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Thema: Der goldene Palast schließt seine Pforten

  1. #1
    Schießhauer Avatar von Speedy
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    Standard Der goldene Palast schließt seine Pforten

    Nach über drei Jahrzehnten kann man eigentlich schon von einer Institution sprechen – vor allem, wenn es sich um ein Restaurant handelt. Das hat im Fall von To Ha Tang zwar seinen Namen in seiner Goslar-Zeit geändert, der Besitzer blieb aber immer derselbe. Nach 32 Jahren ist jetzt aber Schluss, am Sonntag öffnet der Golden Palast das letzte Mal seine Pforten.
    Ehemals Peking

    Es wird wohl wenige Goslarer geben, die noch nicht bei To Ha Tang essen war. 1984 sei er in die Kaiserstadt gekommen, erzählt der gebürtige Vietnamese. Sein erstes Lokal hieß „China-Restaurant Peking“, halb so groß wie der Palast, den er 1990 an der bekannten Adresse an der Marktstraße eröffnete. Sieben Jahre unterhielt Tang zwei Restaurants, bis Peking geschlossen wurde. Doppelt hält aber wohl trotzdem besser, denn seit 1991 gibt es ein Golden-Palast-Pendant in Bad Harzburg. Diesen hat Tangs Bruder schließlich 2000 übernommen.

    Am vergangenen Sonntag habe es ein letztes Essen mit besonders treuen Kunden gegeben, sagt Tang – denn die seien ihm besonders wichtig. Er erzählt von Gästen, „die von Anfang an dabei waren“, die er noch kennt, als sie im Kinderwagen in sein Restaurant geschoben worden seien. Mittlerweile seien sie oft selbst Eltern und brächten ihren Nachwuchs mit.

    Das sind aber nicht die einzigen Kunden, über Tang spricht. Etwas versteckt, aber nicht weniger bekannt ist wohl auch die kleine Promi-Ecke im Golden Palast. Ob „Bingobär“ Michael Thürnau, Komiker Otto Waalkes oder Außenminister Sigmar Gabriel – mit Foto und Autogramm sind sie verewigt worden.

    Tang hat aber eben nicht nur viele Gäste mitbekommen, sondern auch drei Jahrzehnte Goslar. Mittlerweile werde es immer schwieriger, gerade mit Blick auf die erstarkende Konkurrenz, sagt er. Der Palast-Chef bringt den Kuchenvergleich: Je mehr davon ein Stück wollten, desto kleiner würden diese.
    Ausgeh-Verhalten hat sich geändert

    Und auch das Ausgeh-Verhalten habe sich geändert. Tang erinnert an frühere Zeiten, zu denen abends die Straßen voller junger Leute waren und er bis 24 Uhr die Küche geöffnet hatte. Heute sei für ihn, seine Frau und die fünf Angestellten oft schon um 20 Uhr Feierabend, das Büffet lohne sich abends nicht mehr.

    Schon seit zwei Jahren denke er daher darüber nach, sein Restaurant zu schließen. Jetzt sei er erleichtert, endlich Schluss zu machen, denn Tang ist überzeugt: Wenn der Anfang gut war, wird es das Ende auch. Lange soll es im goldenen Palast nicht ruhig sein. Ein japanischer Nachfolger soll schon gefunden sein...

    Quelle: GZ online

    Schade das es schließt.
    So manches mal heben wir dort gut gegessen.
    Gruß
    Uwe

  2. Danke von:

    Andreas (15.07.2017),Hobo (15.07.2017),märklinist (24.07.2017),Toni Pepperoni (15.07.2017),Trichtex (15.07.2017)

  3. #2
    Hauer Avatar von Trichtex
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    Moin!

    Zitat Zitat von Speedy Beitrag anzeigen
    So manches mal heben wir dort gut gegessen.
    Leider nur eben nicht oft genug... Ich war vor ein paar Wochen werktagabends mit meinem Bruder und meiner Nichte dort. Wir waren die einzigen Gäste. Wir plauderten auch ein wenig mit To Ha Tang, wobei er allerdings nichts von der geplanten Schließung sagte.

    Mit seinen Ausführungen zum Ausgeh-Verhalten hat er völlig Recht, die Gründe dafür sind allerdings vielfältig und teilweise hausgemacht. Die Preissteigerungen im Zuge der Euro-Umstellung, gerade in der Gastronomie, die Verbannung von Rauchern, möglicherweise auch der Wegfall der militärischen Kundschaft, inzwischen "trifft" man sich auch gern online...

    Viele Grüße,

    Gunther

  4. Danke von:

    Andreas (15.07.2017),Hobo (16.07.2017),Luzi (15.07.2017),märklinist (24.07.2017),Onkel Hotte (17.07.2017),Speedy (17.07.2017)

  5. #3
    Hauer Avatar von Onkel Hotte
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    War in den Räumlichkeiten nicht vorher der erste Burgerladen in Goslar? Pizzburger hieß der, glaub ich.

  6. Danke von:

    Bergmönch (20.07.2017),Hobo (17.07.2017),Speedy (17.07.2017)

  7. #4
    Schießhauer Avatar von Toni Pepperoni
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    @Onkel Hotte
    ja, Pizzburger hieß der Laden, daran kann ich mich auch noch erinnern.

    Gruß Toni

  8. Danke von:

    Speedy (17.07.2017)

  9. #5
    Gedingeschlepper Avatar von Manne
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    Lange zuvor war da der Laden von Teppich-Graef.
    Gruss Manne

  10. Danke von:

    Bergmönch (20.07.2017),Hobo (17.07.2017),Onkel Hotte (18.07.2017),Speedy (17.07.2017)

  11. #6
    Gedingeschlepper Avatar von Hobo
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    In den 50ern war dort Radio-Scheuffler von Gerhard Walter.

