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Thema: Gewerbegebiet Fliegerhorst West

  1. #1
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    Avatar von Fr34kadelle
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    Foto Gewerbegebiet Fliegerhorst West


    Wie die GZ berichtet kauft die Bornemann AG (Ein führender Spezialist für GPS-Ortungssysteme für Fahrzeuge, Tiere, etc.) direkt drei Gebäude.
    Das Unternehmen war schon vorher in Goslar angesiedelt, hat jedoch in den alten Räumen zu wenig Platz. Gekauft haben sie die Hauptwache Marienburger Straße, das dahinterliegende Verwaltungsgebäude und den angrenzenden Hangar.
    Der Kaufvertrag ist bereits unterschrieben. Der Preis bleibt wohl geheim.
    Die Marketingleiterin Ivy Bauer sagt, dass an den denkmalgeschützten Gebäuden keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden ,,um den Charme und den Charakter der Gebäude zu erhalten".
    Zwei bis drei andere Interessenten sind laut BLB noch dabei, Käufe auf dem Gelände anzustreben. Derweil ist aber noch der Kampfmittelräumdienst unterwegs. In den letzten Tagen wurden schließlich noch zwei Handgranaten (scharf) und Flugzeugmunition gefunden.
    Der Artikel der GZ ist leider ein Plus-Artikel, daher hier der Link.

  2. Danke von:

    Turmfalke (02.03.2017)

  3. #2
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    Avatar von Toni Pepperoni
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    Und unser OB nimmt seine " Futterluke " auch ziemlich voll - wie immer.

    Zitat von OB Junk auf Twitter " Freue mich auf die Dummschwätzerkommentare, die mir immer erklärt haben, dass die Fliegerhorst-Entwicklung nicht funktioniert "



    Hier der Link

    Gruß Toni
    Geändert von Toni Pepperoni (05.03.2017 um 19:25 Uhr)

  4. Danke von:

    Andreas (06.03.2017),thronerbe (06.03.2017)

  5. #3
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    Aktualisierung.
    Das Heizwerk wurde abgerissen. Bei einer Umrundung des Geländes waren heute nur noch Grundmauern und Kellerwände übrig. Dafür tummelte sich ein Bagger auf dem Gelände.

    G´Auf
    Harzer06

    Als Nachtrag ein paar Bilder vom Abriß des Heizwerkes und einer (bereits baufälligen) Baracke am Sportplatz.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    G´Auf
    Harzer06

  6. Danke von:

    Andreas (25.04.2017),DapperDrake (02.05.2017),dfdd (06.05.2017),Turmfalke (10.05.2017)

  7. #4
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    Update 28.03.2017



    Duo sichert sich Mega-Halle

    Der nächste dicke Brocken auf dem Fliegerhorst-Gelände ist verkauft. Heiko Rataj und Carsten Czoske haben die größte Fliegerhalle auf dem Areal gekauft. Laut Folkert Bruns vom Projektentwickler BLB umfasst das gekaufte Gelände rund 18000 Quadratmeter, die Halle selbst komme auf ungefähr 5000. Das Duo Rataj/Czoske betreibt bereits das Integrationszentrum an der Clausthaler Straße zusammen und will nun auch im Bereich Veranstaltungen ein großes gemeinsames Projekt starten. Wie genau das aussieht, wird laut Czoske in den kommenden Monaten geklärt.

    Quelle: GZ-Live

    Gruß Toni

  8. Danke von:

    Andreas (29.03.2017),DapperDrake (02.05.2017),Luzi (18.06.2017),Maria (30.03.2017),Speedy (29.03.2017),Sperber (28.03.2017),thronerbe (29.03.2017),Turmfalke (10.05.2017)

  9. #5
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    Blaulicht Gewerbegebiet Fliegerhorst

    Update 31.10.2017

    Fliegerhorst: Verein möchte Straßen nach KZ-Opfern benennen

    Goslar. Im Bereich Fliegerhorst soll es nun bald vorangehen. Ein neues Quartier soll entstehen und neuen Wohnraum erschließen. Wenn es nach dem Geschichtsverein "Spurensuche Harzregion" geht, dann soll dabei aber nicht die Vergangenheit vergessen werden. Der Verein schlägt vor, Straßennamen nach Opfern der NS-Zeit zu benennen.

    Der Verein Spurensuche Harzregion e.V. schreibt dazu:

    Ehrung für Walter Krämer in Siegen – wann endlich auch in Goslar?

