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Thema: Ziegelei Tjaden -> Naturschutzgebiet "Tongruben am Osterfeld"

  1. #1
    Schießhauer Avatar von Birgit
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    Standard Ziegelei Tjaden -> Naturschutzgebiet "Tongruben am Osterfeld"

    Naturschutzgebiet: „Osterfelder Tongruben“Lage: am südlichen Rand von Goslar in 300 m Höhe
    Größe: ca. 4 ha
    - Es handelt sich hier um eine ehemalige Ausbaugrube mit teilweise steilen Abschnitten.
    - Ende des Abbaus für die ehemalige Ziegelei Anfang der 70-iger Jahre
    - Heute werden Teilbereich als Weide genutzt andere Bereiche sind mit inzwischen mit Büschen und Bäumen bewachsen.
    - Ruderal- u. Pioniervegetation frischer bis staunasser Standorte, an den Hängen und auf der Sohle.
    Gebiet wurde 1989 zum Naturschutzgebiet:
    - Klein- u. Kleinstgewässer sind Überbleibsel der früheren Abbautätigkeit. Somit handelt es sich hier um ein Gebiet, welches eine große Bedeutungfür Amphibien hat, die dieses als Laichbiothop nutzen.

    Besonderer Schutz für:
    - Lebensraum vieler Pflanzen und Tierarten und deren Lebensgemeinschaften.
    - stark bedrohte Amphibienarten

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Name:	Tongruben am Osterfeld.jpg 
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Name:	tongruben 2.jpg 
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Name:	BR091_Kart4be1ae232801a.jpg 
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ID:	13084

    Zu diesem Thema gibt es noch eine Menge Informationen im www.
    Liebe Grüße
    Birgit

  2. Danke von:

    Hercynia (20.10.2019),Susanne-K. (12.02.2015),zeitzeugin (10.02.2015)

  3. #2
    Schießhauer Avatar von Birgit
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    Foto Dampfziegelei, Heinrich Tjaden

    Wer in Tongruben gräbt, der sucht auch den dazu passenden Ziegeleien.

    Also ich hoffe, dass ich die zum Osterfeld passende gefunden habe.

    Die ganze Zeit suche nach der Ziegelei, die am Osterfeld gewesen ist und zwar dort, wo heute die Straße "Lilienberg" zu finden ist. Damals, nachdem die
    Ziegelei dort verschwunden war, entstand dieses neue kleine Wohngebiet.
    Wir wunderten uns damals sehr, dass die neu entstande Straße nicht "An der alten Ziegelei" sondern "Lilienberg" heißen sollte. Daran erinnere ich mich noch ganz genau!

    Über die Dampfziegelei Tjaden ist leider im Internet nicht viel zu erfahren7
    Es gibt nichts über die Geschichte, keine genaue Adresse, keine Bilder...

    Man findet nach fürchterlichem Gesuche etwas über Loks u.ä. oder über Feldbahnen ....

    Also habe ich mich durchgekämpft!

    Einen kleinen Auszug, mit ein paar Screenshots, um den Überblick nicht zu verlieren, möchte ich Euch hier präsentieren.

    http://gillbachbahn.de/wiki/index.php5?title=FWM_Lok_28
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Name:	Tjaden Lok.PNG 
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ID:	1489
    Dieser Großraumtransporter wurde von der Industrie entwickelt, um auf den Feldbahnen eine Rationalisierung herbeiführen zu können. So konnten mit diesem Transporter fünf Kubikmeter transportiert und auf hydraulischem Wege entladen werden. Eine spezielle Vorrichtung ermöglichte es, den Triebwagen am Endpunkt vollkommen unbemannt auf die Reise schicken zu können. Er fuhr dann quasi als Förderband auf Schienen bis zum Endpunkt, wo am Gleis eine Vorrichtung angebracht war, die den Gütertriebwagen sicher zum Stehen brachte.

    Diese Entwicklung kam jedoch zu spät und der LKW übernahm immer mehr das Arbeitsfeld der Feldbahnen. Deshalb konnten nicht mehr viele dieser Gütertriebwagen verkauft werden. So wechselte dieses Gefährt, in seinem recht kurzen Arbeitsleben, gleich vier mal den Eigentümer. Am 14. Oktober 1966 kam er zur Firma „Steine und Erden GmbH“ nach Goslar und wurde in der Ziegelei von Salzgitter-Bad eingesetzt. Ab dem Jahr 1972 war er in der „Dampfziegelei Goslar, Heinrich Tjaden“ anzutreffen.
    http://www.merte.de/BE/30000-00.htm
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Name:	merte i seite.PNG 
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Name:	tjaden auszug merte symbol.PNG 
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ID:	1491Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	merte sym.PNG 
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ID:	1492

    Bahn-Express
    --------------------------------------------------------------------------------

