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Thema: Die Zukunft im Harz 2050

  1. #1
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Standard Die Zukunft im Harz 2050

    Was die Zukunft 2050 sein könnte in unserer Region,

    so war es in der GZ der gestrigen Ausgabe zu lesen. Die Technik spielte dabei eine übergeordnete Rolle, wie z.B. das das Telefon Türen öffnen kann, dies werden wenn es so kommt nur noch die letzten verbliebenen allerältesten der Babyboomergeneration erleben. Für die dann jüngeren ein weiterer Schritt in Richtung Bequemlichkeit, schlafen, sitzen, selbst das Arbeiten von zu Haus aus im sitzen und essen natürlich auch im sitzen, ja bloß nicht hoch aus dem Sessel alles wird einem vor dem Allerwertesten gebracht. Nein - Fortschritt ja, aber in dieser Weise nein.

    Das wichtigste überhaupt bei dieser Prophezeihung wurde außer acht gelassen, was geschieht mit dem Harzer Wäldern? In gut 30 Jahren wird man den Harz nicht wiedererkennen, kaum noch Bäume zumindest was die Nadelbäume angeht die werden bis dahin längst vom Borkenkäfer zerstört sein, von Stürmen umgeworfen, und den leider von Menschen beschleunigten aber natürlichen Klimawandel Geschichte sein. Die Problematik des Waldsterbens ist seit Jahrzehnten bekannt, die Symptome wurden in gewissem Maß mal angegangen mit kalken von Hubschraubern aus, die Ursachen werden bis heute nicht so angegangen, wie sie angegangen werden müssten. Nadelgehölze sind nicht der ursprüngliche Bewuchs der Harzwälder, man muss nur weiter in den Ost- und Unterharz schauen, was dort für Baumarten stehen, Nadelbäume findet man dort kaum.
    2050 da sollte es so sein, das große Teile der Nadelgehölze durch größtenteils laubtragende Gehölze ersetzt sind und zwar durch solche, die mit den zu erwartenden klimatischen Veränderungen zurecht kommen. Nadelgehölze sind Flachwurzler somit die ersten die sterben, wenn es zu längen Trockenperioden kommt, zudem sind sie anfällig gegen Stürme, wegen des flachen Wurzelwerks sowie Lieblingsspeise des Borkenkäfers. Den Bergbau gibt es im Harz schon länger nicht mehr, denn dies war u.a. ein Grund warum Fichten angepflanzt wurden, weil die schnell wachsen und somit schnell als Nutzholz z.B. für den Bergbau zur Verfügung standen.

    Zukunft für den Harz 2050 sollte sein, das unsere Nachkommen auch die schöne Natur genießen können, denn wenn die Bäume weg sind, dann sind auch die Waldtiere verschwunden und viele Insektenarten, aber auch die Touristen, denn eine Vegetation die an eine "Mondlandschaft" erinnert, die wollen sich Touristen nicht anschauen.

    Natürlich wird der technische Fortschritt immer weiter gehen, sollte aber nicht die Hauptrolle spielen, denn was nützt uns das, z.B. mit dem PC/TV der Zukunft am Handgelenk und einem flugfähigen Longboard unter den Füßen um mobil zu sein, wenn man die Luft nicht mehr einatmen kann, das Wasser nicht mehr trinken kann und "unser Blut im Sommer vor Hitze in Adern kocht".

    In diesem Sinn
    der märklinist
    Geändert von märklinist (25.08.2019 um 16:09 Uhr)

  2. Danke von:

    Günther und Helga (25.08.2019)

  3. #2
    Gedingeschlepper Avatar von martin18330
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    Diesen ganzen "Zukunftsvisionen" ist nur bedingt zu trauen. Früher wurde auch schon von atomgetriebenen Autos und und allem möglichen anderen Sch ... ß schwadroniert - nur das Internet, das hat keiner auf dem Schirm gehabt! Ganz zu schweigen von 3-D-Druckern! Also abwarten und Tee trinken!

  4. Danke von:

    Fniux (26.08.2019),Harzer06 (25.08.2019),Luzi (25.08.2019),nobby (26.08.2019)

  5. #3
    Gezäheschlepper Avatar von Fniux
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    Es wird sich nicht allzuviel ändern. Die Goslarer Altstadt bleibt ihrer Rolle als Welterbe treu, während Jürgenohl seinen Ruf als Nachkriegssiedlung verstärkt. Der Stadtteil Oker wird sicher interessant; als unser diversester Ortsteil birgt er gewiss Chancen und Risiken. Vielleicht wird sich eines Tages ein Mensch mit ausländischen Wurzeln für die Industrie im Ort interessieren und in die mittlerweile mehr als ein Jahrhundert alten Fabrikhallen investieren? Würde Deutschland protektionistischer, käme das gewiss in Frage.

    Der Tourismus könnte einen Knick erleiden, sobald die Monokulturen im Westharz zum Glück zugrunde gehen. Man wird aber sicher die gute Aussicht und Erschließung zu schätzen wissen. Es wird trockener und auch wärmer (+3-4°C sind es sicherlich im Schnitt bis 2050), sodass die Vegetation eher wie in den Vogesen ist.

    Und irgendwie werden sie auch den Weiterbau der A 36 nach Westen durchboxen. Junk träumt bereits davon, und das Ministerium wies die Idee auch aus Prioritätsgründen und nicht aus mangelnder Notwendigkeit ab. Einen Boom wird das aber sicher nicht bringen.

