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Thema: Kein Geld für neue Bäume

  1. #1
    Schießhauer Avatar von Toni Pepperoni
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    Standard Kein Geld für neue Bäume



    Kein Geld für neue Bäume

    Als er die Mitteilung gelesen hat, wäre er fast vom Glauben abgefallen, sagte Holger Plaschke (Grüne) im Bauausschuss. Der Grund sind die bisher nicht erfolgten Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume. Allein vergangenes Jahr seien 40 Bäume abgeholzt worden, gerade einmal drei Neupflanzungen habe es gegeben. Doch auch in den Vorjahren sehen die Zahlen nicht erfreulicher aus. Woran liegt das? Mathias Brand, Fachdienstleiter Tiefbau, macht dafür vor allem mangelndes Geld verantwortlich. Die zur Verfügung stehenden Haushaltsansätze für Ersatzpflanzungen seien knapp kalkuliert, zudem seien Haushaltssperren und späte Genehmigungen hinzugekommen. Und da Ersatzpflanzungen keine „Pflichtausgabe“ seien, wurden sie nicht durchgeführt.

    Ich kann nichts dazu sagen, weil mir der Hals geschwollen ist.

    Quelle: GZ

    Gruß Toni

  2. Danke von:

    Harzer06 (28.04.2017),Sperber (28.05.2017)

  3. #2
    Schießhauer Avatar von Harzer06
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    Ja ja, jeder Privatmensch muß für Eingriffe in die Natur Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen durchführen bzw. bezahlen. Vor dem Gesetz sollten eigentlich alle gleich sein.

    Hinzu kommt, daß das städtische Gartenamt da nicht einfach ein paar Baumsetzlinge verwenden darf (?), die bei der Grünpflege in Mengen anfallen, sondern es muß (?) geprüftes Saatgut bzw. kontrollierte Herkunft etc. sein. Da kostet ein Bäumchen in pflanzfertiger Größe dann schon mal einen dreistelligen Eurobetrag nur für den Baum selbst (zzgl. Pflanzkosten).

    Jeder größere Ahorn bspw. produziert jährlich hunderte von Keimlingen. Die müßten natürlich separat auf eine geeignete Größe gezogen werden, was einige Jahre dauert. Aber das sollte dem Grünbetrieb der Stadt eigentlich möglich sein.

    G´Auf
    Harzer06

  4. #3
    Schießhauer Avatar von Professorexabyte
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    Einfach mal selbst ein paar Bäume heimlich irgendwo in die Erde stopfen. Als ob die unterbezahlten Leiharbeiter von irgendwelchen Grünanlagen irgendwie Ahnung davon haben, ob der Baum jetzt amtlich korrekt da steht, oder ob der da "schwarz wächst" die werden schon keinen jungen Baum mit ummähen, wenn er so aussieht, als würde er dazugehören. So ein kleiner Setzling fällt noch nicht mal auf. Ich kenne einige Bäume in Goslar, die mal von Kindern gepflanzt worden sind (Mami lass mal den Tannenzapfen in die Erde stecken) und da sind heute prächtige Bäume draus geworden. Es dauert halt seine Zeit. Aber wenn man sieht, dass irgendwo ein Baum rausgerupft wird, muss man ja als Bürger wenn man da schon so eine Aussage bekommt, mal schnell selbst was pflanzen. Sind ja keine großen Unkosten, wenn man nicht die fertigen kleinen Bäumchen aus dem Gartencenter sondern etwas Saatgut, oder fensterbankgroße Bäume dahin stellt...

    Ich würd's machen... und wenn dann Ärger von der Stadt kommt, einfach mal zu Extra 3 gehen. Goslar schafft es ja in den letzten Jahren gut da immer mal wieder zu landen. Sei es Heinrich's 1000´ster Geburtstag, oder die Kotfähnchen...

  5. #4
    Schießhauer Avatar von Trichtex
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    Moin!

    Zitat Zitat von Professorexabyte Beitrag anzeigen
    Einfach mal selbst ein paar Bäume heimlich irgendwo in die Erde stopfen.
    Definiere "irgendwo" mal näher. Irgendwelche Grünflächen oder Böschungen meinst Du nicht. So ein Balkenmäher macht mit Jungpflanzen kurzen Prozess. Dort, wo abgeholzt wurde geht's auch nicht, denn da stehen meist noch die Baumstümpfe und Neupflanzungen fallen garantiert auf. Auf dem Marktplatz das Pflaster aufreißen verbietet sich auch. Welche öffentlichen Flächen in Goslar würdest Du also für Anarcho-Pflanzungen empfehlen?

    Schaut man sich Goslar von oben an, stellt man fest, dass es dafür gar nicht so viele Möglichkeiten gibt. Geeignete Vorschläge?

