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Thema: Abriss des Offizierskasinos

  1. #71
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    Am 13. Mai war ich auf Stippvisite mal kurz in Goslar und meine Begleitung wollte mir mal zeigen, was man dort angerichtet hat, wo mal die Kasernen des Lufwaffenausbildungsregimentes 5 standen. Ich muss sagen, ich war entsetzt, ich bin der Überzeugung, das man doch sicherlich einige Gebäude hätte erhalten können, sanieren, bzw. günstigen Wohnraum daraus hätte gemacht. Und schlimmer noch, was man da an Bäumen schon gefällt und möglicher Weise wohl noch fällen wird. In Goslar habe ich das Gefühl, das Grün wohl lästig wird, weil es Kosten verursacht, wie (Laubbeseitigung im Herbst), beschneiden der Bäume wenn sich nicht "unter Saft stehen" und so manchem stehen sie wohl im Weg und wirkend störend.
    Auch ich konnte es mir nicht verkneifen, mal eine Aufnahme zu machen, wie es dort von der Lilienthalstraße aus jetzt ausschaut.

    Gruß aus BS
    der märklinist
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    Andreas (18.05.2017)

  3. #72
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    Langsam solltest du dich damit abfinden, das es auf dem Gelände nur um Geld geht.
    Günstiger Wohnraum und alte Gebäude sanieren passen halt nicht in das Konzept.
    Auch ich finde das nicht schön, aber so ist es nun mal.
    Gruß
    Uwe

  4. Danke von:

    Hobo (18.05.2017)

  5. #73
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    Wer überlässt denn einem Investor Geld, wenn nicht in der Hoffnung auf eine gute Rendite einzufahren. Niemand kritisiert die Bank, bei der sein Geld ein wenig mehr Zinsen oder Erträge bringt wegen ihrer unsozialen Geldanlagen.
    Diese Diskussion über die Moral des Kapitalinvestes kann ich nicht nachvollziehen.
    Einem Sparer zu erklären, dass sein Geld leider zu einem Teil futsch ist, man aber hochmoralisch gehandelt habe, funzt nur einmal und ist auch nicht sein Aufgabe.

    Hobo

  6. Danke von:

    Speedy (19.05.2017)

  7. #74
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    Avatar von Goslärsche
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    Alte Gebäude sanieren: auf ein paar alte Gebäude trifft dies wohl zu (oder sollte es wohl zutreffen...). Es hatte sich jemand in meinem engen Umfeld mit spitzem Bleistift um eines der alten Gebäude zu kaufen bemüht... Kaufpreis und Sanierung machte eine horrende Summe aus. Fazit: Neubau wird preiswerter.
    Zum anderen: Ob die Gesellschaft tatsächlich neue Bauherren in alten Gebäuden haben möchte oder doch lukrativer das Abriss-Konzept durchsetzen will über völlig exorbitante Verkaufs-Preise, bleibt für mich im Dunkeln. Scheint allerdings so.
    Die Klosterkammer macht grandiose Einnahmen für die Erbpacht - ein sicheres Geschäft für die Heiligkeit

    Gruß Goslärsche

  8. Danke von:

    Andreas (19.05.2017),Speedy (19.05.2017),Toni Pepperoni (19.05.2017),Turmfalke (28.08.2017)

  9. #75
    Hauer Errungenschaften:
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    Avatar von Harzer06
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    Genau betrachtet halten sich die Eingriffe in den Gebäudebestand bislang in sehr engen Grenzen. Geschätzt >90% des ursprünglichen Bestandes sind noch da, wobei das Kasino der einzige wirkliche Verlust ist. Über die anderen Objekte ist einfach die Zeit hinweggegangen. Eine schon zur aktiven Kasernenbetriebszeit stillgelegte Küche, ein veraltetes Heizwerk, eine Halle von vielen.

