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Thema: Kein Geld da für die Sicherheit

  1. #1
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Standard Kein Geld da für die Sicherheit

    Hallo in die Runde,

    man könnte schäumen vor Wut, das Land Niedersachsen muss den Landkreis Goslar bzw. die Stadt Goslar enttäuschen (so ähnlich ein Artikel in der GZ heute) was Geld für die Sicherheit in Bezug auf ein Frühwarnsystem für den Hochwasserschutz angeht.
    Es wird so viel Geld ausgegeben, sicherlich vieles gezielt und sinnvoll, manches aber weniger sinnvoll oder es wird völlig überflüssig ausgegeben, bewusst gehe ich nicht auf Details ein.
    Niemand weiß wann ein neues Hochwasser bevorsteht wie zuletzt im Sommer 2017, sicher ist, das sich sowas wiederholen wird und wohl wieder könnte es dramatisch werden für die Bevölkerung und für das Weltkulturerbe. Natürlich gibt es keine 100 prozentige Sicherheit, aber wenn man die Frühwarnzeit sehr deutlich verlängern kann, dann bleibt auch deutlich mehr Zeit damit die Einsatzkräfte, aber auch die Bevölkerung schneller reagieren können um möglichen Schaden entweder abzuwehren oder zuverringern.

    Unsere derzeitigen Politiker, egal welcher Partei sie angehören, nach meiner persönlichen Meinung sind das alles Politiker, denen ich in ihr Arbeitszeugnis schreiben würde, sie waren stets bemüht. Große Hochachtung habe ich vor Helmut Schmidt, der in höchster Not, menschlich gehandelt hat, dem Kassenstand und Kontostand, sowie Gesetze und Verordnungen unwichtiger waren als der Wasserstand und dem Leid der Menschen bei der großen Flut im Jahr 1962 in Hamburg. Dieses Hochwasser habe ich selbst als Kind damals im Februar 1962 in Hamburg miterlebt, wenn auch ich daran keine genaue detailierte Erinnerung habe. Hätten wir heute Politiker die so handeln und denken würden wie seinerzeit Helmut Schmidt, dann hätten wir sehr viele Probleme weniger.

    In diesem Sinn
    der märklinist

  2. #2
    Gedingeschlepper Avatar von nobby
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    Erst die Fakten, dann die Wut.


    https://www.umwelt.niedersachsen.de/...en-121920.html


    vg

    nobby
    Geändert von nobby (30.12.2019 um 15:31 Uhr)

  3. #3
    Gezäheschlepper Avatar von Joerg
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    Ein Frühwarnsystem wird doch für Goslar nicht viel oder gar nichts bringen. Das die Gose/Abzucht bei Extremwetterlagen über die Ufer tritt ist seit Jahrhunderten bekannt. Was soll da noch früh gewarnt werden. Da kannst du auch regelmäßig den Zollstock im Gosetal reinhalten.
    Solche Überschwemmungen hatten wir alle hundert Jahre immer mal wieder. Oben rein, unten raus. Ich wohne zwar seit Ende der 80er nicht mehr in Goslar, bin aber dort aufgewachsen. 2017 war ich 1,5 Wochen nach der Überschwemmung in Goslar und war angenehm überrascht, wie gut die Goslarer es geschafft hatten, es in dieser kurzen Zeit fast alles wieder herzustellen, bzw. die Schäden sich in Grenzen hielten. Das findest du in anderen Gegenden nicht.
    Was willst du machen einen riesigen Deich um Goslar bauen? Auffangbecken, wo??? Altstadt hochlegen??? Alles würde das Gesamtbild nachhaltig (zer-)stören.
    Diese Überschwemmungen, wie man auch auf alten Fotos sehen kann, gab es immer schon, zwar selten, aber es gab sie, ebenso wie die harten Winter mit Meter hoch Schnee in den Straßen ( jetzt eher seltener).

  4. Danke von:

    Harzer06 (31.12.2019),ottofranz (02.01.2020)

  5. #4
    Gedingeschlepper Avatar von ottofranz
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    Hallo Leute,

    den Ausführungen von Jörg kann man in großen Teilen zustimmen, solche Dinge können sich immer
    wiederholen. Der Goslarer OB Junk hat auch immer einen gewissen Hang zu Publicity und Aktionismus.

    Wir erinnern uns: Tief "Alfred" lag Ende Juli 2017 wie Blei über Südniedersachsen, Harzgebiet und über
    Teile Sachsen-Anhalts und Thüringens. Tage- u. Nächtelang regnete es ohne Unterbrechungen. Kleine
    Rinnsale und eher unbedeutende Wasserläufe wurden zu reißenden Wildbächen. Die Topographie des
    Harzes mit seinen engen und tiefen Tälern kann solchen Wassermassen keinen Raum bieten. IN Goslar
    mit seiner engen, mitteralterlichen Bebauung erst recht nicht. Übrigens war Bad Harzburg und andere
    Orte im Harz und seinem Vorland ähnlich betroffen. Die Gegend um Alfeld/Hildesheim glich einer Seen-
    landschaft.

    In einem Punkt muß ich allerdings widersprechen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten haben wir heute
    einen funktionierenden Rettungs- und Katastrophenschutz. Es gibt Erfahrungswerte, gesunden Men-
    schenverstand und entschlossendes Handeln, man muß es nur tun. Schweres Gerät, digitale Infor-
    mationen, Daten des Deutschen Wetterdienstes, Verstärkung bzw. Ablösungen aus nicht betroffenen
    Gebieten usw. Um beim Beispiel 2017 zu bleiben, hier hatte man mehr als 4 Stunden Vorwarnzeit
    nämlich mindestens 48 Stunden.

    Wir haben Gott sei Dank in unseren Breiten kein Vulkanismus, Seebeben mit anschließenden
    Tsunamis. Selbst hier sind Frühwarnsysteme sehr grob und ungenau, aber eben besser als gar
    nichts. Man kann das von Goslar verlangte Geld wirklich besser einsetzen, wenn man es denn
    auch bekommt.

    Grüße
    Ottofranz

  6. Danke von:

    märklinist (02.01.2020)

  7. #5
    Gezäheschlepper Avatar von Joerg
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    Früher war es die Schneeschmelze die dem Harzvorland zu schaffen machte. Insbesondere im Norden, u.a. ein Grund die Talsperren im Nordharz zu errichten. Im Gegensatz zum Südharz, wo eher Wasserknappheit bzw. die Wasserversorgung der ausschlaggebende Grund war.
    Ich weiß nicht mehr genau wann es war, aber es muss Ende der 70er/Anfang der 80er gewesen sein, da hatten wir soviel Wasser, da mussten sie die Okertalsperre öffnen. Die B498 war gesperrt da teilweise weggespühlt. Ich bin damals noch mit den Hunden vom Waldhaus bis hoch zur Staumauer gewandert um mir das Spektakel anzuschauen.
    Viel Wasser hatte/hat der Nordharz immer schon und Goslar quasi am Scheitelpunkt im ganz Besonderen. Egal ob das Shit-Wetter von Westen oder von Osten kommt.....

  8. Danke von:

    ottofranz (02.01.2020)

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