16. #39
    Schießhauer Avatar von Toni Pepperoni
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    Danke für diese tolle Fiktion. Ich glaube, das wir in Goslar weiterhin ideen und alternativlos bleiben. Alte Zöpfe werden so schnell nicht abgeschnitten.

    Gruß Toni

  17. Danke von:

    Andreas (09.02.2017)

  18. #40
    Hauer Avatar von thronerbe
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    Schönes Gedankenspiel. Wahrscheinlich wird sich allerdings kaum ein privater Investor finden, der solch ein Risiko alleine tragen will. Allerdings sollte man der Stadt erwarten dürfen ein Nutzungskonzept aufzustellen, das Gebäude zu sanieren, einen Pächter zu finden, oder mehrere, falls das Gebäude aufgeteilt wird, und den oder die Pächter mit kommunalen Veranstaltungen, kleinen Tagungen oder der Geburtstagsfeier vom OB unter die Arme zu greifen.
    Es geht in erster Linie um ein Konzept und nicht einfach nur Abriss oder Erhalt. Das zu prüfen, einschließlich einer Bürgerbeteiligung sollte doch nicht so schwer sein. Sogar über die Ausgabe von Anteilsscheinen kann nachgedacht werden.
    Auch einer gemischten Nutzung, Kultur und Kommerz, steht nichts im Wege.
    Aber es muss getan werden. Darunter verstehe ich allerdings auch nicht, ein Gefälligkeitsgutachten für 1,5 Millionen Euro in Auftrag zu geben, hinter dem man sich dann verstecken kann. Solche Sachen müssen allerdings in Gang gebracht werden.

    Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass es nicht weiterhilft traurig zu sein. Wenn solche Dinge nicht mit juristischen Mitteln durchzusetzen sind, hilft nur, Druck durch die öffentliche Meinung auszuüben. Da sich hier im Forum bereits Leute gefunden haben, die den Abriss ablehnen, weiss ich allerdings nicht, woran es scheitert, den Kreis über Social Media Plattformen und einen Blog zu pimpen. Wer hat denn dabei etwas zu verlieren?
    Alles was benötigt wird, ist bereits da. Mit nur ca. 3 Leuten kann das Ganze gesteuert werden. Einer davon ist schon da.


    Denkt einmal darüber nach. Wenn das Gebäude platt ist, zu sagen: "Das habe ich doch gleich gesagt" ist ziemlich einfach. Besonders für die Stadt.

    Grüße

    thronerbe
    Geändert von thronerbe (09.02.2017 um 08:30 Uhr)
    Ein Vogel, der in einem Käfig geboren wurde, hält Fliegen für eine Krankheit!

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