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Thema: Die Servicewüste lebt

  1. #11
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    Ich lernte noch als ich Azubi war im Einzelhandel den guten guten Service bei der ehemaligen Stadtsparkasse Goslar in der Bäckerstraße kennen. An Geld- oder Kontoauszugs- oder Überweisungsautomaten und schon gar nicht an Onlinebanking war damals so um die Zeit ab ca. 1976 zu denken. In der Stadtsparkasse Bäckerstraße gab es seiner Zeit noch zahlreiche Schalter die je nach Kundenbetrieb ausreichend besetzt waren. Damals wurde man noch freundlich bedient und prompt. Ich glaube man musste damals noch nicht einmal ein Auszahlungsformular ausfüllen (falls doch dann könnt ihr mich gern korrigieren), die Person in dem Sicherheitsglaskasten fragte freundlich was das Anliegen war und man bekam sofern das Konto ausreichend gedeckt war dementsprechend das Geld vorgezählt vorgelegt und man wurde freundlich verabschiedet. Achja, und die meisten Bediensteten waren damals noch Menschen die älter als 40 Jahre waren, was man heute schon selten sieht, der Jugendwahn lässt grüßen.
    Und wenn man mal eine Anschaffung wie ein neues Auto machen wollte und man dazu noch ein wenig "Kleingeld" brauchte wurde man in einen seperaten Raum geführt und dort wurde ein diskretes Gespräch geführt und das Anliegen nahm dann seinen Lauf.

    Ja, so war die Zeit vor gut 40 Jahren und heute stehen die Bankkunden vor mehr oder weniger gutbedienbaren Automaten und von einem Bankangestellten sieht man kaum noch etwas oder überhaupt nicht und freundlich sind die längst nicht mehr so wie damals. Und sowas erlebe ich auch bei meiner Bank in BS wenn da eine ältere Person um Hilfe ruft, weil die Person am Überweisungsterminal nicht zurecht kommt oder was auch immer oder man hat die falsche Pin eingegeben, da dauert das, bis sich die Bankangestellte aus ihrem Büro herausbewegt hat und dann mehr oder weniger freundlich dem hilflosen Kunden Raschläge gibt. Doch die Sprache der meist noch sehr jungen Banker verstehen die älteren Menschen wo ich auch fast dazu gehöre nicht mehr. Es ist tatsächlich so, das Deutschland zunehmend in der Servicewüste verkommt.
    Der Banknormalkunde ist den Banken doch praktisch egal, wichtig sind vielen Banken ihre Aktionäre damit die ordentlich Dividenden bekommen. Selbst das Personal der Banken ist zu teuer geworden, neuerdings auch schon die Automaten, weil die auch schon reduziert werden zumindest in kleineren Filialen und somit ist Ärger vorprogrammiert.
    In vielen Dingen ist doch was wahres dran, an der "guten alten Zeit".

    In diesem Sinn
    der märklinist

  2. Danke von:

    Toni Pepperoni (13.01.2018)

  3. #12
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    Avatar von Toni Pepperoni
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    Neue Regeln im Zahlungsverkehr - Was auf Bankkunden zukommt

    Ich verweise hier mal auf einen Link von Heise


    Gruß Toni

  4. Danke von:

    Hobo (13.01.2018)

  5. #13
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    Microsoft arbeitet bereits so. Ich habe mir gestern eine App für 64,95 € gekauft und habe nach dem neuen Prinzip bezahlt, also Microsoft berechtigt, das Geld von meinem Girokonto sofort abzubuchen.
    Mein Pfeifentabak bezahle ich auch über einen Dienstleister des Händlers, der den Betrag in Echtzeit abbucht.

    Viele Grüße

    hobo

  6. Danke von:

    märklinist (15.01.2018)

  7. #14
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    Wir können die neue Zeit mit dem schnellen technischen Fortschritt nicht aufhalten. Jüngeren Menschen fällt das natürlich leicht, der Umgang mit App, PC und Co. Aber was machen die Älteren, die mit dieser Technik entweder gar nicht vertraut sind oder nur unzureichend? Auf freundliche Hilfestellung kann man da nicht überall hoffen. Und die Älteren Leute sind zur zeit deutlich in der Mehrheit.
    Dann das äußerst brisante Thema Sicherheitsdefizit in den Speicherchips, die überall verbaut sind. Das muss zuerst angegangen werden, bevor man alles erdenkliche mit Rechnern steuert.
    Diese sogenannte "Sekunden- oder auch Echtzeitüberweisung wird wohl auch in Kürze im Handel einziehen, das heißt, Kassen werden in Supermärkten und Discounter künftig nicht mehr mit Personal besetzt sein, sondern ein kleines technisches Gerät löst das Kassenpersonal ab.

    In diesem Sinn
    der märklinist

  8. Danke von:

    Hobo (15.01.2018)

  9. #15
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    Avatar von Hobo
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    In Braunschweig bei real Gartenstadt gibt es diese Kasse schon seit einigen Jahren. Ware selber scannen, Kohle oder Karte rein, Beleg für die Schranke ausdrucken und zum Auto gehen.

    Viele Grüße

    hobo

  10. #16
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    Bei Kaufland in Goslar auch. Allerdings von wegen schnell mal eben... Wenn da Alkohol oder Tabak auf dem Band landet, muß man lange warten, bis eine der wenigen Kassenkräfte Zeit hat und den SB-Kassenvorgang freischaltet. Ebenso bei technischen Störungen im Ablauf. Häufig bricht der Kunde nach über zehn Minuten Wartezeit den Vorgang ab und stellt sich lieber an die bediente Kasse.