    Das Schimpfen auf die Klosterkammer ist m.E. eine differenziert zu sehende Sache. Zum einen tritt sie gegenüber ihren Pächtern wohl recht moderat auf, zum anderen muß sie aber auch Geld erwirtschaften um viele uns liebgewordene Dinge zu erhalten, wie z.B. die alten Kirchen in den Städten. Man stelle sich einmal vor, eine der großen Altstadtkirchen Goslars bräuchte eine millionenschwere Gebäudesanierung. Nur aus dem Kirchensteueranteil der Gemeindemitglieder und den Pfennigen aus dem Klingelbeutel wäre das nicht zu finanzieren. Neben dem Denkmalsschutz springt da eben auch die Klosterkammer mit ein.

    G´Auf
    Harzer06

  10. Danke von:

    Hobo (31.05.2017)

  11. #76
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    Avatar von Toni Pepperoni
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    Dankesworte


    Am Brunnenkamp können die Häuslebauer loslegen: Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und Hans-Christian Biallas als Präsident der Klosterkammer Hannover sprechen Dank- und Grußworte im früheren Fliegerhorst. Viele Käufer und Erbpachtnehmer sind zur Feierstunde gekommen.

    Klosterkammer und Liemak geben heute den offiziellen Startschuss für das Wohnbaugebiet "Am Brunnenkamp". Rund drei Viertel der 58 Grundstücke auf dem Areal des früheren Fliegerhorstes sind bereits veräußert oder reserviert.

    Quelle:GZ



    Update:


    Goslar. Die Klosterkammer Hannover und ihr Tochterunternehmen, die LIEMAK Immobilien GmbH, haben am heutigen Mittwoch das neue Baugebiet „Am Brunnenkamp“ im nordöstlichen Stadtgebiet Goslars eingeweiht. Geladene Gäste waren Vertreter der Stadt Goslar, zukünftige Hausbesitzer sowie Firmen, die an der Erschließung mitgewirkt haben.
    „Die Klosterkammer ist mit Goslar eng verbunden, hier liegen drei unserer Klöster und wir glauben an diesen Standort. Deshalb haben wir entgegen aller Unkenrufe eine Investitionssumme von rund drei Millionen Euro in die Hand genommen“, unterstrich Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas bei der offiziellen Eröffnung zum Baubeginn. Die Erschließung durch die Stadt Goslar ist weitgehend abgeschlossen. Die Kosten dafür tragen die Klosterkammer Hannover und die LIEMAK Immobilien GmbH als Eigentümerinnen.
    „Wir freuen uns über die positive Resonanz zum Baugebiet sowie das große Interesse an den Bauplätzen. Wir rechnen damit, dass wir demnächst die ersten Häuser ,wachsen‘ sehen“, ergänzte Eva Götting, für Goslar zuständige Dezernentin der Abteilung Liegenschaften der Klosterkammer. „Ein großes Dankeschön gilt der Stadt Goslar, die in der Hochphase der Erschließung vom Hochwasser überrascht wurde und mit erheblichen Anstrengungen aller Beteiligter trotzdem ihren Zeitplan einhalten konnte“, sagte Sylva Viebach, Geschäftsführerin der LIEMAK Immobilien GmbH. „Das beharrliche Verfolgen strategischer Ziele zahlt sich aus. Das Baugebiet Brunnenkamp treibt die positive Entwicklung Jürgenohls und unserer gesamten Stadt voran. Ich freue mich auf den Einzug der ersten Familie“, ergänzte Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk.


    Drei Viertel der 58 Grundstücke bereits erworben

    Die Klosterkammer bietet Grundstücke zu Erbbaurecht an, die LIEMAK Immobilien GmbH verkauft Flächen mit und ohne Bestandsbebauung. Das Interesse an den insgesamt 58 Grundstücken auf rund sieben Hektar Fläche mit altem Baumbestand ist groß – bisher sind rund drei Viertel bereits erworben, als Erbbaurecht vergeben oder reserviert. Derzeit gibt es noch vier freie in Erbbaurecht zu vergebende Grundstücke sowie acht Flächen, die zum Verkauf stehen. Das Vertriebsbüro in der ehemaligen Ost-Wache im Baugebiet „Am Brunnenkamp“ ist am Samstag, 9. September, von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klosterkammer und der LIEMAK Immobilien GmbH freuen sich auf den Besuch von interessierten Bürgerinnen und Bürgern.


