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Thema: Goslar während der Nazi-Zeit

  1. #21
    Gesperrt Gesperrt Avatar von Susanne-K.
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    Anbei ein paar statistische Werte zu unserer Geschichte.
    siehe dazu:
    http://www.verwaltungsgeschichte.de/goslar.html

    Interessant zu unserem Thema sind hierbei besonders die statistischen Erhebungen zu:
    1.) Die Reichtagswahlen vom 05.03.1933 im Stadtkreis Goslar
    2.) Erwerbstätigkeit und Altersstruktur der Bevölkerung im Stadtkreis Goslar nach der Volkszählung vom 17.05.1939
    3.) Einwohner im Stadtkreis Goslar - die Bevölkerungsentwicklung ist für mich persönlich sehr interessant zu verfolgen. Leider endet die Erhebung im Jahr 1990.




    Zitat Zitat von AlterSchirm Beitrag anzeigen
    So, ich hab doch gewusst, dass ich noch was über die Kapitulation Goslars habe. Demnach waren es folgende Personen und Ereignisse, die zum Erhalt des historischen Stadtkernes beigetragen haben:

    Am 6. April 1945 wird der Oberst Max Poppe zum neuen Kommandanten in Goslar ernannt. Auf Grund der mindestens 3000 nicht transportfähigen Schwerverletzten in den Goslarer Lazaretten ordnet er an, die Stadt nicht zu verteidigen. So kann der amerikanische Major Rogers, der die Truppe anführte am 10. April kampflos in die Stadt einrücken, obwohl das Oberkommando der Wehrmacht noch am 8. April 1945 den Harz zur "Festung Harz" erklärte, die "bis zum letzten Tropfen deutschen Blutes" zu verteidigen sei.

    Die erste verwaltungstechnische Handlung des Majors war übrigens die Ablösung des OB Droste durch den bisherigen Stadtkämmerer Heinrich Wulfert. Der die Geschäfte der Stadt anschließend etwa einen Monat lang führte, bis Rudolf Wandschneider, ein überlebender Kommunist aus Goslar eingesetzt wurde. (ja richtig, die Amerikaner haben einen Kommunisten zum Bürgermeister gemacht - aber es war ja vor dem kalten Krieg). Im April und Mai 1945 übergaben die Amerikaner Goslar vertragsgemäß an die Engländer.
    Zu Deinen Informationen gibt es in der Goslarschen Zeitung auch einen begleitenden Artikel (leider ohne Datumsangabe, wann er erschienen ist):
    http://www.goslarsche.de/Home/magazi...-folge-11.html

    Diesem Bericht entnommen habe ich die Auflistung der Durchgangslager in Goslar, die bis 1946 eingerichtet wurden:
    Goslarhalle, Vititorkaserne, Goetheschule, Rammelsbergkaserne, Pestalozzischule, Bergedorfkaserne, Oberschule für Jungen, Brauschweiger Hof.
    Bis in den Herbst 1946 waren von der Stadt 98 Wohnhäuser und 53 andere Grundstücke beschlagnahmt worden, so dass 1.100 Wohnräume ohne Küche und Nebenräume zur Verfügung gestellt werden konnten.

  2. #22
    Schießhauer Avatar von AlterSchirm
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    Nicht nur die Artikel in der GZ, sondern auch die Bücher von Peter Schyga zu dem Thema sind äußerst lesenswert. Er ist der beste Kenner der Goslarer / Harzer NS - Geschichte.
    Alles Liebe
    Jan

  3. Danke von:

    FaXe (25.07.2018)

  4. #23
    Gesperrt Gesperrt Avatar von Susanne-K.
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    Standard Hotel Goldener Stern + Sanatorium "Theresienhof"

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    Goldener Stern
    Auf der Homepage des Hotels habe ich die nachfolgende Information gefunden:
    http://goldenerstern-goslar.com/inde...d=12&Itemid=28
    1945 bis 1947 war das Haus von den Behörden beschlagnahmt.
    1947 bis 1950 diente es, nach dem Brand der Goslarer Stadthalle, "obdachlos gewordenen" Flüchtlingen als Unterkunft.
    Anschrift des Hotels: Bäringerstr. 6, 38640 Goslar

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Theresienhof
    Ich glaube, ich habe jetzt auch die Erklärung gefunden, warum der Theresienhof während der Zeit von 1939 - 1945 nicht mehr erwähnt wurde.
    So wie es scheint, wurde dieses Sanatorium in der Zeit als Mütter-Erholungsheim für die NS-Volkswohlfahrt genutzt, was möglicherweise nicht publiziert werden sollte.
    Ich vermute, dass hier im Hintergrund das Hilfswerk Mutter und Kind (= Hilfswerk MuK), welches im Jahr 1934 gegründet wurde, agiert haben könnte. Das MuK hatte die Aufgabe, als "arisch" geltende Schwangere und junge Mütter und deren Nachwuchs zu betreuen. Das Hilfswerk unterstand wiederum der Volkswohlfahrt.
    Quelle: diese Postkarte (ganz besonders zu beachten die 2. Seite).
    http://www.mau-ak.de/Shopsoftware-go...p-27808-1.html