    „Im November 2017 wird Walter Krämer in seiner Heimatstadt Siegen mit einer Briefmarke geehrt – und was geschieht in Goslar, wo er ermordet wurde?
    Am 6. November 2017 jährt sich der Goslarer Doppelmord an zwei einstmals bekannten niedersächsischen KZ-Opfern zum 76. Mal. Ihr politischer Werdegang war typisch für die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aus der Arbeiterbewegung stammend, nahmen sie zunächst mit patriotischer Begeisterung am 1. Weltkrieg teil – Walter Krämer als Matrose, Karl Peix als Soldat. Durch die Weltkriegserfahrung in ihren Anschauungen geprägt wurden sie zu Widerständlern der ersten Stunde und beteiligt sich an den revolutionären Auseinandersetzungen nach dem Krieg. Schließlich stiegen sie in der KPD auf und wurden Abgeordnete im Provinziallandtag Hannover, der mit dem heutigen Niedersächsischen Landtag vergleichbar ist.

    Krämer wurde gleich nach der Machtübertragung an Hitler verhaftet, Peix war noch einige Monate an der Organisierung des Widerstandes aus der Illegalität beteiligt. Im KZ Buchenwald trafen sich die beiden wieder und gehörten zur Widerstandszelle im Krankenbau, die für etliche KZ-Häftlinge die Überlebenschance verbesserte. Ihr Wissen um die Korruption im Lager und vor allem die Syphilis-Erkrankung des Lagerführers Koch ließ die beiden zu unliebsamen Zeugen werden. Auf Befehl Kochs wurden sie ins Goslarer „Fliegerhorst-KZ“ geschickt, das Buchenwalder KZ-Außenkommando Goslar, dessen Insassen Zwangsarbeit im Bereich des Fliegerhorstes Goslar verrichten mussten. Dort wurden sie am 6. November 1941 ermordet. Ihre Leichen wurden nach Zeitzeugenaussagen noch am gleichen Tag ins KZ Buchenwald gebracht und dort im Krematorium verbrannt.“
    Mord im und am Fliegerhorst Goslar

    „Karl Peix wurde auf dem Gelände des Fliegerhorstes Goslar erschossen, Krämer nahe der Sandgrube Hahndorf am nördlichen Försterberg. Es gibt einen Zeugenbericht von Otto Storch, Häftling im Außenkommando Goslar, von 1946, der Auskunft über die Morde an Krämer und Peix gibt: „Bei Walter Krämer hat sich das Verbrechen folgendermaßen abgespielt: 3 Häftlinge marschierten mit 2 Posten in die etwa eine Stunde vom Lager abgelegene Kiesgrube. Dort befand sich eine kleine Holzbude, in der in der Regel das Essen eingenommen wurde. Bisher war es nicht üblich, frühmorgens, nachdem die Häftlinge dort angekommen waren, Wasser zu holen. An diesem Tage mussten die 2 anderen Häftlinge in dieser Unterkunft bleiben. Sie wurden von den Posten bewacht. Walter Krämer musste einen Eimer nehmen, um von der in der Nähe liegenden Quelle Wasser zu holen. Ich bin überzeugt, dass er völlig ahnungslos war. Der 2. Posten ging hinter ihm her. Nachdem sie die Baubude verlassen hatten, fielen kurz hintereinander zwei Schüsse. Die beiden anderen Kameraden wollten nachsehen, wurden aber von dem Posten daran gehindert.“ … „Karl Peix wurde aus dem Kartoffelkeller von dem obengenannten Österreicher herausgeholt, angeblich um Werkzeug zu sammeln. Man hatte außerhalb der Baustellen im Fliegerhorst einige Schaufeln und Hacken hingelegt, und zwar an einem ziemlich einsam gelegenen Ort. Peix ging mit seinem Mörder, um dieses Werkzeug zu holen. Als er sich nach einer Schaufel bückte, bekam er die tödlichen Schüsse.“

    Krämer wurde im Jahr 2000 posthum durch den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ für die Rettung von Juden durch die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem geehrt. Im Gegensatz dazu findet der Name Karl Peix in der Geschichtsschreibung kaum Erwähnung – selbst die eigenen Genossen ließen ihn dem Vergessen anheimfallen. Er war homosexuell und eignete sich nicht für eine Legendenbildung.

    Am 20. Oktober 1944 starb der dänische Arzt Henry Jens SØrensen im Alter von 46 Jahren im Außenlager Goslar des KZ Neuengamme, das dem SS-Lager Hahndorf angeschlossen war. Über seine Todesursache liegen keine detaillierten Informationen vor. Er liegt im Sammelgrab auf dem Friedhof Hahndorf.

    Es ist nunmehr an der Zeit, dass diese drei in Goslar zu Tode gebrachten NS-Opfer würdig geehrt werden. Angebracht ist die Benennung von drei Straßen im neuen Goslarer Stadtteil Fliegerhorst – denn er steht im räumlichen und sachlichen Zusammenhang mit den KZ, in denen sie litten und mittels derer sie umgebracht wurden.“

    Quelle:rgheute

    Gruß Toni

  10. Danke von:

    Andre Immenroth (31.10.2017)

  11. #6
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    Moin!