    Viele Grüße,

    Gunther

  6. #5
    Schießhauer Avatar von Professorexabyte
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    Es muss ja nicht immer auf öffentlichem Grund sein. Ich kenne zum Beispiel einige in Jürgenohl, die haben Straßennah auf Gelände der GWG, die selbst dort Mieter sind, einfach mal ein paar Setzlinge in den Boden gestopft. Wenn man das an Stellen macht, wo der Heckentrimmer der Firmen, die da regelmäßig vorbeischauen nicht so gut hinkommt, oder mal nen gut sichtbaren Stein daneben stellt, dass der Aufsitzmäher da nicht mehr dran kommt... Die meisten Gartenbaufirmen machen sich doch keinen Kopf. Die mähen drüber, und wenn was im Weg ist, fährt man drum rum. Die denken eh' "das soll so". Und die Vermieter kennen in der Regel ihre Gärten selbst nicht im Schlaf, weil die nur mal alle 100 Jahre selbst vorbeischauen. Also mal bei Freunden mit Freunden als Kind im Garten Bäume Pflanzen, was in keinster Weise legal war, weil das kein Eigentum war, teils auch über Grundstücksgrenzen hinaus (was kümmert einen da schon das Gesetz als 13 Jähriger) war ganz normal. Und den Mietern ist es doch egal. Solange keine Fußbälle fliegen, oder Krach gemacht wird, sind ein paar Kinder, die einen kleinen Setzling in den Boden stecken kein Problem. Und heute stehen ca. 50% dieser "Schwarzexistenzen" immer noch, und sind prächtige Bäume geworden. In der Altstadt ist das sicherlich nicht so ohne Weiteres möglich.

    Meine Frau hat auch in Jürgenohl/Kramerswinkel eine Tanne vor über 10 Jahren gepflanzt. Leider direkt an der Hauswand eines Mehrfamilienhauses in der Nähe vom Arbeitsamt in einem Beet. Da ist nur ca 1,5m Platz zwischen Stamm und Wand. Die verdeckt da heute in den ersten zwei Etagen Klo und Küchenfenster. Aber die Mieter scheinen sich zu freuen, gerade in den Bereichen etwas "schön im Grünen" den Sichtschutz zu haben. Naja, da wo halt das Nachbarschaftsverhältnis noch gut ist, sind solche Sachen ohne Weiteres möglich. Die Tanne wird irgendwann dem Haus sicherlich ein Problem werden. Aber als Kind hat auch Sie noch nicht so weit gedacht. Der Vermieter wird die irgendwann auch wegnehmen wenn die größer wird. Denn ich denke mal irgendwann werden die Wurzeln sicherlich den Keller beschädigen.

    Aber gerade in Jürgenohl wo so viel Kahlschlag seitens der GWG gemacht worden ist (heißen die nicht heute irgendwie anders?) liegt es eigendlich am Wille und im Namen der Mieter durch solche Planzaktionen ein Wenig Protest zu zeigen. Denn gegen Grafitti, Müll und Ruhestörungen kann ein Vermieter schnell was machen, und auch Mieter sehen das nicht gerne. Aber jemand der einen Baum (an verantwortungsvoller Stelle!!!) pflanzt, wird wohl eher weder von den Mietern beim Vermieter in den Dreck gezogen, noch wird es irgendwen stören.

    Ich meine mal ehrlich... Wer stört sich an einem neu gepflanzten Baum? Da muss man schon ganz schöne Probleme im Leben haben, wenn man sich über sowas aufregt, und zum Telefonhörer greift.
    Geändert von Professorexabyte (09.05.2017 um 10:13 Uhr)

  7. #6
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    Der Professor schreibt mal wieder nette Anekdötchen. Es war einmal...
    Deutschland wäre zu einfach, wenn es so einfach wäre; einfach mal weiterdenken, das wäre einfach angebracht.
    Bäume kann man nicht blindlings "irgendwohin" pflanzen (wenngleich ich nicht meinen möchte, dass die Grünämter immer in aller vorausschauenden Umfänglichkeit denken und handeln). Das Ausmaß von Schäden, den Bäume unterirdisch wie oberirdisch anrichten (können) mit zunehmendem Alter ist nicht unerheblich. So schön Bäume/Sträucher sich auch machen: sie kosten nicht nur beider Anschaffung/Anpflanung unterschiedlich viel Geld, die Pflege und Entsorgung der Naturprodukte, die jährlich in steigendem Maße anfallen sind erheblich. Wie sieht es denn in unseren städtischen Anlagen inzwischen aus? Ob es sich um städtische oder private Bäume handelt: Bäume können einen arm machen. Hört sich spektakulär an, ist u. U. aber so mit allem, was in einem Baumleben von einigen zig bis einigen hunderten von Jahren anfällt. Pflegekosten und Entsorgungskosten bringt jeder Baum mit. Ist wie mit Kindern: kleine Kinder, kleine Kosten. Große Kinder, große Kosten. Kleine Bäume: wenig Kosten. Große Bäume: horrende Kosten.
    Auch bei ausgesamten, die von irgendwem irgendwohin in die Erde gestopft werden... Bäume pflanzt man übrigens und stopft sie nicht in die Erde.

