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Thema: Grube Großfürstin Alexandra

  1. #61
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    Hallo Gemeinde !
    Um auf die Anfrage von "bergland" einzugehen: Über Fördermengen und Metallausbringen ist mir nichts bekannt, dafür hat diese Grube im Lauf der immerhin Jahrhunderte zu oft den Namen und Betreiber gewechselt. Evtl. wird man beim Bergamt in Clausthal diesbezüglich fündig, was die letzte Betriebsperiode angeht. Soweit zur Anfrage von "bergland",den ich hier nicht übergehen wollte. Der Grund für diesen Beitrag ist jedoch folgender:
    Zum Thema "Wassersäulenmaschine" muß ich meinen vorherigen Beitrag in Teilen korrigieren, da ich in der Zwischenzeit meine nicht unerhebliche Menge von Oberharzer Bergbauliteratur durchgeackert habe.
    Für Interessierte einen sehr aussagekräftigen Buchtitel, aus dem ich meine Informationen bezogen habe: "Vom frühneuzeitlichen Montangewerbe zur Bergbauindustrie" Erzbergbau im Oberharz 1635-1866 von Christoph Bartels. Veröffentlicht vom Deutschen Bergbaumuseum in Bochum 1992. ISBN 3-921533-53-8.
    Dort steht auf Seite 363, daß im Jahre 1748 in der Grube "Carls Gnade" im Schleifsteinstal bei Goslar eine Winterschmidtsche Wassersäulenmaschine installiert wurde, die bis zum Jahre 1761 zuverlässig funktionierte. Diese Grube war ja der Vorgänger der "Alexandra".
    Ferner wurde in der Grube "Theodora und Beständigkeit" in meinem Heimatort Hahnenklee im Jahre 1763 eine bestehende Wassersäulenmaschine durch eine größere ersetzt.
    Außerdem wurden vom Frühjahr 1755 bis zum Jahresende 1756 in Bockswiese -(deren Bergwerke weitaus ergiebiger waren, als die Hahnenkleer Gruben,)-
    11 Stück Wassersäulenmaschinen installiert ! Diese Informationen waren mir völlig neu, in solchen Dimensionen hätte ich diesbezüglich nicht gedacht.
    Auch in anderer Beziehung ist das Buch sehr interessant, ich weiß allerdings nicht, ob es noch im Buchhandel erhältlich ist. Ansonsten bleibt noch der antiquarische Buchhandel. So, bevor jetzt die Sache zur unendlichen Geschichte wird, will ich jetzt zum Schluß kommen, in der Hoffnung, Euch nicht gelangweilt zu haben.
    Was die Anfrage von "Goslärsche" vom 14.09. einer gemeinsamen Begehung angeht, folgendes: Das wäre machbar, ich weiß nur nicht, wie man da Termine abmacht, es ist ja nicht jedermanns Sache, hier im Forum persönliche Daten preiszugeben. Vielleicht gibt es ja eine einfache Lösung, dann bitte melden.
    Glück Auf Volker

  2. Danke von:

    Goslärsche (15.10.2015),Maria (15.10.2015),Speedy (15.10.2015),thronerbe (15.10.2015)

  3. #62
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    Eine Gemeinsame Begehung ist eine feine Sache.
    Wenn du einen oder mehrere Termine zur Auswahl hast, machen wir eine Abstimmung.
    Wer keine persönlichen Daten preisgeben möchte, kann sich doch per PN an Dich wenden.

    Ich wäre dabei.
    Gruß
    Uwe

  4. #63
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    @ Volker,
    danke für den interessanten Bericht zu den Wassersäulenmaschinen.