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Königsberg
    Während des 2. Weltkrieges diente die Heilstätte vermutlich als Übungslager (so zumindest die Bezeichnung auf einer zeitgenössischen Postkarte). Möglicherweise wurden hier auch Soldaten mit kriegsbedingten Lungenverletzungen behandelt.
    http://www.koenigsberg-sanatorium.de/postkarten.htm
    Geändert von Susanne-K. (25.12.2011 um 16:00 Uhr)

  5. #24
    Gesperrt Gesperrt Avatar von Susanne-K.
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    Idee Verein Spurensuche Goslar e.V.

    "Es gilt diesen Pestherd in allen Winkeln Europas auszurotten".
    von Peter Schyga, Verein "Spurensuche Goslar e.V."
    Spuren Harzer Zeitgeschichte, Heft 1

    Über die Internetseite des Vereins "Spurensuche Goslar e.V."
    http://www.spurensuche-harzregion.de
    bin ich - nachdem ich noch etwas mehr über die Goslarer Vergangenheit während der schlimmsten Zeit des Nationalsozialismus in Erfahrung bringen wollte - auf die Broschüre von Peter Schyga gestoßen:
    "Es gilt diesen Pestherd in allen Winkeln Europas auszurotten".

    Die Broschüre kostet € 5,00 und kann über das Internet bestellt werden, bzw. bieten auch einige ausgewählte Buchhändler an, das Heft zu bestellen
    (Hier kann man über einen stationären Buchhandel bestellen: http://www.buchhandel.de/detailansic...=9783897205475
    [es scheint mir aber so, als sei in Goslar kein Buchhändler vertreten!]

    Im Prinzip geht es in der Broschüre um die Reichsprognomnacht am 09./10. November 1938 in Goslar

    Wir haben in unserem Thema ja schon viel darüber gelernt.
    Viele Informationen waren einigen von uns gänzlich unbekannt.
    Wer mehr über die unrühmliche Rolle Goslars in jener Zeit erfahren möchte - und auch willens ist, die Augen nicht zu verschließen, sondern zu akzeptieren, dass sich die Bürger unserer Stadt nicht mit Ruhm bekleckert haben - dem sei diese Broschüre ans Herz gelegt.
    Es ist traurig, dass diese Informationen damals (bei mir) in der Schule nicht gelehrt oder gar angesprochen wurden.
    Und es ist immer noch erschütternd zu lernen, wie sehr Goslar und die Goslarer in diese Zeit aktiv eingebunden waren.

    Es sind auch einige Bilder von damals enthalten, wie z.B.

    • die Kommandozentrale der NSDAP in der Mauerstraße 48
    • die Synagoge der jüdischen Gemeinde, Ecke Bäckerstr./Vogelsang (aus dem Jahr 1950)
    • das Goslarer Judenhaus am Trollmönch 3

    Leider heißt es ausdrücklich, dass aus dem Heft auf fotomechanischem Weg keine Vervielfältigungen gestattet sind, so dass ich Euch die Bilder leider nicht zeigen darf
    Was ich jedoch machen werde, ist Euch hiermit eine Auflistung des Inhalts zur Verfügung zu stellen, damit Ihr beurteilen könnt, ob Ihr tiefer in unsere Goslarer Geschichte vordringen möchtet:

    1. Die Nacht des Mobs
    2. Eine reichsweite Terroraktion
    3. Zur Vorgeschichte
    4. Forcierte Verfolgung und Unterdrückung
    5. Reaktionen auf das Pogrom
    6. Strafverfolgung nach dem Krieg
    7. Der 09. November - Ein Epilog

    N.B.
    In der NSDAP-Zentrale waren die Partei-Ortsleitung und Kreisleitung untergebracht.
    Die "wahren Herrscher über die Stadt", wie es in der Bildunterschrift heißt.

    Die Tafeln stammen von einer Ausstellung in der Marktkirche Goslar im November 2008
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    Geändert von Susanne-K. (28.12.2011 um 20:01 Uhr)

  6. #25
    Gesperrt Gesperrt Avatar von Susanne-K.
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    Standard Lazarettstadt Goslar, seit 07.04.1945

    Seit heute besitze ich das Buch "Flugplatz Goslar. Vom zivilien Flughafen zum militärischen Fliegerhorst Goslar 1927 - 1945".
    Das Buchgeschäft hat doch allen Ernstes zzgl. zum Buchpreis € 3,50 Besorgungsgebühr verlangt, weil der Verlag so gut wie keinen Rabatt gewährt hatte (stationärer Handel, kein Versandhändler!)
    Da die Copyright-Vermerke unübersehbar sind, kann ich Euch leider die interessanten Bilder nicht zeigen, sondern muß versuchen, ein wenig bildlich zu berichten.