    Dampfziegelei Heinrich Tjaden, 38642 Goslar
    22.12.2006-info/ jm/

    Gmeinder FNr. 2934/1940, B-dm, 600 mm
    neu geliefert an ? / Dampfziegelei Goslar, Heinrich Tjaden, Goslar (10.1972 iE, v/v)
    Schöma FNr. 1632/1955, Typ CDL 15, B, 600 mm
    .02.1955 geliefert an Wilh. Lüder, Hannover für Dr. Heinrich Graucob, Kalksandsteinw., Bothmer b.Schwarmstedt /19xx-> Heinrich Tjaden, Dampfziegelei, Goslar
    Diema FNr. 2901/1966, Typ GT 5, B'B'-dh, 600 mm
    neu geliefert an Steine & Erden GmbH, Goslar, für Ziegelei Salzgitter-Bad /19xx Dampfziegelei Goslar, Heinrich Tjaden (1972 vh)

    Inzwischen hatte ich eine Postleitzahl (38642), aber die passte nicht zu meiner Idee mit dem Osterfeld.

    Also suchte ich in einer anderen Richtung:
    Muschelkalk, Ton, Lias usw.

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Name:	Muschel Ostereld.jpg 
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ID:	1493Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	tjaden goslar.PNG 
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ID:	1512

    ]

    Also die Ziegeleigruben am Osterfeld gehörten schon einmal Tjaden, warum nicht auch die Ziegelei.

    Wie solle nun aber die Verbindung zwischen Oker, der Grube und der Ziegelei zustande kommen?

    Ganz einfach, mit Feldbahnen und die gab es. Herr Tjaden hat, wie wir ja
    aus der Symbolgeschichte von oben entnehmen können, seine Gleise abgebaut. Die Bahnverbindung zwischen dem Okeraner Bahnhof und dem Bollrich ist jedoch auf einer Karte klar ersichtlich:

    http://www.stadt-postleitzahl.de/gos...zahl-38642.htm


    Und die wird Herr Tjaden sicher genutzt haben. Und vom Wohngebiet "Lilienberg", bis zum Bollrich ist es nur ein Katzensprung.

    Also ich glaube, dass die Dampfziegelei Tjaden, ganz in der Nähe der Tongruben Tjaden war und zwar dort, wo die Straße "Lilienberg" entstanden ist.

    Was haltet ihr davon?
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken karte tongruben.PNG  
    Geändert von Birgit (02.02.2012 um 10:12 Uhr)
    Liebe Grüße
    Birgit

  4. Danke von:

    Hercynia (20.10.2019),Susanne-K. (12.02.2015)

  5. #3
    Schießhauer Avatar von Hanno
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    Standard

    Die alte Ziegelei kenne ich noch aus der Zeit als sie noch in Betrieb war.
    Da gab es eine Lorenbahn, deren Strecke aus der Tongrube raus
    ( auf der Karte oben rechts im Eck des NSG. Man kann den Verlauf noch erahnen )
    führte diagonal über die Straße über eine Brückenkonstruktion direkt in die
    obere Etage der Ziegelei. Die Ziegelei befand sich tiefergelegen unterhalb der Straße.
    Die Loren wurden dann oben unterm Dach abgekippt. Optimale Ausnutzung
    der Schwerkraft.
    c

    Hannöversche Grüße
    Klaus

  6. Danke von:

    Susanne-K. (12.02.2015),zeitzeugin (10.02.2015)

  7. #4
    Schießhauer Avatar von Birgit
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    Standard

    Hallo Klaus

    Dann sollte dies tatsächlich die Dampfziegelei Tjaden am Osterfeld gewesen sein.
    Wenn man vorm Aquantic steht, linke Hand.

    Über diese Ziegelei gibt es nämlich so gut wie nix im Internet.
    Sie Thema: Dampfziegelei Tjaden
    Liebe Grüße
    Birgit

  8. #5
    Schießhauer Avatar von Hanno
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    Standard

    Habe an anderer Stelle ja schon meine Erinnerungen aufgeschrieben :

    http://www.goslarer-geschichten.de/showthread.php?t=642

    Die hier erwähnte
    Gmeinder FNr. 2934/1940, B-dm, 600 mm
    neu geliefert an ? / Dampfziegelei Goslar, Heinrich Tjaden, Goslar (10.1972 iE, v/v)


    ist nie die Lorenbahn, die ich meine. 600mm ist schon Schmalspurbahn.
    Lorenbahnen liegen mit ihrer Spurweite deutlich darunter.
    So 300 bis 400 mm höchstens. Irgendwas passt da nicht.

