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Thema: Neues Kästehaus geplant.

  1. #1
    Schießhauer Avatar von Harzer06
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    Standard Neues Kästehaus geplant.

    Moin,

    laut der Papierausgabe der Goslarschen Zeitung vom 24. August 2019 plant die Forst als Grundeigentümer das derzeit geschlossene Kästehaus abzureißen und durch einen Neubau auf den alten Fundamenten zu ersetzen. Das jetzige Gebäude stammt von 1928 und ist doch etwas in die Jahre gekommen.

    Als zukünftige Betreiber werden Eva-Christin Ronkainen-Kolb und Holger Kolb genannt. Beide betreiben u.a. den Baumwipfelpfad in Bad Harzburg. Es soll eine regionale Speisekarte mit kleinen, rustikalen Angeboten sowie selbstgemachtem Kuchen geben. Etwa 30 Sitzplätze im Innenbereich, außerdem ein bayerischer Biergarten mit Holzpalettenmöbeln im Außenbereich. Geplant sei ein fast ganzjähriger Betrieb (Ausnahme November) mit jahreszeitabhängigen Öffnungszeiten von 16-18 Uhr. Gewünscht wird auch eine Reaktivierung der derzeit stillgelegten Buslinie.

    Ob bayrischer Charme, noch dazu mit Paletten-Möbeln, das Harzer Allheilmittel ist, wird sich m.E. erst noch zeigen müssen. Nach einer kürzlich erfolgten äußeren Besichtigung des Objektes, ist es aber wahrscheinlich besser als der jetzige Bestand.

    Für das ebenfalls geschlossene Molkenhaus ist noch keine Lösung in Sicht.

    G´Auf
    Harzer06

  2. Danke von:

    Luzi (28.08.2019),Nils (27.08.2019),nobby (24.08.2019),Speedy (02.09.2019)

  3. #2
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Es geht wieder voran in Sachen Kästehaus,

    insgesamt eine positive Meldung, aber warum bayrischer Biergartenstil, warum wird der Orginal Harzer Charme nicht genommen, wir sind weder Bayern noch fühlen wir als solche, wir müssen unsere Heimat und was damit verbunden ist pflegen. In Bayern wird man kaum Gastronomie finden die auf den Harzer Stil ausgerichtet ist. Hoffentlich wird das Konzept nochmal überdacht, denn wir müssen uns selbst vermarkten, was wir sind und was unsere Heimat ist und nicht auf völlig andere Regionen zurückgreifen umsomit nur eine billige Kopie zu schaffen. Tagesgäste und Urlauber kommen in den Harz um den Harz zu erleben und nicht um bayrische Biergartenkultur zu genießen.

    In diesem Sinn
    der märklinist

  4. Danke von:

    Günther und Helga (25.08.2019),Luzi (28.08.2019),Nils (27.08.2019),nobby (26.08.2019)

  5. #3
    Gedingeschlepper Avatar von Günther und Helga
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    Genauso sehe ich das auch - wenn man mal die ganzen Restaurants usw. mit ausländischen Titeln sieht, dann fragt man sich tatsächlich, bin ich überhaupt noch in Deutschland? Und wo bleibt unsere Heimatbewirtung? Kästeklippe sagte doch genau, wo das Restaurant stand - und da in dem Restaurant muss man keine anderweitige Verpflegung bekommen - das Einheimische ist mindestens genau so gut. Seit es z.B. das Restaurant Bavaria Alm oben am Torfhaus gibt, habe ich es noch nie betreten und werde es auch nicht, egal wie toll dort die Angebote sind. Und genauso mache ich es auch mit weiteren Lokalitäten. Ein griechisches, türkisches, jugoslavisches Restaurant in einer Innenstadt ist zu akzeptieren - und da gehe ich auch ab und zu mal hin -
    In diesem Sinne
    Günther
    Geändert von Günther und Helga (25.08.2019 um 21:40 Uhr)

  6. Danke von:

    Luzi (25.08.2019),Nils (27.08.2019)

  7. #4
    Hauer Avatar von Nils
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    Bavaria ALM, Steinberg ALM, im Café Goldberg wird in Drindl und Lederhose bedient und ich könnte jetzt noch einige Beispiele für diese "Alpinisierung" im Harz nennen. Mir ist das auch zu viel Plastik und Vergessenheit, wie es im Harz früher war.

