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Thema: Abriss des Offizierskasinos

  1. #1
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    Blaulicht Abriss des Offizierskasinos

    Am 04.12.16 stand in der GZ, dass die Klosterkammer den Abriss der Offiziersheims geradezu vehement verteidigt. Mit Argumenten, die für mich bei den haaren herbei gezogen sind. Man hätte lange nach einem Investor gesucht und die, die sich gefunden hätten, hatten alle unrealisierbare Konzepte vorgelegt. Woher weiß denn die Klosterkammer was realisierbar ist und was nicht?

    Die haarsträubendste Aussage kam von Dr. Matthias Nagel: 50 bis 60% der Baugrundstücke wären bereits vorgemerkt und Interessenten würden fragen wann das Casino denn abgerissen wird. Hier wird es so dargestellt als sei das Casino ein Schandfleck. Dem ist aber nicht so, das Gebäude ist in keinem Schlechten Zustand und würde das Baugebiet aus der Retorte eher auflockern und aufwerten.

    Der Klosterkammer geht es einzig darum die nach dem Abriss entstehenden 4 Grundstücke zu vermarkten. War es nicht so, dass die Klosterkammer das ganze Areal "geschenkt" bekommen hat? Also könnte man das Casion doch auch weiter verschenken, da es aber ausschließlich um Profit geht, verlangt man vermutlich astronomische Preise für das Casino - so kann man potenzielle Investoren auch vergraulen und den Abriss rechtfertigen.


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    Glück Auf!
    Andreas

  2. Danke von:

    Bergmönch (09.12.2016),Harzer06 (09.12.2016),Maria (09.12.2016),märklinist (07.02.2017),Speedy (08.12.2016),thronerbe (08.12.2016),Toni Pepperoni (08.12.2016),Turmfalke (14.01.2017)

  3. #2
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    Avatar von Andreas
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    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

    http://www.goslar.sitzung-online.de/...p?VOLFDNR=3983

    Die städtische Denkmalpflege ist für Maßnahmen am Offizierskasino aufgrund der spezifischen Eigentumsverhältnisse vor und nach dem Verkauf des Gebäudes nicht zuständig. Da sich das Objekt zunächst in Bundeseigentum befand und perspektivisch auf die Klosterkammer Hannover übergehen sollte, ist das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege gemäß § 10, Abs. 5 zuständige Behörde in Denkmalfragen
    Unzähligen Hauseigentümern in der Altstadt darf die städtische Denkmalpflege aber schon auf die Nerven gehen. Beispiel Fensterstreit ...
    Glück Auf!
    Andreas

  4. Danke von:

    Bergmönch (09.12.2016),Maria (09.12.2016),Onkel Hotte (08.12.2016),Speedy (08.12.2016),Toni Pepperoni (08.12.2016)

  5. #3
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    Hallo,

    das ist sicherlich nicht einleuchtend, wird aber formaljuristisch korrekt dargestellt.
    Behörden haben sich an juristische Vorgaben zu halten und nicht die Gesetze nach eigenem Ermessen auszulegen.
    Das würde eine Klageflut immensen Ausmaßes zur Folge haben.

    Viele Grüße

    thronerbe
    Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt (Medien), die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

  6. Danke von:

    Speedy (08.12.2016)

  7. #4
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    Sehr merkwürdig. Das Heim ist nicht so baufällig dass es abgerissen werden muß, das weiß und sieht wohl jeder. Es geht nur um die freiwerdenden Grundstücke auf die dann wahrscheinlich wieder rentable Eigentumswohnungen in bester Lage gebaut werden. Ich erwarte als nächste Schritte wie üblich Absprerren , Absichern und Abstützen (um die Baufälligkeit und die Gefahr die von Gebäude ausgeht vorzugaukeln) und dann den Abriss.

