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Thema: Pfalzquartier soll Umbaugebiet werden

  1. #21
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Ich bin sehr entsetzt, warum wurde da ein alter und gesunder Baum entnommen, unglaublich.
    Kaum klingelt ein Investor mit seinem "Geldsack", da wird rücksichtslos drauflos gesägt, egal ob ein Baum alt und gesund ist oder womöglich sogar noch zu einer Art gehört die klimaresistent ist.

    Auch in einer Demokratie kann man nicht schalten und walten wie man will, nur um den Kommerz zu befriedigen.

    Wenn ein Hausbesitzer in der Altstadt mal sein Haus in der falschen Farbe streicht oder seine Fensterrahmen, dann wird gleich die große Keule der Denkmalschutzbehörde ausgepackt, aber so ist es in Deutschland es wird mit vielerlei Maß gemessen.

    Ein gesunder Baum kann sich leider nicht wehren, aber ein Patient der beim Zahnarzt sitzt und dem gesunde Zähne gezogen werden sollen.

    "Mein Freund der Baum ist tot, er starb im frühen Morgenrot" so sang es einst Alexandra.

    In diesem Sinn zu diesem unglaublichen Akt des weiteren Baumfrevels in Goslar

    der märklinist

  2. #22
    Gedingeschlepper Avatar von Joerg
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    Woher weißt Du, dass dieser Baum der vor knapp eineinhalb Jahren gefällt wurde, gesund war? Es besteht auch kein Zusammenhang mit dem aktuellen Pfalzprojekt, denn dann wären gleich alle anderen Bäume entsorgt worden. Macht auch in so einer frühen Planungsphase kaum einen Sinn. Die Verkehrssicherungspflicht wurde schon angesprochen.
    Und sicher wäre es dem Baum ohne dem nahen Asphalt-Straßenbau, Streusalz, Flächenverödung in den letzten 100 Jahren besser gegangen

  3. #23
    Schießhauer Avatar von Trichtex
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    Moin!

    Heute schreibt die GZ:

    "Planänderung bei Stadthalle

    Platzprobleme im neuen Goslarer Pfalzquartier

    Die Stadtverwaltung hat einige Planänderungen für die neue Stadthalle im Pfalzquartier bekannt gegeben. So werden etwa Abstriche bei der Theaterbestuhlung gemacht, es gibt mehr Frauen-Toiletten und keine Konferenzräume. Doch das ist nicht alles.

    Goslar. Die Stadtverwaltung hat die Planungen für die neue Stadthalle im Kaiserpfalzquartier in einigen Punkten verändert – man könnte auch sagen konkretisiert. Das Problem: Um alle Wünsche aus dem Ursprungsentwurf zu erfüllen, ist zu wenig Platz vorhanden.

    Man habe weder unbegrenzt Geld noch Fläche zur Verfügung, teilt die Stadt mit. Zudem habe der Denkmalschutz bei Baumaßnahmen an dieser sensiblen Stelle immer ein Wörtchen mitzureden.

    Gleichzeitig soll die neue Stadthalle aber „effektiv“ und mit einem „gewünschten Qualitätsangebot“ betrieben werden. Daher müssten an manchen Stellen Kompromisse gefunden werden.

    Etwa bei den Sitzplätzen: 500 Stück sollte es laut den Ursprungsentwürfen geben. Die Zahl wird nun auf maximal 440 eingedampft, jedenfalls bei ansteigender Theaterbestuhlung. Allerdings sei dafür letztlich „der favorisierte Komfort“ entscheidend. Bei ebenerdiger Reihenbestuhlung, etwa bei Tagungen, wären aber wesentlich mehr Sitzplätze möglich.

