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Thema: Jürgenohl - ein Stadtteil entsteht

  1. #1
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    Avatar von Andreas
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    Rotes Gesicht Jürgenohl - ein Stadtteil entsteht

    Die Namensgebung "Jürgenohl" erfolgte erst im Jahr 1953 !!!

    Silberführer-Auszug:
    Seit 1948 entwickelt sich auf dem Rollfeld des ehemaligen Flughafens ein Stadtteil von ganz besonderer Bedeutung. Dort wird nach modernen Gesichtspunkten, aber doch verwandt mit der alten Stadt, in weiten Gärten gebettet, Goslars jüngste Tochterstadt entstehen.
    Der Eigenheimbau wird hier ganz besonders gefördert, denn das Eigenhaus und der Garten schaffen gesunde, frohe, bodenverwurzelte Menschen. Aber auch die Mietwohnungen sollen landschaftsverbunden bleiben, denn auch sie sollen Trägerinnen wirklichen Heimatgefühls sein.

    Die ersten 48 Wohnungen entstanden unter größten Schwierigkeiten.
    Damals wurde diese "Vorsiedlung" inoffiziell "Klein-Jürgenohl" genannt.
    Die Wohnungen hatten weder Wasser- noch Kanalisationsanschluss.
    Sie hatten keinen Strom und keine Zuwegung.
    Die ersten Häuser wurden im "Plattenbaustil" hochgezogen.
    Die Platten wurden auf dem Fliegerhorst hergestellt.

    1950: Baubeginn für 257 Mietwohnungen und 48 Eigenheime in der Breslauer Straße, Danziger Straße und am Reichenberger Weg

    1951: 376 weitere neue Wohnungen in Jürgenohl werden gebaut

    1952: 92 neue Wohnungen werden in der Königsberger Straße gebaut

    1954: weitere 477 neue Wohnungen in Jürgenohl werden gebaut

    1961 wurde am Jürgenohler Markt, der "Kaufhof" - ein Gebäudekomplex mit Einzelläden und 150 m Schaufront gebaut

    1961 wird das Richtfest für das Hochhaus gefeiert

    1962 In Jürgenohl findet ein Wochenmarkt statt (Bis heute)

    1962 Das Hochhaus, Danziger Straße 53 ist bezugsfertig

    1965 wurde die Polizeidienststelle eingerichtet


    In Jürgenohl sind viele Straßen nach Städten in den ehemaligen Deutschen Ostgebieten benannt.
    In der Ortschaft gibt es die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Georg sowie die katholische Kirchengemeinde St. Benno
    Das heimliche Wahrzeichen ist ein Glockenturm aus den 1960-Jahren. Seine spezielle Architektur beherbergt drei Glocken, die den Gotteshäusern der beiden großen christlichen Kirchen gleichermaßen dienen.

    Mehr Informationen hier:
    Ein Stadtteil im Wandel der Zeit (24.06.2008 )
    Wohnen in Jürgenohl - Ausstellung
    http://prostadtarchiv.de/Alte-Webseite/gwgaust.html
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Name:	Jürgenohl - ein Stadtteil im Wandel der Zeit.jpg 
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    Jürgenohl/Kramerswinkel:
    Das Dr.-Herbert-Nieper-Krankenhaus wurde 1969/1970 errichtet.
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Name:	krankenhaus goslar um 1970.jpg 
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    Die Bilder stammen aus der Zeit um 1960 herum und zeigen die Marienburger Straße und den Marktplatz von Jürgenohl
    1961: Baubeginn des Jürgenohler Kaufhofs, ein Gebäudekomplex mit Einzelläden und 150m Schaufensterfront

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Name:	Jürgenohl_1960er Jahre_0002a.jpg 
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Name:	Jürgenohl_1960er Jahre_0001a.jpg 
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    Glück Auf!
    Andreas

  2. #2
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    Ich bin 1950 nach Jürgenohl gezogen. Da war Jürgenohl noch eine Baustelle. Die Wohnungen waren gerade fertiggestellt. Kanalisation gab es noch nicht. Wege und Straßen auch nicht. Das kam erst im nächsten Jahr.

    Ich habe versucht von unserer Wohnung einen Grundriss zu zeichnen. Ganz ist es mir nicht gelungen.
    Wir lebten zu fünft auf 50 Quadratmeter. Ohne Bad und eigene Toilette. Da hatten wir drei Parteien im Haus eine Toilette im Keller. Wir wohnten im Obergeschoss.

    Leider wurde ja damals noch nicht so viel fotografiert so dass ich nur wenige Bilder habe. Acht Jahre habe ich da gewohnt und kann eine ganze Menge erzählen.
    Hat vielleicht jemand Bilder und kann aus eigener Anschauung vom Leben in Jürgenohl erzählen?