    Grüße


    hobo

  12. Danke von:

    Manne (17.07.2017),Onkel Hotte (18.07.2017),Speedy (17.07.2017)

  13. #7
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Wo sind sie nur geblieben, die guten alten und gern angelaufenen Restaurants in Goslar. Da fallen mir ein, die Stefanischänke mit den leckeren Hähnchen, der gute alte Rauchfang mit mindestens 8 Bieren vom Fass und die gute Hausmannskost von Frau Spohr, auch im Hotel Schwarzer Adler konnte man gut essen, schmackhaft war es auch im Pfeffersack in der Marktstraße, im Weißen Schwan in der Münzstraße usw. Die meisten der von mir genannten dürfte es wohl schon nicht mehr geben und welcher Gastronom kann auf 32 Jahre Erfolg zurückblicken, nicht sehr viele.
    Unser ganzer Lebenswandel und Einstellung zum Leben haben sich verändert, das liegt natürlich auch am Internet, an oftmals zu hohe Ansprüche, den Generationenwandel in Verbindung auch mit der Überalterung der Bevölkerung, die leider wachsende Altersarmut und auch die Arbeitslosigkeit in der Region Goslar. Und wer nimmt sich heute noch Zeit zum Essen, überall Druck, darum greifen immer mehr zu To go Produkten, die natürlich nicht unbedingt gesund sind und die die Umwelt weiter zumüllen mit Plastikbecher. Da wird in den Burgerbuden das fettige Kram runtergewürgt welches pappig schmeckt zwar für den Moment pappesatt macht und nach ein oder zwei Stunden muss man schon wieder nachlegen.
    Gutes Essen hat natürlich auch seinen Preis, auch das Servicepersonal will vom Einkommen leben können, das sollten wir nicht vergessen, wenn wir essen gehen. Sicherlich die Euroeinführung hat zu erheblichen Preisanstiegen geführt, nur bei den Löhnen und Gehältern waren die Unternehmer nicht so großzügig. Wenn man bedenkt das in vielen Lokalitäten ein kleines Pils oder eine Cola schon 3 Euro kostet, dann muss man schon kräftig aufstoßen, denn das sind immerhin 6 DM.
    Ob allerdings ein japanisches Restaurant, womöglich noch ein Sushirestaurant eine so lange Verweildauer von über 30 Jahren in Goslar an den Tag legen kann, bemag ich zu bezweifeln.

    Gruß aus BS
    der märklinist

  14. Danke von:

    Onkel Hotte (25.07.2017),Toni Pepperoni (24.07.2017)

  15. #8
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    Alles hat seine Zeit.
    Nichts bleibt, wie es war.
    Das einzig Beständige ist der Wandel.

    In diesem Sinne... Gruß Goslärsche

  16. #9
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    Mal abgesehen von der sich gewandelten Preispolitik, besonders im Gaststättengewerbe:
    Essen-/Ausgehen ist in Deutschland im Vergleich zu rundherum angrenzenden europäischen Ländern preiswert bei einem Einkommen, das sicherlich netto im guten Mittel- bis Oberfeld liegt (bis auf die, die leider in/unter das Mindestlohnniveau fallen):
    Ein 0,5 l Weizen-Bier in der Schweiz kostet 8,00 CHF (wird inzwischen gleichgesetzt mit dem Euro!) - die Schweizer verdienen netto nicht das doppelte, als die Deutschen... Eine Pizza in der Schweiz kostet 22,00 CHF, eine Bratwurst mit Pommes 19,00 CHF... im Golfhotel liegen die Preise für ein Fleisch/Fischgericht dann mal locker um 46,00 CHF pro Portion.
    Ein 0,3 l Öl Kategorie III hat schon Mitte der 80er Jahr in Skandinavien 9,00 DM umgerechnet gekostet - liegt heute bei mindestens 8 bis 9 Euro... ein landestypisches Essen in Skandinavien lag in den 80ern schon mal eben locker bei um die 75,00 DM - wird wohl heute in Euro gleichgezogen worden sein.
    Und das Ganze so ca. mal 1,96 zu DM-Preisen gerechnet....
    Mein Gehalt hat sich nicht verdoppelt seit Euro-Zeien... sondern halbiert wenn ich genau rechne...
    Auch auf Sizilien kostet eine Flasche Bier z. B. mal locker 16 Euro (0,5l), die Pizza gibts auch nicht zu in Deutschland bekannten Kursen... liegen locker mal um die Hälfte bis zum Doppelten über unseren hier zu Lande bekannten Preisen...
    Deutschland... ist gar nicht so teuer in den Gastronomie- und Lebensmittelpreisen, wie es uns inländisch so vorkommt!

  17. Danke von:

    Hobo (25.07.2017),Speedy (25.07.2017),Strippenzieher (26.07.2017),Toni Pepperoni (25.07.2017)

  18. #10
    Schießhauer Avatar von Speedy
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    @Goslärsche

    Die Preise aus Norwegen kann ich dir sagen.
    Das Bier (0,3) kostet ca. 12 Euro.

    Pizzaessen für 4 Personen mit je einem alkoholfreiem Getränk 120,- Euro
    Wobei Pizza dort noch billig war.

    Auch ich finde die Preise in Deutschland nicht generell zu hoch.
    Es kommt immer darauf an, wie das Preis-Leistungsverhältnis ist.
    Und das war im Golden Palace immer gut.
    Gruß
    Uwe

  19. Danke von:

    Hobo (25.07.2017)

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