    G´Auf
    Harzer06

  11. Danke von:

    Bergmönch (15.01.2018),Hobo (15.01.2018)

  12. #17
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    Avatar von ottofranz
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    Hallo in die Runde,

    daß was Harzer06 beschrieben hat, habe ich auch beobachtet. Man sollte sich als Betreiber solcher SB-Kassen
    erstmal von der technischen Reife überzeugen, bevor man soetwas aufstellt.

    Grundsätzlich ist bei allen diesen Dingen die IT-Sicherheit immer ein großer Schwachpunkt. Neuerdings ist es
    nicht nur die Soft- sondern auch die Hardware angreifbar. Es werden in immer kürzeren Zyklen irgendwelche
    Neuheiten auf den Markt geworfen die sich später als fehlerhaft herausstellen.

    Würde z.b. die Autoindustrie bei sicherheitsrelevanten Systemen wie Bremsen oder Airbags so arbeiten, wäre
    der Ruf und Image in kürzester Zeit ruiniert, mal ganz abgesehen von Schadenersatzforderungen.

    Grüsse
    Ottofranz

  13. Danke von:

    Bergmönch (16.01.2018),märklinist (16.01.2018)

  14. #18
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    Avatar von Trichtex
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    Moin!

    Zitat Zitat von ottofranz Beitrag anzeigen
    Neuerdings ist es nicht nur die Soft- sondern auch die Hardware angreifbar.
    Gar so neu ist das allerdings nicht. Der beste Schutz gegen Cyberattacken ist immer noch Brain 1.0. Die Intelligenz sollte halt vor der Tastatur sitzen. Ein paar grundlegende Regeln sollten selbst dem DAU (dümmster anzunehmender User) bekannt sein, etwa keine Mails oder deren Anhänge von unbekannten Absendern zu öffnen und sich von dubiosen Seiten fernzuhalten, nie ohne Firewall und aktueller Antivirensoftware ins Netz gehen etc. Ein Schadcode, der nicht auf den Rechner gelangen kann, kann dort auch keinen Schaden anrichten.

    Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es keinen 100%igen Schutz geben kann, aber man kann selbst recht viel tun, um nicht zu den von Schadsoftware Betroffenen zu gehören. Und das ist keine Frage des Alters.

    Dass der Trend zu SB-Portalen und Onlinegeschäften ungebrochen ist, wird denjenigen, die sich dem, aus welchen Gründen auch immer, verweigern, das Leben zunehmend schwerer machen. Der "Fortschritt" macht vor niemandem Halt und immer wird es Menschen geben, die dabei auf der Strecke bleiben. Wir erleben aktuell einen Wandel, der so grundlegend ist, dass Fragen nach der Sicherheit gern auch mal hintangestellt oder gar ignoriert werden. Umso mehr kommt es auf den bewussten Umgang jedes Einzelnen mit den neuen Techniken an.

    Viele Grüße,

    Gunther

  15. Danke von:

    märklinist (16.01.2018)

  16. #19
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    Wenn man es genau nimt, wäre dies ein eigenes Thema was man am Rande führen könnte, aber da hier ja schon gewisse Kriterien hinsichtlich der Sicherheit aufgetaucht sind hat Trichtex natürlich Recht, das jeder der mit seinem Rechner ins Netz geht auch für die nötige Sicherheit sorgen sollte. Aber was nützt dies alles, wenn der User sich an alle Vorgaben hält, aber die Hardware schon Sicherheitslücken aufweist und gute Hacker hacken sich unter Umständen in Rechnern ein, wo es Sinn macht für "Turbulenzen" zu sorgen. Der nächste Schwachpunkt ist die Software, allen voran das Betriebssystem Windows. Microsoft bringt in immer kürzeren Abständen neue Betriebssysteme auf den Markt, Ziel - Umsatzsteigerung. Gut und schön, aber was nützt es, wenn diese Betriebssyteme immer wieder in die Schlagzeilen geraden weil man dort eine Sicherheitslücke nach der anderen findet und kein Virenprogramm ist in der Lage alles gleich und unverzüglich zu erkennen. XP war ein wirklich gutes Betriebssystem, statt es abzuschreiben hätte man es technisch aufwerten sollen anstand immer wieder neue Flops an Betreibssoftware auf dem Markt zu bringen. Stabil läuft auch Win 7, seine beiden Nachfolger sind weiterhin mit zum Teil erheblichen Problemen behaftet, was die Sicherheit betrifft.
    Man stelle sich nur vor, der Zentralrechner bei Real oder Kaufland oder bei der Sparkasse würde für Tage ausfallen. Dies wäre eine Katastrophe, denn auf analogen Betrieb umstellen wäre nicht möglich, die jüngeren Menschen wüssten gar nicht mehr, wie bestimmte Abläufe analog zu handhaben wären.

    In diesem Sinn
    der märklinist

  17. #20
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    Kein user wird gezwungen MS einzusetzen. Wer glaubt, damit nicht klarzukommen, dem bleiben Alternativen. Unterschiedliche Linux-Distris sind am Markt gratis erhältlich. Anwendersoftware gibt's auch zur genüge. Sicher sind die OS allerdings auch nur deshalb, weil sie eine geringe Verbreitung haben.

    Viele Grüße

    hobo

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