  6. Danke von:

    nobby (26.08.2019)

  7. #4
    Schießhauer Avatar von Harzer06
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    Moin,

    auch ich sehe in den verschiedenen Zukunftsvisionen Schwachstellen. Vor allem, weil die Politik nicht das als Ziel hat, was sie vorgibt. Nicht alles, was als "Zukunftsbeitrag" verkauft wird, ist auch wirklich ein echter Zukunftsbeitrag. Da wird z.B. ein Theater um Plastikstrohhalme inszeniert, während es auf der anderen Seite Bauartzulassungen für SUVs mit 2 t Leergewicht gibt - nur um damit zum Einkaufen zu fahren. Egal wie man es anstellt, 2 t Leergewicht verbrauchen mehr Energie und Rohstoffe als 1 t Leergewicht - aber der Umsatz und die Steuern sind das eigentliche Ziel.

    Jürgenohl mit seinen Mietsblocks (teilweise auch damals mit Zentralheizung) war in den 60ern für viele Vertriebenen und Ausgebombten ein aufstrebender Stadtteil. In vielen Städten lebten Menschen noch in umgenutzten Weltkriegsbaracken, auch gab es m.W. zumindest in den 50ern auch noch Wohnraumbewirtschaftung. Heute ist der Stadtteil eher ein Armenhaus von Goslar. Viele Mieten werden vom Jobcenter bzw. dem Sozialamt bezahlt, abends gehen die Menschen an die Müllcontainer der Einkaufsmärkte (eigene Beobachtung), auf dem Parkbänken sitzt (teilweise fremdsprachiges) Alkohol-Publikum etc.

    Oker hat sicherlich Potential. Zumal zwar die Fabrikhallen teilweise alt sind, aber ziemlich moderne Inhalte haben. Ausnahmsweise mal ein Beispiel für die Nachnutzung industrieller Brachflächen. Meist wird ja für Neuansiedlungen frisches Ackerland vergeudet - allem Öko-Gerede der Politik zum Trotz.

    G´Auf
    Harzer06

  8. Danke von:

    Luzi (26.08.2019)

  9. #5
    Gezäheschlepper Avatar von Fniux
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    Jürgenohl ist von vornherein sehr stark als Wohngebiet konzipiert worden, beim Fliegerhorst ist zumindest etwas Dienstleistung vorhanden (wobei es mir vor allem in Hinsicht auf Jürgenohl recht wenig ist). Die Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsplatz (Baßgeige) ist meiner Meinung nach zu stark abgelaufen. Im Großteil von Sudmerberg hat man zum Vergleich den Vorteil, dass es eine klare Eigenidentität hat und die Demografie auch stabiler ist. Jürgenohl droht jedenfalls einen ähnlichen Weg wie SZ-Lebenstedt zu gehen, nämlich dank der Konzeption zu einem Randbezirk für die Leute zu werden, die sich die Mieten woanders nicht leisten können. Klar waren es damals hochmoderne Wohnungen und standen für die Zukunft, aber man hat die Entwicklung in den 1960ern auch in Kauf genommen, dass die Standards eben noch weiter steigen werden.

    Oker würde ich fast als eine eigene Stadt bezeichnen (vielleicht etwas weniger als Vienenburg jetzt). Hier liegt der Vorteil darin, dass die einzelnen Teile (Adenbergsiedlung, Ober-/Unteroker und Müllerkamp) durch das Zugehörigkeitsgefühl zu Oker geeint sind und es darum ein heterogener Stadtteil ist. Wie gesagt: Würde sich die EU stärker von China abnabeln (was durchaus geschehen kann, da das Land seinen Status als "Werkbank der Welt" ablegen will), können auch die vorhandenen Kapazitäten genutzt werden. Das ist halt der Unterschied zu Jürgenohl: Die Industrie ist vor Ort schon da.

    Dazu muss man wissen, dass Deutschland so oder so multikultureller wird, das ist demografisch und kulturell einfach so. Ohne Anpassung geht es nicht - von beiden Seiten, wohlgemerkt.

  10. Danke von:

    nobby (27.08.2019)

  11. #6
    Hauer Avatar von Luzi
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    @Fniux .....

    Zu Jürgenohl: In der Tat, ich sehe keine gute Zukunft für diesen Stadtteil .... leider!
    Ich bin in Jürgenohl aufgewachsen und habe dort eine glückliche Kindheit verbracht.
    Es war ein Stadtteil für sich, in dem man Alles des täglichen Bedarfes bekommen konnte.
    Die Mieten waren erschwinglich, ein reines Wohngebiet, mit kleinen Unternehmen ( Geschäfte )
    Die Geschäfte verschwanden im Laufe der Zeit.
    Viele, viele Wohnungen stehen leer, die Mieten sind überteuert .... nicht, wie Du schreibst, daß in Jürgenohl Menschen wohnen,
    die sich woanders keine Miete leisten können! Nein, so ist es nicht! Hier kosten die Wohnungen unterdessen genauso viel,
    wie in anderen Stadtteilen; wenn man nicht schon über zig Jahre in so einer Wohnung lebt!
    Nichtsdestotrotz denke ich, daß in ???? Jahren, Jürgenohl leider sehr verwaist sein wird!


    Gruß, Luzi

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