    Fehlende Lösungen

    Eigentlich sollte die Stadthalle teilbar sein, damit mehrere Veranstaltungen parallel stattfinden können. Doch auch darauf möchte die Stadtverwaltung wegen fehlender technischer Lösungen verzichten, ebenso auf die beiden Konferenzräume mit einer Größe von je 70 Quadratmetern, die in den Ursprungsplanungen enthalten waren. Der Platz werde gebraucht, um die „besucherrelevanten Bereiche Foyer, Garderobe und Catering“ in ausreichender Größe realisieren zu können. Außerdem sei beim neuen benachbarten Hotel ebenfalls ein Tagungsbereich eingeplant.

    Wie die Stadtverwaltung weiter ausführt, soll wegen des Platzmangels auf einen festen Bereich für eine stationäre Abendkasse verzichtet werden. Die geplante Teeküche wird demnach in eine Vorbereitungsküche umgewandelt, wo vorbereitete Speisen kühl gelagert werden können. So könnten Veranstalter nicht nur auf das Cateringangebot des neuen Pfalz-Hotels zurückgreifen.

    Zu verdoppeln sei zudem die Anzahl der in der Entwurfsplanung vorgesehenen Frauen-Toiletten. Auch eine öffentliche WC-Anlage sollte ursprünglich in die Stadthalle integriert werden, nun wird sie aber ausgelagert – ein genauer Standort auf dem Gelände muss noch gefunden werden.

    Parken nicht erwünscht

    Bei Veranstaltungen sollen Pkw und Taxis zudem kurzzeitig vor der Halle halten können, um Besucher aussteigen zu lassen. Geparkt werden darf dort aber nicht.

    Offen ist auch noch die Frage, wo Radfahrer ihr Gefährt abstellen können, wenn sie das Pfalzquartier und gerade die Stadthalle besuchen. Stellplätze für 50 Räder will die Stadtverwaltung auf dem Gelände schaffen. Ein möglicher Standort dafür könnte der Mitarbeiter-Parkplatz werden, der auf dem ehemaligen Sportplatz direkt an der B82 liegt.

    Seit Februar 2021 prüft das Ingenieurbüro Amir Hidar die Entwürfe für die Umgestaltung des Pfalzquartiers und den Neubau von Hotel, Stadthalle und Tiefgarage an der Stelle. Mit dem Abriss der Waschbeton-Kasernengebäude soll noch dieses Jahr begonnen werden. Der Rat hatte im Juni das Geld freigegeben.

    Und die Neubauten? Hidar hatte im März von einer noch 24 Monate andauernden Planungsphase gesprochen, die dann von ebenso langen Bauarbeiten abgelöst wird. Bis die ersten Stadthallenbesucher Plätze und Toiletten benötigen, werden noch einige Jahre vergehen."


    Änderungen sind eigentlich immer mit Preissteigerungen verbunden, das gilt selbstverständlich auch für Vereinfachungen und Reduzierungen. Im wahrsten Sinne des Wortes ist hier weniger mehr. Ich bin gespannt auf die nächste Kalkulation, vielleicht liege ich ja auch falsch - die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Viele Grüße

    Gunther

  4. Danke von:

    Schieferberg (11.09.2022),thronerbe (30.08.2022)

  5. #24
    Schießhauer Avatar von Toni Pepperoni
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    Startschuss für 60-Millionen-Projekt

    Pfalzquartier: Die Goslarer Zukunft beginnt mit einem Abriss

    Der 28. November 2022 soll Goslarer Geschichte schreiben. Mit dem Abriss der Bundesgrenzschutz-Bauten aus den 1960er Jahren beginnen vor Ort und sichtbar die Arbeiten am Pfalzquartier. Stadt und Tescom investieren zusammen mehr als 60 Millionen Euro.

    Goslar. „Heute ist ein denkwürdiger Tag: Die Zukunft hat begonnen.“ Die Freude darüber, dass es mit dem Pfalzquartier jetzt endlich vor Ort sichtbar und nicht nur in Planunterlagen in den verschiedenen Büros vorangeht, war Ehrenbürger Hans-Joachim Tessner ins Gesicht geschrieben. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner gab er ein symbolisches Startsignal für den Abriss der Bundesgrenzschutz-Bauten.