    Quelle:rgheute

    Gruß Toni
    Geändert von Toni Pepperoni (06.09.2017 um 21:26 Uhr)

  12. Danke von:

    Blauburger (16.09.2017),Harzer06 (06.09.2017),Maria (06.09.2017)

  13. #77
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    Update 14.09.2017



    Goslar. Auf Einladung des Jürgenohler Ratsherren Claus-E. Roschanski fand am heutigen Donnerstagabend im katholischen Pfarrhaus St. Benno ein Bürgergespräch zum Thema "Weiterentwicklung Fliegerhorst" statt.

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    Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne, Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Friederike Bock, Geschäftsführerin der Liemak Immobilien Hannover, und Unternehmer Folkert Bruns stand Roschanski den Bürgern Rede und Antwort und brachte wichtige Informationen an den Mann. Folkert Bruns gab bekannt, dass er mit einer Fertigstellung bis zum 20. April rechne, bis dahin aber noch ein großes Problem habe, „auf dass sich der Oberbürgermeister besonders freut“, leitete Bruns süffisant ein: „Der Denkmalschutz macht es uns nicht einfach. Auch für uns ist der Denkmalschutz das höchste Gut, da möchte ich nicht falsch verstanden werden. Aber manche Schuppen sind einfach Müll und gehören abgerissen. Generell müssen wir uns jeden Furz von der Denkmalschutzbehörde absegnen lassen. Ständig müssen Gutachten erstellt werden, die 10.000 Euro kosten, damit man mal ein Fenster auswechseln darf.“

    Folkert Bruns ist ein positiv Verrückter


    Von einer Bürgerin auf einen Lärmschutzwall angesprochen, bestätigte Bruns, dass man bereits eine Fläche für solch einen Wall ausgewiesen habe, diesen aber erst errichten werde, wenn Emissionen messbar seien. Die Option dazu sei aber bereits geschaffen, die Fläche dafür sogar erweiterbar. Man werde sich ganz nach dem Bedarf richten. Oberbürgermeister Oliver Junk zeigte sich von Bruns Ausführungen angetan: „Zu Beginn war nicht das Erstellen eines Bauplans das Komplizierte, sondern das Finden eines positiv Verrückten. Ohne Folkert Bruns hätte die Stadt noch 20 Jahre gebraucht.“ Er erinnere sich noch an 2011/2012, als über 62 Hektar Rehe huschten und alles herunter gekommen wirkte. Damals habe es geheißen: „Hier kann nichts entstehen, wer will da schon wohnen.“ Heute sei viel schneller als erwartet ein grandioses Projekt voran gekommen, das Goslar Schwung bringen werde.

    Friederike Bock von der Liemak war nach eigener Aussage erstaunt von der großen Nachfrage. Ein Großteil der Grundstücke sei bereits vergeben. In einem so frühen Vermarktungsstadium sei damit nicht zu rechnen gewesen. Aus dem Publikum gab es daher auch Lob für den Oberbürgermeister, der sichtbar etwas für die Stadt in Gang gebracht habe. Der angekündigte Zuzug junger Leute, das Bild vieler Schulranzen in Jürgenohl verbreitete Optimismus und ließ Applaus aufbranden. Mit der Totenstille sei es in diesem Stadtteil künftig vorbei, so Junk.