    Eine Begehung, bzw. die Planung - sollte doch wohl (ggf. über PN) möglich werden??? Allerdings würde ich vorschlagen, das nicht mehr in diesem Jahr anzugehen, denn die Wetterprognosen sind derzeit unvorausplanbar (schlecht). Es macht wirklich keinen Spaß im nassen oder dunklen dort rumzulaufen. Dazu sollte das Wetter etwas beständig und vorausplanbar sein, die Vegetation ist dort ohnehin nicht so wahnsinnig üppig, dennoch ist für Befahrungen von Altbergbau oder Pingen das Frühjahr geeigneter, weil man dann auch im Gelände was erkennen kann; dann könnte man z. B. das fortgeschrittene Frühjahr 2016 vlt. vorausschauend mal anpeilen - so wäre mein Vorschlag dazu.
    Leider kriege ich ja nach einem gestern nochmal gestarteten Versuch hier keine Bilder hochgeladen. - Sonst hätte ich sie von meiner Begehung im Juli diesen Jahres schon mal eingestellt...

    Glück auf, Goslärsche
    Geändert von Goslärsche (16.10.2015 um 18:31 Uhr)

  5. Danke von:

    Maria (15.10.2015),Speedy (15.10.2015)

  6. #64
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    Hier kam die Frage von Bergland auf, welche Mengen an Erzen denn aus der Grube Großfürstin Alexandra gefördert worden seien.

    Der Bergbau auf dem Schleifsteintaler Gangzug fand in 3 zeitlich unterschiedlichen Perioden statt. Es gibt Aufzeichnungen, dass die Grube bereits im 16. Jh. bekannt gewesen war. Namentlich war sie als „Abraham“ 17.-18. Jh., „Anna“, „Carls Gnade“ 1748 bis 1778, zuletzt als „Großfürstin Alexandra“ 1864 bis 1907 bekannt. Auf dem Schleifsteintaler Gangzug wurde auf Bleiglanz und Zinkblende gebaut.
    1891 bis 1893 wurde die Grube durch den Commener Bergwerks- und Hüttenverein mit Sitz in Bonn betrieben. Es wurden ein neuer Tagesstollen sowie ein unterer Stollen neu aufgefahren. Dabei wurde 1893 ein Nickelerzgang angefahren.
    Ab dem Jahr 1751 bekam das Element Nickel eine wirtschaftliche Bedeutung.
    Hauptsächlich wurde jedoch auf Bleiglanz und Zinkblende gebaut. Die reichsten Vorkommen erbrachten Erzminerale von anteilig 53 bis 55 % Blei sowie 34 bis 48 % Zink, sowie einem darin enthaltenen Silberanteil von bis zu 0,45% - was sehr vielversprechend war. Ebenso fanden sich Erzminerale von Pyrit und Kupferkies.
    Nach Anfahren des zwischen dem Liegend- und Hauptgang gelegenen Nickelganges wurde schließlich auch auf Nickel-Arsen-Sulfid gebaut, das sich in Form vom Gersdorffit als Hauptnickelträger, sowie Rotnickelkies und Millerit in der Grube fand. Den Nickelgang erschloss man durch einen neu abgeteuften Schacht von 74 m Teufe mit einer Fördermaschine von 80 PS. Der angetroffene Nickelgang besaß allerdings nur eine Mächtigkeit von 5 – 20 cm.
    Die Fördermengen waren sehr schwankend: 1895: 227 t. 1897: 0 t. 1898: 51 t. 1899: 44 t. 1900: 73 t. Davon waren 8 t Nickelerz.
    Beschäftigt waren zwischen 6 bis max. 30 Bergleute untertage und 5 bis 19 Mann übertage.
    Trotz negativer Aussichten wurde 1894-98 in den Bau eines 567 m langen Wasserlösungsstollens im Niveau der 70-m-Sohle investiert. 1900 wurde eine Aufbereitung für 3,5 t Erz/Std. mit Klaubung, Mahlung sowie Setzmaschine gebaut. Der Zeitrahmen der tatsächlichen Nutzung soll sich auf nur 4 Monate belaufen haben.
    1901 wurde der bergmännische Betrieb zeitweilig eingestellt, zugrunde sollen Geldmangel gelegen haben, Verweigerung der Zubuße durch die Gewerken, durch niedrige Metallmarktpreise sowie negativer Untersuchungsergebnisse auf der 129-m-Sohle.
    Schließlich wurden die Anlagen nach endgültiger Stilllegung im Frühjahr 1907 abgebrochen.
    Seit 1909 nutzt die Stadt Goslar das Areal für die Trinkwasserversorgung.