    Hinweis: Am 12.01.2012 (morgen!!) findet im Gebäude des Landkreises Goslar, Klubgartenstr. 6, Sitzungssaal zu dem Flugplatz-Thema ein Vortrag statt. Siehe: http://www.geschichtsvereingoslar.de/ (unter Veranstaltungen nachschauen)

    Auch wenn die Altstadt Goslars das große Glück hatte, nicht zerbombt zu werden, so hat es dennoch Bombenangriffe auf Goslar,
    genauer gesagt auf den Fliegerhorst gegeben. Am 24.08.1944 hat ein Überraschungsangriff der Amerikaner die auf dem Fliegerhorst abgestellten deutschen und italienischen Kampfmaschinen vernichtet. Außerdem wurde der Sauerbrunnen in Grauhof angegriffen (vernichtet ???).
    Es wurden insgesamt 92t Bomben abgeworfen.
    Am 22.02.1945 wird gezielt die Fa. Borchers in Oker durch B-24 Bomber angegriffen. Bei dem Angriff kommen 17 Menschen ums Leben.
    Ebenfalls angegriffen wurde der Güterbahnhof in Vienenburg. Hierbei starben 6 Menschen.
    Goslar: das Haus in der Wilhelm-Busch-Str. 14 wurde durch den Absturz einer Messerschmitt 109 am 27.11.1944 zerstört.

    In dem oben erwähnten Buch werden sehr eindrucksvoll die letzten Tage und Stunden bis zur Kapitulation beschrieben.
    Auch hierzu haben wir in diesem Thema schon Berichte verfaßt.
    Wer es aber detailgetreuer lesen möchte, der findet diese dramatischen Stunden unserer Stadt in dem Buch von Dr. Donald Giesecke beschrieben.

    Seit dem 07.04.1945 ist Goslar Lazarettstadt.
    Ein Bild hierzu entstand an der Hildesheimer Straße (was aber absolut nicht erkennbar ist, zumindest für mich)
    Rechts und links der Straße weisen mehrere wirklich große weiße Fahnen mit dem Roten Kreuz und auch Schilder mit der Aufschrift "Lazarettstadt" unübersehbar darauf hin. Goslar wird damit als "offene" Stadt gekennzeichnet.

    Vielleicht abschließend noch der Hinweis, dass es die letzte Amtshandlung des sehr linientreuen Bürgermeisters Droste war, den Amerikanern übermitteln zu lassen, dass er die Stadt Goslar als besetzt betrachte und sie und den Fliegerhorst am 10.04.1945 kampflos übergab.

    An einer anderen Stelle des Buches ist ein Bild der mit Hakenkreuzfahnen geschmückten Fischemäkerstraße eingestellt.

    Wenn man die beiden Fotos gegenübergestellt betrachtet, dann stehen sich hier Himmel und Hölle gegenüber. Die düsteren bedrohlichen Hakenkreuze gegen die freundlichen weißen Rote Kreuz-Fahnen (auch wenn der Hintergrund natürlich traurig ist).
    Aber rein die optisch wahrgenommene Atmosphäre läßt einen wirklich an Himmel und Hölle denken.

    Hotels / Gebäude, die zu Lazaretten umfunktioniert wurden:

    • Achtermann
    • Theresienhof
    • Niedersächsicher Hof
    • Schwarzer Adler
    • Schützenhaus
    • Königsberg
    • Jugendherberge
    • Domkaserne
    • Beamtenakademie (früher Loge)
    • Fliegerhorst

    Das Hotel Römischer Kaiser entfällt zwischenzeitlich. Die Verwundeten wurden verlegt. Das Hotel wurde zur Church-of-Scotland-Canteen umfunktioniert
    Geändert von Susanne-K. (11.03.2012 um 11:45 Uhr)

  7. #26
    Schießhauer Avatar von Birgit
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    Hallöchen,

    auch am 7.11.1944 muss Goslar angegriffen worden sein. Der Vater eines Freundes wurde an diesem Tag geboren und weiß von Erzählungen seiner Mutter, dass er während eines Fliegeralarms, bzw. Luftangriffs in Goslar geboren wurde.Ob an diesem Tage Bomben gefallen sind, muss ich bei Gelegenheit hinterfragen.

