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Thema: Abriss des Offizierskasinos

  1. #21
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    Avatar von Andreas
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    Natürlich sind laut Grundgesetz vor dem Recht alle gleich. Behörden sind offensichtlich immer wieder "gleicher" als andere.
    Da war der Ausgang der ganzen Sache vor dem Petitionsausschuss schon absehbar, eine Krähe hackt der anderen ...

    Und was gerade die Klosterkammer angeht, ich sage nur Erbpacht-Abzocke, damit ist diese Behörde immer mal wieder in den Medien vertreten.

    Warum die Stadt z.B. das Grundstück der Stadthalle an die Klosterkammer verkauft und die es dann "kostengünstig" verpachten kann ist mir auch unerklärlich ...
    Glück Auf!
    Andreas

  2. Danke von:

    Turmfalke (06.02.2017)

  3. #22
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    Zitat Zitat von Andreas Beitrag anzeigen
    Natürlich sind laut Grundgesetz vor dem Recht alle gleich. Behörden sind offensichtlich immer wieder "gleicher" als andere.
    .
    Zum Abschluss dieser formaljuristischen Diskussion kann ich nur sagen, dass laut GG Art. 3 nicht alle gleich sind.
    Abs. 1 sagt es ganz deutlich: Alle MENSCHEN sind vor dem Gesetz gleich; nicht MENSCHEN und BEHÖRDEN.
    Das ist einer der Gründe warum der einzelne Mensch als "natürliche Person" und eine Behörde als "juristische Person" betrachtet werden.
    Behörden sind also solche Organe juristischer Personen des öffentlichen Rechts für die es eine Menge Vorschriften und Gesetze gibt. Eine Behörde darf nicht gegen den Art. 3 verstoßen, fällt aber nicht selbst darunter, weil eben dieser Art. sich ausschließlich auf Menschen, also natürliche Personen bezieht.

    Grüße

    Thronerbe
    Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt (Medien), die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

  4. Danke von:

    Andreas (06.02.2017),Bergmönch (08.02.2017),Turmfalke (07.02.2017)

  5. #23
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    @bergland

    dass Gesetze, sie bestehen nun einmal aus Paraphen, nicht immer die Zustimmung in der Bevölkerung finden hast Du richtig dargestellt. Allerdings hat jeder Bürger die Möglichkeit mit allen politischen Wahlen Einffluss auf den "Gesetzgeber" zu nehmen (Ironie pur).
    Wirklichen Einfluss haben tatsächlich Lobbyisten, dazu zählen natürlich auch alle Verbände wie die der Landwirtschaft, Banken, Pharmaindustrie..... , auf die Gesetzgebung. Die Agenda 2010 stamm zum größten Teil aus der Feder des AGV und der Industrieverbände. Sie saßen als "fachkundige Berater" in der Agendakommission.
    Im kommunalen Bereich Goslar hat die Stimme von Herrn Tessner auch mehr Gewicht als eine BI. In Braunschweig heisst Tessner Borek. Das war noch nie anders.
    Zurück zum Thema. Die Klosterkammer wäre sicherlich einem finaziellem Angebot der Leute, die das Kasino erhalten wollen, aufgeschlossen gewesen. So, wie sich die Stadt durch Zuschüsse, auch bei den kleinen Leuten, bei Baumßnahmen bei denkmalgeschützten Häusern beteiligt, wäre dies eine faire Option der Abrissgegner gewesen.
    Ein wirklich öffentliches Interesse am Erhalt des Gebäudes streite ich ab, da kaum ein Goslarer das Haus je gesehen hat.
    In einem Dorf bei Braunschweig sollte ein Gutshof abgerissen werden. Auch hier gab es Gegner. Es hat sich dann eine Eigentümergesellschaft gegründet, das Gut gekauft und mit Spenden restauriert. Ihnen wurde sogar frühzeitig ein Vorkaufsrecht eingeräumt. Solch eine Handlungsweise ist für mich nachvollziebarer, als nur eine Forderung ohne jede Eigenbeteiligung zu stellen.