  8. Danke von:

    Andreas (12.01.2017),Bergmönch (09.12.2016),Speedy (08.12.2016),Turmfalke (14.01.2017)

  9. #5
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    Ganz klare Sache. An die ZUSTÄNDIGE Denkmalbehörde wenden, und als (ja das Wort ist nicht korrekt) als Bevölkerung ein Bürgerbegehren für den Erhalt einreichen, um damit Kund zu tun, dass das Kasino nicht jedem egal ist. So könnten die nämlich argumentieren.

  10. #6
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    Zitat Zitat von Professorexabyte Beitrag anzeigen
    Ganz klare Sache. An die ZUSTÄNDIGE Denkmalbehörde wenden, und als (ja das Wort ist nicht korrekt) als Bevölkerung ein Bürgerbegehren für den Erhalt einreichen, um damit Kund zu tun, dass das Kasino nicht jedem egal ist. So könnten die nämlich argumentieren.
    Ich bin da vielleicht im Irrtum, glaube aber, dass ein Bürgerbehren auf kommunale Gebietskörperschaften beschränkt ist.
    Dazu zählt das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege allerdings nicht.
    Das würde dann ein Volksbegehren erfordern. Das würde vermutlich schon daran scheitern, dass niemand für ein Einzelgebäude die Arbeit und Kosten übernehmen möchte. Das bedarf dann schon der Unterstützung von Verbänden oder Parteien/BI.
    Das schreibe ich allerdings unter Vorbehalt. Ich bin kein Profi in diesen Dingen.

    Viele Grüße

    thronerbe
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  11. #7
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    So, ich verbreite das mal hier. Ich glaube das sollten wir möglichst unterschreiben.
    Maria


    Geschichtsverein Goslar e. V., Glockengießer Straße 65, 38640 Goslar, 05321 / 51 81 03, kontakt@geschichtsvereingoslar.de

    P r e s s e i n f o r m a t i o n

    Unterschriftensammlung zum Erhalt des Goslarer Offizierscasinos gestartet – „Werte bewahren – Identität stiften“

    Ein Bündnis unterschiedlicher Gruppierungen startet eine Unterschriftensammlung zur Erhaltung des Offizierscasinos auf dem Fliegerhorst in Goslar. Angestoßen von der SPD-Abteilung Nord/Goslar schließen sich die Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, der Verein Spurensuche in der Harzregion, der Stadtteilverein Jürgenohl/Kramerswinkel und der Geschichtsverein Goslar zusammen, um über die bisherigen Aktivitäten hinaus vielen Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Haltung zu äußern.

    Der Protest ist dringend erforderlich: Offenbar hat die Klosterkammer Hannover bereits Unternehmen aufgefordert, Angebote zum Abbruch bis Mitte Februar abzugeben. Die Klosterkammer behauptet, das Gebäude sei baufällig und nennt Sanierungskosten von bis zu 5 Mio. Euro – eine Summe, die nach Ansicht des Vorsitzenden des Geschichtsvereins Günter Piegsa, selbst Architekt, aus der Luft gegriffen ist.

    Nach wie vor verfolgt die Klosterkammer Hannover („Werte bewahren – Identität stiften“) den Abbruch des Offizierscasinos. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, das das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege als Einzeldenkmal innerhalb eines Gesamtensembles von Denkmalen einstuft. Es ist ein herausragendes Zeugnis der Garnisonsgeschichte der Stadt Goslar und von baukünstlerischer Bedeutung. Errichtet unter den Nationalsozialisten, wurde es jahrzehntelang auch durch die Bundeswehr genutzt. Nachnutzungen sind denkbar: als Begegnungsstätte für Jürgenohl, als Kindertagesstätte, Seniorenresidenz, Gaststätte, Bürogebäude u.a.m. Doch daran hat die Klosterkammer kein Interesse: Angeblich fand sich bisher kein Nutzer. Tatsächlich wurden Nutzer abgeschreckt.