    1967/68 soll einem Goslarer Ingenieur die Genehmigung zur Aufwältigung des Neuen Tagesstollen erteilt worden sein; das neuerliche Erkundungsergebnis sei negativ verlaufen.
    1980/81 Wiederaufwältigung des Tagesstollens zu wissenschaftlichen Untersuchungsarbeiten.

    Im September 1749 habe der Braunschweiger Herzog Carl die Grube befahren. Im gleichen Jahr soll der braunschweigische Georg Winterschmidt seine Wassersäulenmaschine dort ausprobiert und bis 1761 betrieben haben. Sie soll durch die Mechanik einer Hahnenkleer Grubenmaschine gesteuert worden sein. Dieses steht jedoch arg in Zweifel, da im Jahr 1756 von einer Wiederaufwältigung nach Stilllegung berichtet wird, die Grube 1778 wegen fehlender Anbrüche sowie fehlendem Aufschlagwasser stillgelegt worden war. Bis dato – zur Stilllegung im Jahr 1778 – sollen 125.000 hannoversche Centner Erz gewonnen worden sein (1 hann. Ctr. = 46,8 kg) also 5.850 t Erz.

    S. auch Beitrag joachim-fricke von 02/2010

    (Quellen Günter Gebhardt, Hannover, Unser Harz 2/2012; Sperling & Stoppel, Die Blei-Zink-Erzgänge des Oberharzes 1979)

    Glück auf, Goslärsche

  7. Danke von:

    Maria (17.10.2015),Speedy (17.10.2015)

  8. #65
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    Anhang 15301Hallo Gemeinde !
    Der vorhergehende Beitrag ist ja schon eine kleine Fleißarbeit, Danke dafür. Die zitierte Quelle- Die Blei- Zink- Erzgänge des Oberharzes 1979- besitze ich auch. Dieses Buch war mal sehr teuer, ich habe es mir vor Kurzem allerdings über den antiquarischen Buchhandel besorgt. Ich mag es inzwischen nicht mehr missen.
    Der Grund für diesen Beitrag ist jedoch folgender: Bei einer Begehung der "Alexandra" am 26.02.2012 fand ich im unteren Bereich dieser Grube, am Hang unterhalb der sogen. "Schrägförderanlage" ein ca. 2 Meter langes gußeisernes Rohr von ca. 20cm Durchmesser, in der Mitte durch 2 Flansche verbunden. Ich fotografierte dieses Rohr von mehreren Seiten und ließ es an Ort und Stelle liegen, um es später einmal genauer zu untersuchen. Meine Annahme war folgende: Das kann doch nur der Rest eines Dampfrohres sein, welches den hochgespannten Dampf durch den oberhalb liegenden, unterirdischen Kanal zu den einzelnen Verbrauchern geführt hat.
    Zum Zeitpunkt, als diese Rohre verlegt wurden, waren in Deutschland Verbindungselemente wie Schrauben nach dem zölligen Maßsystem, wie es in England gebräuchlich war, üblich. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde dieses System allmählich gegen das metrische System ausgetauscht. Ergo: Befinden sich zöllige Schrauben in den Flanschen, muß dieses Rohrende aus der Zeit der Erbauung dieses Kraftsystems stammen. So meine Überlegung.
    Als ich allerdings einige Zeit später diese Untersuchung vornehmen wollte, war das Rohr, welches ja immerhin ein erhebliches Gewicht hat, verschwunden. Zwischenzeitig hatten Waldarbeiter auch jede Menge Fichtenzweige auf den unteren Weg geworfen, wohl um zu verhindern, daß dieser Weg weiter benutzt wird. Eine übrigens häufig von der Forst angewandte Methode, Leute aus gewissen Bereichen des Waldes fernzuhalten. U.a. vom "Kehlweg" oberhalb des Gosetales, wo starke Bäume quer über den Weg gefällt wurden, so daß dort kein Durchkommen mehr gegeben ist. Es gibt noch mehr solche Beispiele. Das anzuprangern ist jedoch nicht der Zweck dieses Beitrages, sollte jedoch mal erwähnt werden !
    Mehrmalige Begehungen, u.a. mit Metalldetektor, waren erfolglos. Jetzt meine Frage: Weiß jemand etwas zu berichten über das Verschwinden dieses Rohres ? Wer schleppt sich schon mit einem solchen Ungetüm ab, um es zu Hause hinzulegen ? Hätte ich nicht die Fotos gehabt, hätte ich beinahe an meinem Verstand gezweifelt. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen, so daß ich wieder ruhig schlafen kann. Fotos des betreffenden Objektes kann ich leider keine beifügen, da ich nicht weiß, wie das geht, sollte ich es irgendwann mal beherrschen, werde ich das nachholen.
    So, das wars. MfG Volker
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    Geändert von Volker (13.01.2016 um 18:11 Uhr)