    Quelle:rgheute

    Gruß Toni

  14. Danke von:

    Blauburger (16.09.2017),Hobo (15.09.2017),Maria (15.09.2017)

  15. #78
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    Update 22.09.2017



    Fliegerhorst: Zeit für Erschließung

    Die Stadt und die Fliegerhorst-Investorengruppe BLB (Bruns-Lüder-Bertram) haben sich auf einen Zeitplan für die Erschließung der Bereiche „Mitte“ und „West“ des ehemaligen Kasernengeländes geeinigt. Der Vertrag durchläuft derzeit die politischen Gremien: Wirtschafts- und Bauausschuss haben sich bereits einstimmig für die Unterzeichnung des Papiers ausgesprochen. Am 24. Oktober entscheidet dann der Rat.
    Der elfseitige Erschließungsvertrag regelt den Umfang der Arbeiten, die selbstständig allein organisiert und und vor allem auch die Zeitpunkte, wann welcher Bauabschnitt fertiggestellt sein muss. Zunächst muss die Verbindungsstraße zwischen Grauhöfer Landwehr und Marienburger Straße fertiggestellt werden – und zwar laut Vertrag bis zum 31. Dezember. Die Stadt verpflichtet sich gleichzeitig dazu, einen Kreisverkehr als Anbindung zur Landwehr zu bauen, provisorisch bis zum 15. Februar, bis Ende März dann fertiggestellt. Bisher hatte die Verwaltung immer das Ziel ausgegeben, den Kreisel noch dieses Jahr fertigzustellen.

    Quelle:GZ

    Gruß Toni

  16. #79
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    Update 09.10.2017

    Fliegerhorst im Blick behalten



    Ruhe geben wollen sie nicht. Auch wenn das Pro-Kasino-Bündnis den Abriss des Offiziersheims auf dem Fliegerhorst-Gelände nicht verhindern konnte, will es die weitere Erschließung des Geländes begleiten und vor allem dessen Historie aufbereiten und bewahren. „Weitere Aktivitäten des Bündnisses werden vorbereitet“, lassen die beiden Sprecher Dr. Donald Giesecke und Günter Piegsa wissen. Anfang 2018 werde ein Rundgang über das Gelände des ehemaligen Militärstützpunktes angeboten, wenn die Erschließung fortgeschritten ist und das gesamte Areal für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
    Unter „sachkundiger Führung“ sollen „dann der breiten Öffentlichkeit die Historie und die Besonderheiten vor Ort vorgestellt werden“. Zudem plant das Bündnis die Herausgabe eines „Reiseführers“ zum Erkunden des Fliegerhorst-Geländes.

    Quelle: GZ

    Gruß Toni

  17. #80
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    Update 31.10.2017

    Fliegerhorst: Verein möchte Straßen nach KZ-Opfern benennen

    Goslar. Im Bereich Fliegerhorst soll es nun bald vorangehen. Ein neues Quartier soll entstehen und neuen Wohnraum erschließen. Wenn es nach dem Geschichtsverein "Spurensuche Harzregion" geht, dann soll dabei aber nicht die Vergangenheit vergessen werden. Der Verein schlägt vor, Straßennamen nach Opfern der NS-Zeit zu benennen.

    Der Verein Spurensuche Harzregion e.V. schreibt dazu:

    Ehrung für Walter Krämer in Siegen – wann endlich auch in Goslar?

    „Im November 2017 wird Walter Krämer in seiner Heimatstadt Siegen mit einer Briefmarke geehrt – und was geschieht in Goslar, wo er ermordet wurde?
    Am 6. November 2017 jährt sich der Goslarer Doppelmord an zwei einstmals bekannten niedersächsischen KZ-Opfern zum 76. Mal. Ihr politischer Werdegang war typisch für die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aus der Arbeiterbewegung stammend, nahmen sie zunächst mit patriotischer Begeisterung am 1. Weltkrieg teil – Walter Krämer als Matrose, Karl Peix als Soldat. Durch die Weltkriegserfahrung in ihren Anschauungen geprägt wurden sie zu Widerständlern der ersten Stunde und beteiligt sich an den revolutionären Auseinandersetzungen nach dem Krieg. Schließlich stiegen sie in der KPD auf und wurden Abgeordnete im Provinziallandtag Hannover, der mit dem heutigen Niedersächsischen Landtag vergleichbar ist.

