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Thema: Kahlschlag auf der Betonplatte

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Gedingeschlepper Avatar von Joerg
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    Also ich würde da der Klosterkammer, wer kauft schon die Katze im Sack, keinen Vorwurf machen. Bei solchen heiklen Immobilien ist üblich die Risiken entsprechend zu beschränken.

    Auch den Gutachtern ist kaum ein Vorwurf zu machen. Solche Gelände sind einfach nicht genau zu bestimmen, auch nicht wenn noch genaue Bauunterlagen vorliegen, was ich bezweifeln möchte. Damals wurden auch schon mal ein paar m³ Beton mehr oder weniger verbaut oder mal ein zwei Meter länger gegossen bis halt die Grube voll war. Oder eben auch schon mal etwas ins Fundament gekippt was eigentlich nicht hineingehörte. Bei dem schnellen Bau der Stadthalle als Prestigebau hat es sicher auch pressiert.

    Eine genaue Kostenkalkulation ist daher nach meiner Meinung im Vorfeld gar nicht möglich gewesen.

  2. #2
    Schießhauer Avatar von Trichtex
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    Moin Joerg!

    Zitat Zitat von Joerg Beitrag anzeigen
    Also ich würde da der Klosterkammer, wer kauft schon die Katze im Sack, keinen Vorwurf machen.
    Nein, natürlich nicht. Das sind Geschäftsleute und so ein Vertrag wird mit der Absicht geschlossen, Gewinn zu erwirtschaften.

    Zitat Zitat von Joerg Beitrag anzeigen
    Auch den Gutachtern ist kaum ein Vorwurf zu machen.
    Ein Gutachten, dass mit 900.000 Euro 77,5 % unter den tatsächlichen Kosten liegt, ist schlicht sein Geld nicht wert. Wer nur gut 1/5 der tatsächlichen Kosten schätzt, verfolgt damit entweder eine Absicht, oder versteht sein Handwerk nicht. Doch, natürlich ist den Gutachtern ein Vorwurf zu machen, allein der Nachweis von Fahrlässigkeit oder Absicht wird schwer zu führen sein. Dass ein möglichst verkaufsfreundliches Gutachten beauftragt wurde, will ich lieber erst gar nicht in Betracht ziehen.

    Zitat Zitat von Joerg Beitrag anzeigen
    Solche Gelände sind einfach nicht genau zu bestimmen
    Genau. Dann schätzt man eben eher konservativ. Und wir reden nicht über Ungenauigkeiten, sondern über über Kosten, die fünfmal so hoch sind, wie die im Gutachten ermittelten.

    Das ganze Drama wäre keine Schlagzeile wert, wenn nicht mal wieder der Steuerzahler dafür geradestehen müsste. Hätte ein Unternehmen ein entsprechendes Gutachten beauftragt und würden die Kosten aufgrund eines grotesk zu niedrig angesetzten Preises explodieren, dann würde so etwas garantiert vor Gericht enden. Hier wird einfach gezahlt, denn - heißa! - der Steuerzahler hat's ja.

    Viele Grüße,

    Gunther

  3. Danke von:

    A.C. (27.11.2019),Luzi (27.11.2019),nobby (27.11.2019),Onkel Hotte (27.11.2019)

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