    In diesem Sinne

    thronerbe
    Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt (Medien), die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

  6. #24
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    Avatar von märklinist
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    Ich vermute, wie andere auch, das der kommerzielle Gedanke eines oder diverser Investoren eine große Rolle gespielt hat und das man somit sich entschlossen hat, ihnen entgegen zu kommen und das Offizierscasino nun abreißen lässt. Ich bin zwar nicht vom Bau und auch kein Experte für Gebäudesicherheit. o. ä., aber das sieht eigentlich jeder, das dieses Gebäude nicht einsturzgefärdert oder baufällig ist. Solch solide Gebäude hätte man auch umbauen oder kernsanieren können, so das daraus Wohnraum für sozial schwache entstanden wäre. Ich vermute, das man sich so leicht hat ermutigen lassen die Gebäude abreißen, weil diese fernab der Innenstadt stehen, bzw. wo sich kaum Touristen hinverirren. So fällt es im Stadtbild nicht auf, das man nun hergeht und die Gebäude entfernt.
    Aber was ist mit Gebäuden wie dem Odeon, was augenscheinlich vom Verfall bedroht ist und im Blickwinkel jedes Touristen und Bürgers der Stadt ist? Da kümmert sich anscheinend niemand drum. Warum sucht, oder gibt es dafür keinen Investor? Oder wird es wie so oft geschehen in Goslar, dass das Odeon eines Tages ein Raub der Flammen wird und man endlich einen Grund hat die Reste abzureißen?

    In diesem Sinn
    der märklinist

  7. #25
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    Avatar von Trichtex
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    Moin!

    Zitat Zitat von thronerbe Beitrag anzeigen
    Ein wirklich öffentliches Interesse am Erhalt des Gebäudes streite ich ab, da kaum ein Goslarer das Haus je gesehen hat.
    Auch dem Großteil der Soldaten, die jemals in Goslar stationiert waren (hauptsächlich Rekruten in der Grundausbildung), dürfte das Offizierscasino kaum ein Begriff sein. Da wäre es von erheblich größerem Interesse, die ehemalige Wache zu erhalten - auch die F86 hätte ein nettes Denkmal abgegeben. Beides kennen viele Goslarer, aber alles, was sich auf dem Gelände befindet, konnte man nur als dort stationierter Soldat oder an Tagen der offenen Kaserne sehen (von StoV und Lieferanten mal abgesehen).

    Was wurde/wird eigentlich aus der militärgeschichtlichen Sammlung?

    Viele Grüße,

    Gunther

  8. Danke von:

    Bergmönch (08.02.2017),thronerbe (07.02.2017)

  9. #26
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    Das dass Kasino aus statischen oder bautechnischen Gründen abgerissen werden soll glaubt doch niemand. Es ist auch immer das gleiche, die Sanierungskosten werden von wem auch immer in astronomische Höhen getrieben, so das ein Abriss billiger ist. Wenn man keine Abrissgenehnigung erhält, aus welchen Gründen auch immer, lässt man es einfach stehen und zerfallen bis eine Gefahr davon ausgeht und schon läufts. So wirds dem Kasino und auch dem Odeon ergehen. Das Kasino wurde wenigstens während der BW-Zeit gewartet und ggf. repariert, was bei städtischen Gebäuden ja meist nicht der Fall ist, weil das Geld knapp ist. Diese Gebäude zerfallen dann im Laufe der Zeit und der Steuerzahler kann dann diese Versäumnisse ausbaden. Dann wird den Leuten erzählt das keiner was dafür kann ("das Dach ist seit Jahren undicht und nun bricht die Bude plötzlich übernacht zusammen"). Kleine Schäden die die nicht beseitigt werden, können mit der Zeit immense Kosten verursachen, das weis jeder Hausbesitzer und handelt auch danach.

  10. Danke von:

    Andreas (07.02.2017),Luzi (07.02.2017),thronerbe (07.02.2017),Toni Pepperoni (07.02.2017),Turmfalke (07.02.2017)

  11. #27
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    Klärt mich bitte mal einer auf!
    Ich kenne dieses Gebäude nicht, war noch nie drin, wie die meisten wohl und verstehe nicht, was an diesem Gebäude so besonderes wertvoll und erhaltenswert ist, dass hier so kontrovers diskutiert wird.


    Ciao Achim

  12. #28
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    Vielleicht ist dieses hilfreich:

    Städtebauliches Gutachten Fliegerhorst, Auftraggeber Stadt Goslar

    https://www.goslar.de/images/pdf/sta...endfassung.pdf

    auszugsweise zitiert:

    ...Seite 14:

    Nahezu das gesamte Fliegerhorstgelände
    ist als denkmalgeschütztes bauliches
    Ensemble nach § 3.3 NDSchG ausgewiesen.
    Innerhalb sind einzelne Gebäude als
    Einzelbaudenkmale nach § 3.2 NDSchG
    gekennzeichnet [siehe Abb. 2.4/2].
    Die Zuständigkeit bezüglich des Denkmalschutzes
    liegt derzeit noch beim Bund und
    damit bei der Oberen Denkmalschutzbehörde.
    Sie ergeht jedoch an die Stadt Goslar
    [Untere Denkmalschutzbehörde] sobald
    die BImA als mittelbare Bundesbehörde
    Eigentümerin der Liegenschaft wird.

