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Thema: Eine Fülle von "Grausamkeiten"

  1. #11
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    "Ich will damit sagen, daß die Menschen, wenn sie in Not und mit dem Rücken zur Wand stehen immer erfinderisch und
    kreativ waren. Ansonsten würde es die Menschheit gar nicht mehr geben."

    Ich stimme dir in fast allen Punkten zu. Allerdings sprechen wir hier nicht davon, dass die Menschheit ausstirbt, sondern die Harzorte. Solche Wüstungen sind auch in Deutschland nicht selten. Es sind aufgegeben Ortschaften, die von von dem Bewohnern verlassen wurden, weil sie vetrieben wurden, Bäche oder Flüsse austrockneten, der Wald gerodet oder die Äcker nichts mehr hergaben. Diese Dinge können wir heute teilweise mit technischen, bzw. chemischen Werkzeugen aushebeln.
    Die Harzorte gehen an an einem, meiner Meinung nach, verschwindenden Tourismus kaputt. Produktionsbetriebe wie es sie noch 30 Jahren im Harz gab, ich habe einige von ihnen betreut, sind pleite oder abgewandert.
    Wer soll im Harz noch kreativ werden? Die übriggeblieben Rentner? Die könnten vielleicht als marodierende Banden über Goslar herfallen, Frauen und Kinder schänden und die Stadt plündern. Mehr fällt mir für diesen Bevölkerungsrest nicht ein. Ihre Häuser waren ihre Altersversorgung. Häuser die heute nichts mehr wert sind. Von ihren Renten die Miete dort zu bezahlen, wo die Infrastruktur noch in Ordnung ist, kann man vergessen. Bei aller Kreativität, in 'nem Pappkarton hinterm Bahnhof zu schlafen, nur um noch einen Arzt in der Nähe zu haben sehe ich nicht als Lösung.

    Viele Grüße


    thronerbe
    Ein Vogel, der in einem Käfig geboren wurde, hält Fliegen für eine Krankheit!

  2. Danke von:

    ottofranz (22.11.2018)

  3. #12
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    Also, dann fangen wir mal anders an: Zunächst einmal steht und fällt die Attraktivität unserer Heimat mit dem wenig einladenden Zustand des Harzes zusammen. Der Nationalpark versucht in bunten Broschüren die eigenen Fehler der vergangenen 45 Jahre schönzureden. Da laufen Ranger mit Schulklassen über die Moore und erzählen, dass der Harz mal zum Urwald wird. Die Kinder kommen nach Hause und erzählen, da darf man zukünftig nicht



    ehr hinfahren. Das wäre das Schlimmste, was dem Tourismus hier passieren könnte. Die Herren Barth und von Kortzfleisch, die jahrelang die Verantwortung für den Wald getragen haben und die heutige Situation beklagen, sind heute anderer Meinung. Sie sind Wendehälse. Der Beitrag von der radfahrenden Heike Götz am Sonntag
    War einseitig

  4. Danke von:

    ottofranz (22.11.2018)

  5. #13
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    Zitat Zitat von thronerbe Beitrag anzeigen
    "...Die übriggeblieben Rentner? Die könnten vielleicht als marodierende Banden über Goslar herfallen, Frauen und Kinder schänden und die Stadt plündern. Mehr fällt mir für diesen Bevölkerungsrest nicht ein. .....:"
    @Thronerbe: Also sag´mal!


    Ciao Achim

  6. Danke von:

    Luzi (22.11.2018)

  7. #14
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    Moin!

    Zitat Zitat von ottofranz Beitrag anzeigen
    Kein Mensch kann heute seriös voraussagen was in den nächsten 30-40 Jahren passiert.
    17.08.2058

    Seesen (dpa): Am bislang heißesten Tag des Jahres zog es wieder tausende Menschen aus den überfüllten Harzmetropolen in das Strandbad Seesen. Auch der Badeort Langelsheim und die Küstenstadt Goslar meldeten touristische Überlastung. Der Seesener Stadtrat drängt auf eine rasche Umsetzung des Tourismuskonzeptes "Harzküste", in dem die unbebauten Küstenabschnitte der Harzinsel zwischen Bad Grund und Seesen sowie zwischen Seesen und Langelsheim touristisch erschlossen werden sollen, um das zu erwartende Touristenaufkommen der nächsten Jahre bewältigen zu können, jetzt, da der Klimawandel der letzten 35 Jahre offenbar zum Stillstand gekommen ist.

    Viele Grüße,

    Gunther

  8. Danke von:

    ottofranz (22.11.2018),thronerbe (22.11.2018)

  9. #15
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    die Orte im Oberharz werden sicherlich nicht ganz aussterben , es wird immer ein paar Leute geben die dort bleiben werden , selbst wenn der nächste Supermarkt 30 km weit weg ist ( schaut mal nach Skandinavien oder Kanada ) nach der Theorie wären viele Städte Lost Places / Geisterstädte ... das Gegenteil wird langfristig eintreten , aber dazu muss man über einige Jahrzehnte denken , Stichworte Klimawandel , Erderwärmung , Anstieg der Meeresspiegel ... irgendwann werden Menschen ihre Heimat aufgrund dieser Tatsachsen verlieren ... und neue Siedlungsflächen brauchen ... und zum Thema Bevölkerung im Oberharz ... nachdem 30jährigen Krieg lebte dort kaum mehr als eine Handvoll Menschen - durch Bergbau und ähnliches änderte sich dies wieder ... die nächsten " Zuzugsströme" werden andere Gründe haben , aber verloren ist dort keine Ortschaft langfristig

  10. Danke von:

    Luzi (22.11.2018),ottofranz (23.11.2018),zeitzeugin (23.11.2018)

  11. #16
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    Nach dem 30jährigen Krieg bauten die Menschen ihre Nahrung selber an und gingen zur Jagd. Es waren Selbstversorger die im kleinen Rahmen natürlich auch Handel betrieben. Sie brauchten allerdings keine Elektrizität, Telefon, Müllabfuhr, Frischwasserversorgung, Kanalisation, Ärzte, Postzustellung, Feuerwehr, Internet, Tankstellen, Shisha-Bars und Ü-30 Partys.... .
    Die Menschen sind durch die Arbeitsteilung aufeinander angewiesen. Rüdiger Nehberg würde es vielleicht schaffen, jüngere werden wegziehen und die älteren wegsterben.
    Entweder siedeln sich im Harz Wirtschaftsberiebe mit ausreichendem Arbeitsplatzangebot an oder die Touristen kommen wieder. Beides halte ich für eher unwahscheinlich.
    Der von dir erwähnte Klimawandel, die Erderwärmung und der Anstieg des Meeresspiegels sind drei Begriffe für das gleiche Phänomen. In nächster Zeit sehe ich keine Gefahr dafür, dass Braunschweig untergeht.

    Viele Grüße

    thronerbe
    Ein Vogel, der in einem Käfig geboren wurde, hält Fliegen für eine Krankheit!

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