  8. Danke von:

    Blauburger (11.05.2017)

  9. #7
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Wie unschwer zuerkennen auf dem Bild, der Baum war krank und hohl und wäre eine Gefahr gewesen, also musste man ihn fällen. Aber das kein Ersatz gepflanzt wird einfach unverständlich, und immer die selbe Floskel, kein Geld. Erst wenn der letzte Baum gerodet und der letzte Strauch vergrünt ist, da werdet ihr merken, das man Geld nicht essen kann. Bäume und Grün, sind die Lunge einer Stadt, sie reinigen die Luft von Schadstoffen.

    Gruß aus BS
    der märklinist

  10. #8
    Schießhauer Avatar von Professorexabyte
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    Wenn man die verschwörungstheoretiker-Masche auspackt, könnte man ja fast meinen, dass Goslar das selbe macht, wie Marburg. Alles Grün über Jahrzehnte entfernen, und hinterher eine Umweltzone einführen, weil die Luftmesstation an einer Bushaltestelle am Berg steht, wo JEDE Stadtbuslinie lang fährt ...

    Wenn es irgendwann Fahrverbote regnet, dann muss man mal fragen, warum die Luft nciht mehr so schön ist.

  11. Danke von:

    Strippenzieher (13.05.2017)

  12. #9
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Hallo in die Runde,
    ich denke schon das mein Anliegen hier gut ins Thema passt. Ich war am Samstag, sagen wir mal auf Stippvisite in Goslar. In der kurzen Zeit, wo ich an wenigen aber auch mir noch bekannten Orten vorbei kam, war ich vor allem geschockt, was man da im Grauhöfer Holz anrichtet. Nicht nur, das die alten Kasernengebäude dem Erdboden gleichgemacht werden, nein, dort werden auch Bäume, Sträucher etc. rücksichtslos gerodet. Und wie das jetzt von der Lilienthalstraße her gesehen aussieht, ist ein Bild des Grauens. Eine Schande, denn wenn die Bauarbeiten dort weiter vorangeschritten, sprich wenn mit dem Bau der neuen Wohnungen begonnen wird, bedarf es schweren Gerätes, sprich Baukräne, Autokräne usw. was alles dazu gehört zu einer Großbaustelle. Dafür brauch man Platz und dafür werden noch zahlreiche Bäume gefällt, da bin ich mir sicher.
    Und so wie ich es vernahm, entstehen dort keine Sozialwohnungen sondern Wohnungen für Leute mit "dicker Brieftasche". Und die wollen freie Sicht haben und somit keine großen Bäume vor ihren Fenstern und Balkonen.
    Bei uns in Braunschweig wurden Bäume, wo heute das wiederaufgebaute Schloss steht, samt Ballen aus dem Boden genommen und an anderer Stelle wieder verpflanzt. Das wäre doch eine Maßnahme, so einige Bäume aus dem Bereich des Grauhöfer Holzes zu entnehmen und dort neu einzupflanzen wo Bedarf ist. Man sagt immer alte Bäume verpflanzt man nicht, aber es geht unter bestimmten Umständen. Man muss ja keine Riesenbäume auswählen, jüngere Bäume die noch nicht so hoch in den Himmel gewachsen sind und noch kein starkes Wurzelgeflecht gebildet haben sind da bestens für geeignet.

    Gruß aus BS
    der märklinist

  13. #10
    Schießhauer Avatar von Harzer06
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    Moin,

    im Neubau-/Sanierungsgebiet "Brunnenkamp" liegt die Abholzungsrate bei 99%. Mehr geht da kaum noch. Einzelne, ausgewählte Bäume wurden belassen. Die sind allerdings im etwa gleichaltrigen Wald gewachsen, und haben andere Proportionen als Solitärexemplare. Wie sie, nun freistehend, auf Stürme reagieren, wird man sehen müssen.

    Umpflanzen ist eine schöne Idee. Ich bin kein Gärtner, aber halte das bei 50jährigen Bäumen für schwierig bis unmöglich. Bliebe auch die Frage nach dem Wohin. Auf jeden Fall bleibt die Geldfrage. Einmal umsägen kostet mit Aufräumen wenige Euro pro Baum, sofern man keinen teuren Harvester kommen läßt (der bei Laubgehölzen aber eh kaum Sinn macht). Umpflanzen kostet einige Nullen mehr.

    G´Auf
    Harzer06

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