  9. Danke von:

    Andreas (30.01.2016),Goslärsche (14.01.2016),Speedy (14.01.2016)

  10. #66
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    Moin,
    ich war im November 2011 vor Ort. Das Rohr habe ich dabei nicht gesehen, nur ein Rohrbruchstück. Allerdings ist die Wandstärke "nur" ca. 8 mm (gerade mal nachgemssen) . Das Rohr auf dem Bild sieht mir dickwandiger aus. Wegtragen muss man das nicht: Das Metall ist so spröde,da haut man mit dem Hammer d'rauf und es zerspringt (ähnlich Porzellan). Vielleicht hat jemand kräftig geschlagen und die Bruchstücke weggeschaufelt ....

    Muss da auch mal wieder hoch...
    Glück auf!
    Fundgrübner

  11. #67
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    Zu diesem Rohr muss ich leider passen. Mir ist keins auffällig gewesen. Bei meinen ersten Erkundungen, die ca. in den Anfängen der 1990er Jahre gewesen sein mögen, hatte ich für den Bergbau noch nicht die Intention. Damals war es für mich "irgend eine alte Grube im Wald", habe ich auf kein Rohr geachtet. Auch in den Begehungen nach 2000 ist mir kein Rohr sinnlich. Auf jeden Fall lag keins, als ich in 2015 mehrfach das Grubenareal inspiziert habe.
    Glück auf, Goslärsche

  12. #68
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    Hallo!
    Ich will noch einmal auf die letzten 2 Beiträge eingehen, ohne jedoch dieses Thema zu einer "Unendlichen Geschichte" werden zu lassen: Das Rohr lag ziemlich genau am Hang unterhalb der ehem. "Schrägförderanlage", auch Schrägaufzug genannt, an dem Hang, der sich nach unten zu dem ehemals als Zugang zur Grube gedachten Fußweg im Talgrund befindet. Etwa in der Höhe, wo sich der heute genutzte Zufahrtsweg -Schrägaufzug- von der Steigung in die Waagerechte übergeht. Wenn man nur die Grube mit den verfallenen Aufbereitungsanlagen besucht, kommt man ja nicht in diesen Bereich, ich habe dieses Relikt auch erst nach dem X-ten Besuch gefunden. Sollte jemand das Rohr zertrümmert haben und die Bruchstücke weggetragen haben, dann wären einige Bruchstücke liegengeblieben, die mein Metalldetektor angezeigt hätte, bleibt also nur, daß jemand das Rohr als Ganzes weggetragen hat. Die andere Möglichkeit ist, daß ich nicht sorgfältig genug gesucht habe, was ich im Frühjahr nachholen werde. Sollte noch jemand dazu etwas zu sagen haben, bitte melden.
    Am Schluß noch folgendes: Macht weiter so, die Beiträge sind immer sehr interessant, ich habe auch noch etliche Themen auf Lager, die ich Stück für Stück noch beitragen will, auch zum Thema "Goslar", obwohl ich aus Hahnenklee bin. Ich habe 1960 dort meine Lehre begonnen, da hat sich ja sehr viel verändert, wie ich bei meinem letzten Stadtrundgang bemerken mußte. Volker