    ...Seite 16:

    Aufgrund ihrer repräsentativen und öffentlich
    wirksamen Funktion innerhalb des
    ehemaligen Kasernengeländes besitzen
    Gebäude wie das Offizierskasino, das Kontrollgebäude
    oder die Küchengebäude
    besonders hohen architektonischen Anspruch

    ...Seite 18:

    Die meisten Gebäude sind durch die
    kontinuierliche Pflege des Bundes und der
    Bundeswehr in einem guten Gesamtzustand.
    Um die Bauten einer angemessenen
    Nachnutzung zuführen zu können, bedarf
    es grundsätzlich eines gewissen Maßes an
    Pflege und Instandsetzung.

  13. Danke von:

    A.C. (08.02.2017),Andreas (09.02.2017),Bergmönch (09.02.2017),Speedy (09.02.2017),thronerbe (08.02.2017)

  14. #29
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    Moin!

    Es entsteht beim Lesen der Fliegerhorst-Themen irgendwie der Eindruck, dass die Klosterkammer den Fliegerhorst übernommen hat und da nun nach Belieben schaltet und waltet. Dabei macht das künftige Wohngebiet "Am Brunnenkamp" nur einen vergleichsweise kleinen Teil des ehemaligen Fliegerhorstes aus.

    Bereits im Oktober 2016 unterschrieb das Investoren-Trio Bruns-Lüder-Bertram (BLB) die Kaufverträge über die 50 Hektar große Fläche "Fliegerhorst Mitte und Ost". Seitdem sind viele Hallen bereits vermietet. Seitens BLB habe ich noch nichts von Abrissplänen mitbekommen. Dass die Truppenküche mit vertretbarem Aufwand nicht zu retten war, ist bedauerlich, aber aktuell scheint es für den größten Teil des Fliegerhorstes keine Abrisspläne zu geben.

    Damit bleibt auch der größte Teil dessen, was die Masse der in Goslar stationierten Soldaten und der Goslarer Bürger vom Fliegerhorst kennen, auf absehbare Zeit erhalten. Und das sind für mich - Offizierskasino hin oder her - gute Nachrichten.

    Viele Grüße,

    Gunther

  15. Danke von:

    A.C. (09.02.2017),Bergmönch (09.02.2017),Speedy (09.02.2017),thronerbe (09.02.2017),Turmfalke (09.02.2017)

  16. #30
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    Neue Hoffnung für das Casino?

    Zitat aus der GZ: Gibt es doch noch eine Rettung für das Offizierscasino auf dem Fliegerhorst? Günter Piegsa vom Bündnis für dessen Erhalt hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Am Wochenende wurden die Köpfe zusammen gesteckt.
    Grund ist die Auswertung der Stellungnahme des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, mit der die Eingabe des Geschichtsvereins zum Erhalt des Offizierscasinos als Baudenkmal zurückgewiesen worden war. Sie gleiche einem „Verwirrspiel“, so die Kritik. Die wesentlichen für die „Denkmalvernichtung“ vorgetragenen Gesichtspunkte seien, so Piegsa, nach Auffassung des Geschichtsvereins, der Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, der SPD-Abteilung Nord/Goslar, der Spurensuche Harzregion, der Stadtführergilde und des Stadtteilvereins Jürgenohl/Kramerswinkel nicht belegt. „So ist nach wie vor nicht nachvollziehbar, wie ernsthaft nach einem Investor gesucht wurde, wie die behaupteten hohen Sanierungskosten ermittelt wurden und warum die behauptete aktuelle Bereitschaft der Klosterkammer, das Gebäude innerhalb der nächsten zwei Monate unter bestimmten Bedingungen an einen seriösen Investor übergeben zu wollen, nicht publik gemacht wurde – ist sie wirklich ehrlich gemeint?“

    „Gilt das Moratorium von zwei Monaten, so ist Rettung in letzter Minute möglich“, schließt Piegsa daraus. Denn am 20. März werde ein neues Förderprogramm des Bundes vorgestellt, das mit 200 Millionen Euro jährlich die Kommunen bei der Entwicklung von sozialen Infrastrukturen, beispielsweise Quartiertreffs, unterstütze. Das Offizierscasino aber könnte als „dringend benötigte Stätte der Begegnung für den Stadtteil Jürgenohl“ dienen, so die Mitteilung.


    Ob das Casino zum Schluß noch dasteht, mag ich persönlich bezweifeln.
    Gruß
    Uwe

  17. Danke von:

    Andreas (13.02.2017),Bergmönch (13.02.2017),thronerbe (13.02.2017),Turmfalke (13.02.2017)

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