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Thema: Wasserkraftwerk im Kaiser-Wilhelm Schacht

  1. #1
    Gedingeschlepper Avatar von glatzemann
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    Standard Wasserkraftwerk im Kaiser-Wilhelm Schacht

    Bis 1980 betrieb die Preussag in Clausthal in den Schächten Kaiser-Wilhelm und Ottiliae zwei Wasserkraftwerke. Man nutze die Oberharzer Teiche als Wasserspeicher, von dort aus via Rohrleitung zu den Schächten und dann mittel Fallleitung 364m in die Tiefe auf die Turbinen, das Abwasser ging dann über den Ernst-August Stollen wieder nach über Tage. Kraftwerk Ottiliae-Schacht leistete 2MW und Kaiser-Wilhelm Schacht 5,5 MW. Der Strom wurde in die Oberharzer Ringleitung gespeist und versorgte die Preussag Betriebe im Harz.
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    Fotos: Kaiser-Wilhelm Schacht mit dem sich in 364m Teufe befindlichem Turbinenkraftwerk.
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    Am 31 Mai 1980 endete für die Preussag das Recht auf die Wassernutzung zur Stromerzeugung. Das Land Niedersachsen verkaufte das kühle Nass lieber als Trinkwasser, das es mehr Profit in die Landeskasse spülte. Und so war das Ende der Turbinenkraftwerke in Clausthal besiegelt.

    Am 31 Mai 1980 drehte Horst Böttcher (rechts) für immer den Wasserschieber für die Turbinen zu. In der Bildmitte Betriebsingenieur Kämmerer und links Kurt Kleinhardt.
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    In der Schaltwarte unter Tage am letzten Betriebstag.
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    Zum Schluss gab es unter Tage im Turbinenraum noch eine kleine Feierstunde mit Frühstück. So richtig zum Feiern war niemanden zu Mute, mit versteinerten Gesichter sitzen die Preussag Mitarbeiter am Tisch.
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    Bild: Warten im Füllort 4.Sohle Kaiser-Wilhelm Schacht auf die letzte Seilfahrt nach über Tage.
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    1983 wurde der Kaiser-Wilhelm Schacht mit einer 60m tiefen Betonplombe verfüllt.

  2. Danke von:

    Andre Immenroth (04.06.2018),Andreas (05.06.2018),Bergmönch (08.06.2018),Eule (10.06.2018),Hamburger (05.06.2018),Harzer06 (04.06.2018),Maria (05.06.2018),Speedy (05.06.2018),Strippenzieher (06.06.2018),Toni Pepperoni (05.06.2018),zeitzeuge (05.06.2018)

  3. #2
    Gedingeschlepper Avatar von Volker
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    Hallo Glatzemann!
    Ein sehr interessanter Beitrag. Er hat sogar mein Wissen über die damaligen Vorgänge erweitert. Ich war immer der Meinung, die Preussag habe die Stromerzeugung aufgegeben, weil ihr das zu kostspielig wurde, und der Vorstand sowieso vorhatte, in Zukunft Ferienreisen zu verkaufen. Da passte die Aufgabe der Gruben "Rammelsberg" und "Hilfe Gottes" ja gut ins Konzept. Vielleicht spielten auch beide Tatsachen (Rückzug aus dem bisherigen Geschäftsmodell und Erlöschen der Wasserrechte) eine Rolle.
    Als 1988 im Juni die letzte Schicht auf dem Rammelsberg verfahren wurde, war mir und meinen Kollegen ähnlich zumute, wie den Kumpels von der Wasserwirtschaft. Ich machte damals mit meiner "Rollei" noch etliche Aufnahmen, u.a. vom letzten Erzwagen, der dann mit dem Schrägaufzug nach unten gefahren wurde. Leider sind schon allzuviele Kollegen von damals verstorben, eine Erinnerung ist es allemal.
    Jetzt steht das Treffen zum 30. Schließungstag an, an dem ich natürlich teilnehmen werde. Zum Glück wird dieses jährliche Treffen ja wachgehalten, gleiches hätte ich mir allerdings auch für die Kumpel von der "Hilfe Gottes" gewünscht, aber das liebe Geld.
    Glück Auf Volker

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