  13. #69
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    Hallo Gemeinde!
    Nach ziemlich genau 3 Jahren will ich mich noch einmal zur Grube "Großfürstin Alexandra" wie folgt melden: Ein Kumpel von mir war vor ca. 1,5 Jahren im Stadtarchiv Goslar, um sich nach Unterlagen der Grube zu erkundigen. Es wurden ihm etliche Sachen vorgelegt, u.a. waren da einige Fotos von Friedrich Behme dabei. Wie er mir berichtete, waren 2 bisher unbekannte Aufnahmen dabei, auf denen folgendes zu sehen war: Die Grubenanlage in der Version, wie sie kurz vor dem Abbruch ausgesehen hat, aus der Richtung des Maschinenhauses talabwärts gesehen. Abgebildet sei das Maschinenhaus mit Förderturm, das Sturzgerüst und der große Schornstein mit vielen anderen Details. Der Herr, der ihm das vorgelegt hat, habe aber strikt auf einem Fotografierverbot dieser Bilder bestanden, er sei meinem Kumpel während der ganzen Zeit nicht von der Seite gewichen, um aufzupassen.
    Das zweite Bild zeige die inzwischen abgebrochene Erzaufbereitung talaufwärts gesehen mit vielen Einzelheiten, aus deren Lage man den Standpunkt der einzelnen Maschinen und Anlagen rekonstruieren könne.
    Ein drittes Bild sei auch vorhanden, auf dem einzelne, nicht bezeichnete Personen abgebildet seien. Erwähnen muß ich noch, daß sich mein Kumpel selbstverständlich an das Verbot gehalten hat.
    Jetzt meine Frage: Was ist an dieser Anlage, die als solche kaum noch zu erkennen ist, so geheimnisvoll, daß man von den Bildern, die vor mehr als 100 Jahren davon gemacht wurden, so einen Zirkus veranstaltet? Vielleicht weiß jemand eine Antwort darauf oder zumindest eine Vermutung.
    Anschließend war mein Kumpel beim Ober- oder Landesbergamt in Clausthal mit dem gleichen Anliegen. Er durfte sich dort alles vorlegen lassen und alles fotografieren, was ihn interessierte. U.a. sämtliche Planungsunterlagen und Grubenrisse. Aus den Planungsunterlagen ist der gesamte Aufbereitungsablauf zu ersehen, einschließlich des Schrägaufzuges, der dort "Bremsbergbahn" genannt wird. Auch ist die Anschlußverteilung der Dampfrohre eingezeichnet. Die unterirdischen Kanäle sind ja zum Teil noch erhalten bzw. begehbar.
    Für Leute, die sich dafür interessieren, eine hochinteressante Sache. Diese ehemalige Grube gehört schließlich zum Einflussbereich der Stadt Goslar, außerdem war es das einzige Bergwerk im Harz, wo man das Nickelerz Gersdorffit fand.
    Zum Schluß muß ich noch erwähnen, daß mein Beitrag zu diesem Thema vom 8.2.2014 in einigen kleinen Punkten korrigiert werden muß, das resultiert daraus, daß die Anlage mehrere Male im letzten Betriebsstadium umgebaut wurde, hauptsächlich die Energieversorgung betreffend. Es wurde ja sogar für den zentralen Dampfkessel ein großer Kamin erbaut, dessen Mauersteine noch einzeln aufzufinden sind.
    Falls jemand genaueres zu dem Fotografierverbot beizutragen hat, bitte melden. Volker

  14. Danke von:

    Andreas (11.01.2019)

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