    mit Grüßen

  8. Danke von:

    A.C. (30.08.2019),Günther und Helga (27.08.2019),Harzer06 (27.08.2019),Luzi (27.08.2019),Onkel Hotte (27.08.2019)

  9. #5
    Gezäheschlepper Avatar von Fniux
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    Es scheint sich ja zu verkaufen. Wie es wohl die Touristen aus Holland und Dänemark sehen, wenn Bayern plötzlich gefühlt 500 Kilometer näher rückt? Es stellt sich halt die Frage, welche Gepflogenheiten man vermitteln soll. Brockenhexe und Walpurgisnacht? Bestimmt. Die Metalle aus dem Rammelsberg, die man bis nach England findet und Wernigerode/Blankenburg/Quedlinburg als Burgenkorridor und bedeutende Kulturwiege? Sicher.

  10. #6
    Gedingeschlepper Avatar von nobby
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    Gaststätten sind keine Traditionsvereine, sie müssen wirtschaftlich denken. Irgendwo hatte Trichtex einmal geschrieben, dass man sich nach den Wünschen der Gäste richten sollte.
    Alle die die Harzer Kultur jetzt hochalten, haben die Harzer Gastronomie anscheinend nicht ausreichend durch ihre Anwesenheit unterstützt. Es erinnert mich sehr an das Beklagen der Schließung der Tante Emma Läden.
    Während die Bayern ihre Traditionen immer hochgehalten haben ist die Harzer Kultur den Bach runter gegangen. Das allerdings lag an den Harzern, nicht an den Bayern. In jedem Dorf ein Bayrisches Oktoberfest zu veranstalten, statt eines Harzer Brauchtumsfestes mit alten Bräuchen und Handwerk zu etablieren lag an den Harzern.
    Ich persönlich bedauere die Situation auch, bin aber nicht unschuldig an dieser Entwicklung.

    LG

    nobby

  11. #7
    Hauer Avatar von Nils
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    Ein Anfang wäre es ja schon mal, diese Lokalitäten schlichtweg "Baude" zu nennen. Das ist Harz und auch einigermaßen traditionell. "Steinberg Baude" oder "Käste Baude" ist doch gar nicht mal so übel, oder ? Der Harz war ja eigentlich furchtbar arm, zumindest deren arbeitende Bevölkerung. Die Innenausstattung ist ja gar nicht mal so unterschiedlich zur "Alm"
    Nur Dirndl passen gar nicht und bayrische Krachlederne auch nicht.

    Die alte Harzer Bekleidung war sehr schlicht und es gab eigentlich keine richtige "Tracht".

    Wollen wir mal hoffen, daß auf der Käste kein "Klein Oberbayern" ensteht :-)

    Mit Grüßen
    Geändert von Nils (27.08.2019 um 16:36 Uhr)

  12. Danke von:

    Günther und Helga (27.08.2019),Luzi (28.08.2019)

  13. #8
    Gedingeschlepper Avatar von ottofranz
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    Hallo,

    möchte mich meinen Vorredner anschließen, die bayerische Lebensart hier im Harz ist nur
    ein billiges abkupfern und nachäffen. Kein Gastronom im Allgäu oder Bayrischen Wald
    würde auf die Idee kommen, sein Haus im Friesenstil mit Reetdach zu errichten.

    Wir haben hier im Harz genügend Traditionen und Geschichte die man auch in einer
    Gastronomie zeigen und beleben kann. Dafür kommen ja Wanderer, Touristen und
    Urlaubsgäste. Es hat etwas mit gesunden Selbstbewußtsein, ein Schuß Lokal-
    patriotismus und eben auch guten Willen zu tun. Die Einzigartigkeit die uns von
    anderen Mittelgebirgen unterscheidet.

    Das letzte Pächterehepar Stecher hat ja lange Zeit bewiesen, daß so etwas an-
    kommt. Das Ausflugslokal war Sommer wie Winter immer gut besucht.

    Man könnte der federführenden Forstverwaltung und Frau Ronkainen-Kolb evtl.
    ein kleines Geheimnis verraten, daß es nämlich auch einen Harzer Baustil gibt.
    Gottseidank gibt es noch genügend Ausflugslokale die eine gewisse Ursprünglich-
    keit bewahrt haben(Rabenklippe, Plessenburg, Radauwasserfall, Maaßener Gaipel,
    Albertturm usw.)

    Ein herzliches Glückauf !
    Ottofranz

  14. Danke von:

    Günther und Helga (30.08.2019),Luzi (28.08.2019),Nils (28.08.2019)

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