    Zitat Zitat von Toni Pepperoni Beitrag anzeigen
    Wenn es nach dem Geschichtsverein "Spurensuche Harzregion" geht, dann soll dabei aber nicht die Vergangenheit vergessen werden. Der Verein schlägt vor, Straßennamen nach Opfern der NS-Zeit zu benennen.
    Mal abgesehen davon, dass es auch als Verhöhnung der Opfer aufgefasst werden kann, ausgerechnet Straßen auf ehemaligem NS-Militärgelände nach NS-Opfern zu benennen, benennt man Straßen üblicherweise nach Töchtern und Söhnen der Stadt, die sich um sie verdient gemacht haben oder es zu Berühmtheit brachten. Im Falle von Walter Krämer wäre also eher eine Straße in Siegen nach ihm zu benennen. In Goslar wäre vielleicht ein "Sigmar-Gabriel-Weg" angebrachter - die Berühmtheit muss für diese Ehrung ja nicht zwingend bereits verstorben sein.

    Meiner Ansicht nach wird bereits genug gegen das Vergessen der NS-Verbrechen getan, wenngleich ich die Vergabe Goslarer Straßennamen eher leidenschaftslos betrachte. Einfach jedes Goslarer Opfer des Nationalsozialismus mit einer nach ihm benannten Straße ehren zu wollen, führt allerdings zu weit. Zudem finde ich Straßennamen, die auf die (ehemalige) Nutzung, Bepflanzung oder Lage hinweisen, viel schöner, als solche, die nach Personen benannt sind. Fliegerhorstbreite, An der Hauptwache, Ahornallee oder Brunnenkamp beispielsweise.

    Viele Grüße,

    Gunther

  12. #7
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    Straßen nach Personen zu benennen ist m.E. immer eine heikle Sache, da sich die Beurteilung von Menschen je nach herrschender Regierungsform und -ausrichtung jederzeit ändern kann. Bei den alten Meistern aus Kunst, Kultur, Medizin etc. ist das sicherlich weniger kritisch. Aber Krämer und Peix waren zwar Verfolgte des NS-Regimes, aber eben auch aktive Kommunisten, eventuell mit Beteiligung an den gewalttätigen Exzessen nach dem 1. WK. Ob sie damit mustergültige Aushängeschilder für unsere heutige Staatsordnung sind? Das soll ihre Verfolgung keinesfalls verharmlosen! Aber für eine Namensgebung kann das nicht das einzige Merkmal sein.

    Zum "Sigmar-Gabriel-Weg". Mir fällt spontan keine Straße in Goslar ein, die nach einer zu dem Zeitpunkt noch lebenden Person benannt wurde. Selbst bei der Charley-Jacob-Straße geschah das erst neun Jahre nach dem Tode.

    G´Auf
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  13. #8
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    Moin!

    Zitat Zitat von Harzer06 Beitrag anzeigen
    Zum "Sigmar-Gabriel-Weg".
    Der war nicht ganz ernst gemeint

    Liebe Grüße,

    Gunther

  14. #9
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    Das war mir schon klar. War auch nur der Aufhänger für den Satz.

    G´Auf
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  15. #10
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    Update 18.11.2017

    Goslar.

    Die Benennung der Straßennamen des ehemaligen Fliegerhorstgeländes beschäftigt die Ratsparteien seit Anbeginn der Planungen für das neue Wohngebiet. Nun liegt ein Beschlussvorschlag des Fachdiensts Stadtplanung zur Beratung in den Fachausschüssen vor. Ausgangspunkt war die Bitte der Verwaltung an die Ratsgremien, Vorschläge für Straßennamen zu sammeln. Doch naht nun der Zeitpunkt der Entscheidung, ohne Straßenname keine Freischaltung der Telekomleitungen erfolgt. Die Verwaltung schlägt fünf Straßennamen vor: „Im Fliegerhorst“, „Sachsenhai“, „Mittelkamp“, „Am Keil“ und „Franzosenhai“.

    Die Verwaltung begründet ihre Auswahl: „Mit diesem Vorschlag wird Bezug genommen auf historische Gemarkungsnamen in der Hoffnung, dass sich hierdurch ein örtlicher Bezug beziehungsweise ein Heimatbezug herstellen lässt. Darüber hinaus handelt es sich um eine Ergänzung der bereits vergebenen Straßennamen im Wohnquartier „Am Brunnenkamp“.“

    Auf die Gemarkungsnamen „Schäferhof“ und „Hasenwinkel“ habe man jedoch nicht aufgreifen können, da diese bereits im Stadtgebiet vergeben seien. Mit „Feddelwiese“ nennt die Verwaltung noch einen weiteren Alternativ-Vorschlag.


    Quelle rgheute

  16. Danke von:

    Andreas (19.11.2017),bergland (19.11.2017),Bergmönch (18.11.2017),Harzer06 (19.11.2017)

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