    Bin da nämlich als Kind regelmässig samstags vorbeigekommen auf dem Weg
    zur Müllhalde "Im Paradiesgrund". (Witziger Name dafür)
    c

    Hannöversche Grüße
    Klaus

  9. #6
    Schießhauer Avatar von Birgit
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    Standard

    Zitat Zitat von Hanno Beitrag anzeigen
    Habe an anderer Stelle ja schon meine Erinnerungen aufgeschrieben :


    Die hier erwähnte
    Gmeinder FNr. 2934/1940, B-dm, 600 mm
    neu geliefert an ? / Dampfziegelei Goslar, Heinrich Tjaden, Goslar (10.1972 iE, v/v)


    ist nie die Lorenbahn, die ich meine. 600mm ist schon Schmalspurbahn.
    Lorenbahnen liegen mit ihrer Spurweite deutlich darunter.
    So 300 bis 400 mm höchstens. Irgendwas passt da nicht.

    Bin da nämlich als Kind regelmässig samstags vorbeigekommen auf dem Weg
    zur Müllhalde "Im Paradiesgrund". (Witziger Name dafür)
    Tja Klaus,
    wie gesagt, da gibts nix im Netz außer Bahnen und LOKS. Ich habe deshalb auch die entsprechenden Seiten übernommen, eingestellt und nichts dazu gedichtet.

    Wer weiß, was die da für ein Netz gebaut haben

    Vll. hat Tjaden sich die ja auch in den Vorgarten gestellt! Denn ..... 1972 dürfte es eigentlich schon vorbei gewesen sein oder kurz danach. Denn kurz danach wurden an selbiger Stelle schon kleine Einfamilienhäuschen gebaut.



    Eigentlich wollte ich etwas über die Geschichte erfahren und nicht über die verwendeten Gerätschaften, siehe Loks, Triebwagen usw..

    Aber ohne diese Seiten wäre ich nicht an mein Ziel gelangt.
    Geändert von Birgit (01.02.2012 um 09:53 Uhr)
    Liebe Grüße
    Birgit

  10. #7
    Hauer Avatar von Onkel Hotte
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    Hallo,
    auch ich kenne die alte Ziegelei und die Lorenbahn als sie noch in Betrieb waren. Als die Ziegelei dann dicht war und kurz vorm Abriss stand haben wir uns da immer rumgetrieben und Blödsinn gemacht, auch mit den Loren. Die Polizei war auch öfter da und haben kontrolliert haben uns aber nie erwischt.

  11. #8
    Schießhauer Avatar von uwe unten
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    hallo
    so 59/60 war da noch betrieb. da bin ich öfter vorbei , weil bauer tappe aus der dedeleberstr. seine kühe ins gelmketal zugrasen gebracht , und wir kinder da immer mal mit sind.1964 habe ich noch ton aus der grube geholt für die schule.da war meiner meinungs aber schon schluss.
    das nächste was ich dann mitbekommen hab, war das die ziegelei april/mai 1974?? auf jeden fall freitag auf samstag abgefackelt wurde. am samatag sollte die ziegelei durch die feuerwehr abgebrannt werden , es waren auch messsonden im gebäude installiert.
    auf jeden fall waren jede menge goslarer unterwegs, um zu schauen. --aber noch mehr waren es ,als später der harzkauf brannte.

    glück auf uwe

  12. #9
    Gedingeschlepper Avatar von markus63
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    Standard Tongrube

    Es war schon komisch im Freibad Osterfeld; Neben der Liegewiese die Tongruben und oberhalb der Wiese fuhren die Müllwagen zur Müllkippe. Aus heutiger Sicht eigentlich unvorstellbar!

  13. #10
    Hauer Avatar von Heinzelmann
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    Als Mitte 70er die Ziegelei nicht mehr in Betrieb war, sind wir mit dem Rad dorthin gefahren und haben in den Tongruben "Archäologe" gespielt. Satteltaschen voll mit fossilen Schnecken, Muscheln und sogar einen Zahn haben wir gefunden. Die Schnecken hatten teilweise einen Durchmesser von ca. 15 cm.
    Diese "Schätze" packten wir dann in flache Pappkartons und verkauften sie auf dem Flohmarkt. Die kleinen Muscheln so unter 0,5cm waren um die 50 Pfennig zu haben, die grossen so ab 10 cm für 5 Mark. Die Sachen dazwischen waren "Verhandlungssache". Das ging weg wie "geschnitten Brot", wir waren selbst überrascht. Vielleicht hatten wir ja stark unter Preis verkauft ? Auf jeden Fall haben wir es uns danach und zwischendurch bei Fichtelmann in der Fischemäker so rrrrichtig gut gehen lassen und sind mit vollem Bauch und Portemonnaie und leeren Satteltaschen wieder nach Hause. Später dann brannte die Ziegelei vermutlich wegen Brandstiftung ab und es schlichen immer welche vom FanClub "GrünWeiss" über das Gelände und machten uns Ärger.
    Das waren wohl geheime Geheimermittler in geheimer Mission.

  14. Danke von:

    Susanne-K. (12.02.2015),zeitzeugin (10.02.2015)

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