    Liebe Grüße
    Birgit

  8. #27
    Gesperrt Gesperrt Avatar von Susanne-K.
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    @Birgit:

    Ich habe das Buch gerade nochmals durchgeblättert.
    Aber von den Angriffen her kann ich nur die bereits genannten Termine finden.
    Es muß aber ständig Bombenalarme gegeben haben, weil "Bomberpulks auf dem Heimflug" gern mal ihre Restbomben haben fallen lassen - damit sie einfacher und schneller nach Hause kamen.
    Das waren dann aber keine gezielten Angriffe.
    Aber die Bevölkerung mußte natürlich trotzdem Schutz suchen und gewarnt werden, weil die Folgen genauso übel hätten sein können, wie bei einem Angriff mit lauter "Fehlwürfen"

    An anderer Stelle in diesem Thema haben wir schon darüber gesprochen, dass vieles unter den Tisch gekehrt wurde und noch wird.
    Dazu habe ich jetzt einen interessanten Buchhinweis gelesen:
    "Goslar 1918 - 1945" von Dr. Peter Schyga
    http://www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/41

    Geändert von Susanne-K. (14.01.2012 um 13:20 Uhr)

  9. #28
    Hauer Avatar von Nils
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    Nach den Erinnerungen meiner inzwischen verstorbenen Mutter fielen "ein paar Bomben bei einem Fliegeralarm auf die Kasernen hinter der Kaiserpfalz" .

    Mehr und genaueres kann ich leider nicht beitragen.

    Es wäre in diesem Zusammenhang vielleicht auch mal interessant, die zivilen Schutzmöglichkeiten für die Bevölkerung zusammenzustellen, bevor diese Relikte ganz in Vergessenheit geraten.

    Spontan sind mir sogenannte "LSR" (öffentliche Luftschutzräume) unter dem Museum bekannt, in der Breiten Straße (Eingang in einem Torbogen in einer Mauer) und auch in der Bäringer Str.. Dort war der LSR bei dem heutigen Gebäude der AWO. An der Mauer rechts vom Gebäude war immer noch ein weißer Pfeil mit dem Hinweis " LSR" zu sehen.

    Es gab noch einen Schutzstollen im größeren Bereich der Frankenberger Kirche, aber da weiß ich nichts Genaueres.

    Wenn genug Angaben zu den Schutzmöglichkeiten zusammenkommen, lohnt sich vielleicht sogar ein eigenes Thema.

    Auch sieht man manchmal an alten, unrenovierten Häusern seltsame weiße Pfeile, die auf bestimmte Kellerfenster zeigen. In diesen Kellern befand sich der Luftschutzkeller des Hauses und bei nötiger Rettung konnte so schnell von außen lokalisiert werden, wo sich die Bewohner aufhalten.

    Gruß an Alle, Nils

  10. #29
    Schießhauer Avatar von Birgit
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    Guten Morgen,

    also in unseren Häusern haben wir keine weißen Pfeile. Jedoch gibt es in einigen Mehrfamilienhäusern oft noch einen Ráum im Keller, in dem sich der Einbau einer Toilette nachweisen lässt. So manches mal ist dann vor dem entsprechenden Kellerraum noch eine Metalltüre, im Gegensatz zu den anderen Kellerräumen, welche nur mit den normalen Holztüren ausgestattet sind. Die "Luftschutzkellerräume" sind meist 2 -geteilt, wobei ein
    Teil mit einem Fenster und der andere Teil ohne Fenster ist. Nun will ich schnell mal schauen, wann diese Häuser erbaut wurden und stelle fest - es steht nicht im Mietvertrag, wie früher.

    Gefunden: Baujahr 1937

    Liebe Grüße
    Birgit
    Geändert von Birgit (13.01.2012 um 07:29 Uhr)

  11. #30
    Hauer Avatar von Nils
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    Guten Morgen, Birgit,

    danke, ja das ist ziemlich eindeutig auch ein Relikt da bei Euch im Keller !

    Man muß auch unterscheiden zwischen einem sogenannten "Splitterschutz" ( das sind ganz einfache, überdachte Mauern) , "Luftschutzkellern" (in Privathäusern) "Luftschutzräumen" LSR (öffentlich (städtisch) für jeden zugänglich ) und richtigen "Luftschutzbunkern" (öffentlich, gegen Druckwellen geschützt, gasdicht, Luftfilter etc)

    Ob es so einen richtigen Luftschutzbunker in Goslar gab, weiß ich nicht. Öffentliche Luftschutzräume sind verbürgt.

    Ich muß mal sehen, ob ich die Infos zu dem Stollen wiederfinde, der alsöffentlicher LSR benutzt wurde. Er liegt wie erwähnt irgendwo ganz oben an der Frankenberger Str an einem Parkgelände und wurde vor ein paar Jahren wiederentdeckt und etwas erforscht.

    Gruß, Nils

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