    Während bei „normalen“ Eigentümern von Denkmalen hohe Bauunterhaltungsausgaben durch die Denkmalpflege verursacht werden, will die Klosterkammer sich der Unterhaltung entziehen. Obwohl sie das Gebäude für weniger als einen Euro quasi geschenkt bekam, will sie eine Gesetzeslücke für sich ausnutzen und sich entgegen der ansonsten üblichen Denkmalpraxis den Abbruch selber genehmigen. Offenbar will die Klosterkammer vollendete Tatsachen schaffen.

    Für den Erhalt des Casinos als wichtiges Zeugnis der Geschichte Jürgenohls und der Stadt Goslar, für dessen Umnutzung, für die Einhaltung der Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes und gegen eine Ungleichbehandlung von Denkmaleigentümern sollen die Unterschriften gesammelt werden. Die Listen liegen aus beim Reisebüro Eine am Markt in Jürgenohl und in der dortigen Bürgerbücherei Robert-Koch-Straße. In der Altstadt kann unterschrieben werden beim Herrenausstatter Helmbrecht (Schuhhof), in der Bäckerei Bachmann (Breite Straße) und in den Buchhandlungen Bücherbär (Schilderstraße) und Tippach (Petersilienstraße). Unterschriften können auch bei den Trägern der Aktion und in deren Veranstaltungen abgegeben werden.

    Damit das weithin unbekannte Gebäude, das wie der gesamte ehemalige Fliegerhorst von einem hohen Zaun abgeschirmt ist und bisher nur zu bestimmten Anlässen zugänglich war, einem größeren Kreis bekannt wird, haben die Mitglieder des Bündnisses ein Faltblatt zusammengestellt. Es enthält Grundriss und Ansichten, alte und neue Fotografien, die das Casino außen und innen zeigen und eine Beschreibung des Gebäudes und seiner Geschichte. „Diese Terra incognita muss endlich ans Licht geholt werden“, so Dr. Friedhart Knolle, durchaus doppeldeutig, für den Verein Spurensuche Harzregion. Auch weist er darauf hin, dass die Klosterkammer Hannover in der NS-Zeit bereits einmal für das gesamte Gelände des Fliegerhorstes entschädigt worden war und es nun von der Bundesrepublik Deutschland für einen Euro zurückerwarb, um am hier entstehenden Baugebiet erneut zu verdienen, so Dr. Knolle.

  12. Danke von:

    Andreas (09.01.2017),Bergmönch (09.01.2017),Onkel Hotte (07.02.2017),Turmfalke (14.01.2017)

  13. #8
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    Avatar von Harzer06
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    "Auch weist er darauf hin, dass die Klosterkammer Hannover in der NS-Zeit bereits einmal für das gesamte Gelände des Fliegerhorstes entschädigt worden war und es nun von der Bundesrepublik Deutschland für einen Euro zurückerwarb, um am hier entstehenden Baugebiet erneut zu verdienen, so Dr. Knolle. "

    War das eine echte Entschädigung oder nur symbolisch wie häufig bei jüdischen Besitzern?

  14. Danke von:

    Andreas (09.01.2017),Bergmönch (09.01.2017),Turmfalke (14.01.2017)

  15. #9
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    Ist jemandem im Forum bekannt, ob man die Unterschriftenaktion zum Erhalt des Kasinos online unterstützen/zeichnen kann ?

  16. #10
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    Selbst wenn es so etwas gäbe, hätte es wenig Sinn. Unterschriftenaktionen sind das Letzte, mit dem je in Deutschland etwas erreicht wurde. Da hilft auch keine Sitzblockade oder Anketten. Wenn Du was erreichen willst, hilft es nur, Fehler in irgendwelchen Genehmigungsverfahren ausfindig zu machen und zu klagen.
    Das ist allerdings anstrengender als eine Unterschrift. Aus diesem Grund sehen die "Angeklagten" solcher Aktionen nichts lieber als Leute, die wirkungsloses Zeug unterschreiben. Davon geht nämlich keine Gefahr aus.

    Grüße

    thronerbe
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