    Es grüßt der Zeitzeuge

  3. #3
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    Avatar von markus63
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    Standard Stadtteil

    Na wo ist das???
    Das Foto stammt aus den 60er.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken jo.jpg  

  4. Danke von:

    Andreas (15.02.2015),wolle müller (08.01.2015)

  5. #4
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    Avatar von uwe unten
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    hallo
    das müsstezwischen liegnitzerstr. und kolbergerstr. sein links wäre dann das hochhaus am markt. war mal mit der lupe dran ,der in der mitte mit dem freien oberkörper könnte klaus j. sein ,der war mal in meiner klasse und hat da gewohnt kolbergerstr. 18.

    glück auf uwe

  6. #5
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    Avatar von zeitzeuge
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    Hallo Markus
    Schönes Bild!
    Ich tippe mal Liegnitzerstrasse, Kolbergerstrasse.
    Das war aber nicht meine Gegend.
    Da war ich ja schon "groß".

  7. #6
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    Avatar von Andreas
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    Guten Morgen,

    die Annordnung der Häuserblöcke und die "nur" 3 geschössige Bauweise lassen eigentlich nur auf die Liegnitzer Straße schließen.

    Klasse Zeitdoku!
    Glück Auf!
    Andreas

  8. #7
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    Avatar von zeitzeugin
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    Standard Jürgenohl

    Der Name Jürgenohl erklärt sich folgendermaßen:
    Ohl ist ein altdeutsches Wort für Wald.
    Jürgen ist die umgangssprachliche Form von Georg.
    Also - das Ganze war der Wald des Klosters St. Georg auf dem Georgenberg.

  9. Danke von:

    Eule (20.12.2014),Goslärsche (23.03.2013),Susanne-K. (02.10.2013)

  10. #8
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    Standard J

    So nun will ich auch mal etwas über Jürgenohl in der Startphase schreiben:
    Die ersten 22 Häuser in Klein-Jürgenohl (das war da, wo heute der Trebnitzer Platz ist) wurden 1950 bezogen. Da war ich dabei.
    Es gab den Kaufmann Assmus, der hatte in seinem Laden fast alles, was man so brauchte, auch Brot – und Sahnebolchen.
    Ein paar Jahre später gab es auch eine Leihbücherei, die von einer Frau Behrens in ihrer Wohnung unterhalten wurde. Die Leihgebühr betrug pro Buch, glaub ich, 5 Pfennig. Später zogen Kaupitsch in das Haus und unterhielten einen Kiosk.
    Heinzelmann gab es auch schon. Herr Heinzelmann war Postbeamter und betrieb die Poststelle in seiner Wohnung. Da habe ich dann auch ein Postsparbuch gehabt.
    Wir Kinder hatten es gut. Ringsum Felder und Wildnis, für einen Fünfjährigen ein großer Abenteuerspielplatz.
    Kanalisation gab es noch nicht, dafür fürs erste ein Herzhäuschen im Garten, bzw. im Feld, die Gärten wurden erst noch angelegt.
    In dem Haus, in dem ich wohnte, lebten 3 Familien mit Kindern: insgesamt 12 Personen, 6 Erwachsene und 6 Kinder. In den Nachbarhäusern war das Verhältnis ähnlich.
    Nach Bau der Kanalisation gab es im Haus, im Keller, eine einzige Toilette mit Wasserspülung für alle drei Familien. Das war schon ein großer "Komfort".
    Bad war "Fehlanzeige".

  11. #9
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    Zitat Zitat von Systemcoach Beitrag anzeigen
    könnt ihr bitte mal einen Ausländer aus der Oberstadt aufklären Ich verbinde mit dem Namen einen Kiosk oder liege ich da falsch?
    Hallo Systemcoach,
    du liegst nicht falsch.

    Also, Heinzelmann war "später" ein Kiosk in der Hirschberger Strasse.

    Ich kenne Heinzelmann aber schon als Poststelle in "Klein Jürgenohl".
    Das war um 1950 herum.
    Nach Abriss von "Klein Jürgenohl" entstand dann der Trebnitzer Platz.

    Gruß
    Zeitzeuge

  12. #10
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    Zitat Zitat von Heinzelmann Beitrag anzeigen
    Moin UnsUwe,

    in unserer gemeinsamen Kindergartenzeit ,Ende 60er im Kindergarten St.Georg,waren die "Butzen" noch da. Ich glaube 1970 wurden die Häuser dort abgerissen.
    Wenn wir mit der Kindergruppe dort über die "Arschkartonbrücke"gewandert sind, kann ich mich noch an die Baustelle (Nordtangente) darunter erinnern.
    In dem Bildband "Goslar - Über den Dächern einer tausendjährigen Stadt" von Klaus Krause und Ursula Müller kann man lesen: "Die Hauspioniere [Klein Jürgenohl] wurden zu Beginn der 70er Jahre abgerissen und machten den großen Wohnblocks der Goslarer Wohnstättengesellschaft Platz [Trebnitzer Platz] die 1974 bezogen wurden."

    Gruß
    Zeitzeuge

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