    Krämer wurde gleich nach der Machtübertragung an Hitler verhaftet, Peix war noch einige Monate an der Organisierung des Widerstandes aus der Illegalität beteiligt. Im KZ Buchenwald trafen sich die beiden wieder und gehörten zur Widerstandszelle im Krankenbau, die für etliche KZ-Häftlinge die Überlebenschance verbesserte. Ihr Wissen um die Korruption im Lager und vor allem die Syphilis-Erkrankung des Lagerführers Koch ließ die beiden zu unliebsamen Zeugen werden. Auf Befehl Kochs wurden sie ins Goslarer „Fliegerhorst-KZ“ geschickt, das Buchenwalder KZ-Außenkommando Goslar, dessen Insassen Zwangsarbeit im Bereich des Fliegerhorstes Goslar verrichten mussten. Dort wurden sie am 6. November 1941 ermordet. Ihre Leichen wurden nach Zeitzeugenaussagen noch am gleichen Tag ins KZ Buchenwald gebracht und dort im Krematorium verbrannt.“
    Mord im und am Fliegerhorst Goslar

    „Karl Peix wurde auf dem Gelände des Fliegerhorstes Goslar erschossen, Krämer nahe der Sandgrube Hahndorf am nördlichen Försterberg. Es gibt einen Zeugenbericht von Otto Storch, Häftling im Außenkommando Goslar, von 1946, der Auskunft über die Morde an Krämer und Peix gibt: „Bei Walter Krämer hat sich das Verbrechen folgendermaßen abgespielt: 3 Häftlinge marschierten mit 2 Posten in die etwa eine Stunde vom Lager abgelegene Kiesgrube. Dort befand sich eine kleine Holzbude, in der in der Regel das Essen eingenommen wurde. Bisher war es nicht üblich, frühmorgens, nachdem die Häftlinge dort angekommen waren, Wasser zu holen. An diesem Tage mussten die 2 anderen Häftlinge in dieser Unterkunft bleiben. Sie wurden von den Posten bewacht. Walter Krämer musste einen Eimer nehmen, um von der in der Nähe liegenden Quelle Wasser zu holen. Ich bin überzeugt, dass er völlig ahnungslos war. Der 2. Posten ging hinter ihm her. Nachdem sie die Baubude verlassen hatten, fielen kurz hintereinander zwei Schüsse. Die beiden anderen Kameraden wollten nachsehen, wurden aber von dem Posten daran gehindert.“ … „Karl Peix wurde aus dem Kartoffelkeller von dem obengenannten Österreicher herausgeholt, angeblich um Werkzeug zu sammeln. Man hatte außerhalb der Baustellen im Fliegerhorst einige Schaufeln und Hacken hingelegt, und zwar an einem ziemlich einsam gelegenen Ort. Peix ging mit seinem Mörder, um dieses Werkzeug zu holen. Als er sich nach einer Schaufel bückte, bekam er die tödlichen Schüsse.“

    Krämer wurde im Jahr 2000 posthum durch den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ für die Rettung von Juden durch die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem geehrt. Im Gegensatz dazu findet der Name Karl Peix in der Geschichtsschreibung kaum Erwähnung – selbst die eigenen Genossen ließen ihn dem Vergessen anheimfallen. Er war homosexuell und eignete sich nicht für eine Legendenbildung.

    Am 20. Oktober 1944 starb der dänische Arzt Henry Jens SØrensen im Alter von 46 Jahren im Außenlager Goslar des KZ Neuengamme, das dem SS-Lager Hahndorf angeschlossen war. Über seine Todesursache liegen keine detaillierten Informationen vor. Er liegt im Sammelgrab auf dem Friedhof Hahndorf.

    Es ist nunmehr an der Zeit, dass diese drei in Goslar zu Tode gebrachten NS-Opfer würdig geehrt werden. Angebracht ist die Benennung von drei Straßen im neuen Goslarer Stadtteil Fliegerhorst – denn er steht im räumlichen und sachlichen Zusammenhang mit den KZ, in denen sie litten und mittels derer sie umgebracht wurden.“

    Quelle:rgheute

    Gruß Toni

  18. Danke von:

    Andre Immenroth (01.11.2017)

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