    Vor Vertretern aus Rat, Verwaltung und von der Abrissfirma erinnerte er an den Start im Jahr 2015. „Wir sind nicht müde geworden, unser Ziel zu verfolgen“, betonte Tessner. Er lobte Schwerdtner dafür, dass sie das Quartier zu einer „gewissen Chefsache“ gemacht und in den „letzten Monaten mit größerer Intensität als vorher“ vorangebracht habe. „Das Pfalzquartier macht Goslar reicher, attraktiver und schöner“, sagte der 78-jährige Multi-Unternehmer.
    Enormer Zuspruch - schriftlich und mündlich

    Er hoffte, die Baupreise im Griff behalten zu können („wir haben exzellente Dienstleister“), und berichtete von einem gerade zuletzt enormen Zuspruch, den er schriftlich und mündlich für das 60-Millionen-Euro-Projekt erhalten habe. Er solle sich nicht irritieren lassen, habe der Tenor gelautet – „gut, dass die Goslarer von Anfang an beteiligt waren und sich so zahlreich eingebracht haben“, lautete Tessners kaum versteckte Botschaft an die Ratsgruppe Grüne Partei 42, die ihrerseits mangelnde Transparenz sieht und deshalb wie berichtet ein Bürgerbegehren gegen den Bau der Stadthalle auf den Weg bringen will.

    „Der 28. November 2022 ist nicht irgendein beliebiges Datum, sondern der Startschuss für eine herausragende Zukunft“, hatte zuvor auch Schwerdtner geäußert. Es gelte, einen städtebaulichen Missstand in Goslars bester Lage zu beseitigen: „Es ist das Stadtentwicklungsprojekt mit einem großen volkswirtschaftlichen Nutzen.“

    Bagger rücken erst im Februar an

    Was mit diesem 28. November genau anfängt, erläuterte Tiefbau-Fachdienstleiter Mathias Brand. Zunächst kommen Bauzaun und Container. Es folgt die Entkernung zuerst des Waschbetonbaus unten, bevor die Schadstoffe – Fensterfüllungen, Dämmstoffe, Teerpappen („alles recht friedlich, wir haben schon andere Dinge erlebt“) – entfernt werden. Diese Schritte sollen bis ungefähr Mitte Februar gegangen sein, ehe das schwere Gerät anrückt und mit viel Lärm und Einebnen eben das passiert, „was man sich unter Abriss eigentlich vorstellt.“

    Die Kosten für den Abriss unter Stadtregie liegen bei 1,2 Millionen Euro, von denen etwa zwei Drittel gefördert werden. Diese Phase soll wiederum im späten Frühjahr – wohl im Mai – enden. In der nächsten Stufe übernimmt laut Brand die Archäologie, die den Untergrund nach historischen Spuren untersucht und hoffentlich bis Ende des Jahres freigibt.

    Quelle GZ

    Gruß Toni

  6. #25
    Moderator Avatar von Bergmönch
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    Anfang September habe ich noch ein paar letzte Fotos der alten Grenzschutzkaserne gemacht:











    Alle Fotos befinden sich hier.


    Die Abrissarbeiten haben mittlerweile begonnen. Am 13.01.2023 wurde das historische Kommandeursgebäude abgerissen. Es war, soweit ich weiß, ursprünglich denkmalgeschützt:





    Zum Stand 29.01.2023 ist der obere Teil des Garagentraktes fast verschwunden:








    Alle Fotos vom 13.01. und 29.01.2023 befinden sich hier.



    Beste Grüße

    Bergmönch
    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Lichtenberg)

  7. Danke von:

    Andreas (Gestern),Maria (30.01.2023),Maxe 27 (30.01.2023),thronerbe (30.01.2023)

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